Nahaufnahme des entschärften Bombenzünders einer Weltkriegsbombe; aus der Öffnung ragt ein weißes Tuch, die Bombe liegt auf einer Metallhalterung im verschneiten Außenbereich.
Quelle: Wedel.de

Bombenentschärfung in Wedel: 6000 Haushalte evakuiert – Einsatz endet erfolgreich

Am Sonntag, 11. Januar, ist in Wedel eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Der Kampfmittelräumdienst des LKA entfernte die Zünder am frühen Nachmittag, die Polizei gab kurz danach Entwarnung. Etwa 6000 Haushalte konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. 

Evakuierung im 1000-Meter-Radius

Ordnungsbehörde und Polizei hatten einen Sperrkreis von rund 1000 Metern um den Fundort im Industriegebiet eingerichtet. Betroffen waren Wohnviertel, Kleingartenanlagen und Teile des Gewerbegebiets. Die Evakuierung sollte bis 11 Uhr abgeschlossen sein, verzögerte sich jedoch wetterbedingt: Schnee und Eis erschwerten den Verkehr, einzelne Personen mussten per Liegendtransport abgeholt werden.

Insgesamt waren über 220 Einsatzkräfte im Einsatz – darunter Feuerwehr, DRK, THW, DLRG und Mitarbeitende der Stadt. Die Ernst-Barlach-Schule diente als Notunterkunft; zeitweise wurde sie voll ausgelastet.

Vorbereitung im Tauchrohr bei minus 14 Grad

Die Bombe lag tief in einem Beton- bzw. Tauchrohr auf dem ehemaligen Ytong-Gelände. Ein Berufstaucher spülte am Vormittag die Zündbereiche frei und manövrierte den Blindgänger in eine Halterung – Arbeiten unter extremen Minusgraden.

Erst gegen 13:00 Uhr konnten die Entschärfer beginnen. Sprengmeister Mirko Haack vom LKA berichtete später, die Zünder hätten sich gut entfernen lassen. Trotz der Routine der Experten war es aufgrund der Temperaturen ein außergewöhnlicher Einsatz.

Entwarnung und Rückkehr der Anwohner

Kurz nach 14 Uhr meldete die Polizei die erfolgreiche Entschärfung. Die Sperrungen wurden aufgehoben, Shuttle-Busse nahmen ihren Rückweg auf, und Anwohner kehrten nach stundenlangem Warten in ihre Wohnungen zurück. Viele zeigten sich erleichtert auch Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto, die den Einsatz im Lagezentrum der Feuerwache begleitete.

Die Stadt Wedel bedankte sich ausdrücklich für das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Wedel

Keine Kommentare

Einloggen, um einen Kommentar zu schreiben

  • Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:
    3
    Thomas Fritz kommentierte auf Sonntag, 13. April 2025 09:00
    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
  • Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:
    3
    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 20:32
    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
  • Begründung zum Antrag der Maßnahmenerweiterung der CDU
    2
    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:45
    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Artikel – auch wenn der Ton wieder einmal mehr auf Provokation als auf konstruktiven Austausch abzielt. Ich möchte dennoch auf Ihre Punkte eingehen: Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt? Ein Großteil der neuen Stellen resultiert aus rechtlichen Verpflichtungen. Ein Teil der nicht[…]
  • Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird
    4
    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:33
    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
  • Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird
    4
    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:30
    Vielen Dank für den Hinweis – völlig richtig: Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden die Arbeitsverhältnisse in der Regel unverändert übernommen. Das schränkt natürlich auch die „Flexibilität“ eines möglichen privaten Betreibers deutlich ein und ist ein weiterer Grund, warum die Übernahme eines defizitären Betriebs w[…]
  • Begründung zum Antrag der Maßnahmenerweiterung der CDU
    2
    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 08:35
    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
  • Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird
    4
    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:32
    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
  • Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:
    3
    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
  • Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird
    4
    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.