wedel-politik.de
Sign In
wedel-politik.de
  • Kommunalpolitik Wedel
  • KONTAKT
  • SUCHE
  • Themen
    • PLA
    • BKS
    • SOZ
    • UBF
    • HFA
    • Rat
    • Haushalt
    • Erläuterungen
    • Haushaltskonsolidierung
  • FAQ

Wedel geht bei der „Badebucht“-Förderung anscheinend leer aus

Jan Luechau 24. April 2026
Keine Kommentare zu “Wedel geht bei der „Badebucht“-Förderung anscheinend leer aus”

Gute Nachrichten für den Sport im Norden, aber ein herber Dämpfer für unsere Bemühungen in Wedel: Wie der NDR berichtet, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Weichen für die Verteilung der Bundesmittel aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) gestellt. Während landesweit Millionen fließen, wurde die Projektskizze für unsere Badebucht in dieser Runde leider nicht berücksichtigt.

Der Bund verteilt 333 Millionen Euro

Im Rahmen der sogenannten „Sportmilliarde“ hat der Bund die Liste der 314 Projekte veröffentlicht, die eine Förderzusage erhalten. Insgesamt werden bundesweit 333 Millionen Euro investiert, um den massiven Sanierungsstau in kommunalen Sporthallen und Schwimmbädern abzubauen.

Für Schleswig-Holstein stehen in dieser Tranche insgesamt rund 14,6 Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitieren unter anderem:

  • Lübeck: Rund 4,5 Millionen Euro für die Sanierung der Sportanlage Neuhof.
  • Region Südholstein: Kleinere Projekte in den Nachbarkreisen erhielten Zusagen für energetische Modernisierungen.

Was bedeutet das für Wedel?

Für unsere Stadt ist die Absage aus Berlin eine bittere Nachricht. Die Badebucht bleibt unser wichtigstes Infrastrukturprojekt im Sportbereich, doch die Finanzierung steht ohne die erhofften Bundesmillionen vor noch größeren Herausforderungen.

Die Ablehnung unterstreicht, dass der Wettbewerb um Fördermittel kein Selbstläufer ist. Für die kommunale Politik bedeutet dies, dass nun noch intensiver über alternative Finanzierungswege und die Priorisierung unserer Investitionen im Haushalt beraten werden muss.

Quelle: NDR Schleswig-Holstein 

Wedels Wirtschaft im Wandel: Zwischen Weltmarktführern und Planungs-Odyssee

Jan Luechau 18. April 2026
Keine Kommentare zu “Wedels Wirtschaft im Wandel: Zwischen Weltmarktführern und Planungs-Odyssee”

Zwei aktuelle Berichte im Hamburger Abendblatt zeigen uns in diesen Tagen sehr deutlich, wie eng wirtschaftlicher Erfolg und die Verfügbarkeit von Flächen in unserer Stadt miteinander verknüpft sind. Es ist eine Geschichte von verpassten Chancen der Vergangenheit, einer zähen Odyssee und einem wichtigen Hoffnungsschimmer am Elbufer.

Ein schmerzhafter Rückblick: Das Beispiel Secumar

Die Firma Secumar (Bernhardt Apparatebau) feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Ein beeindruckendes Jubiläum für ein Familienunternehmen, das mit seinen Rettungswesten weltweit Standards setzt und Leben rettet. Doch während wir gratulieren, schwingt in Wedel auch Wehmut mit.

Bis 2004 war Secumar in der Wedeler ABC-Straße ansässig. Dass das Unternehmen heute im benachbarten Holm produziert, hat einen simplen, aber folgenschweren Grund: In Wedel fehlte der Platz zum Wachsen.

  • Das Problem: Die Räumlichkeiten wurden für das expandierende Unternehmen schlicht zu klein.
  • Die Konsequenz: Der Umzug ins Nachdorf Holm, wo man auf einem Hektar Fläche ein modernes Logistik- und Produktionszentrum errichten konnte.

Für Wedel bedeutete das damals den schmerzhaften Verlust eines "Hidden Champions", von wertvollen Arbeitsplätzen und erheblichen Gewerbesteuereinnahmen. Ein klassisches Beispiel dafür, was passiert, wenn eine Stadt keine Entwicklungsperspektiven für ihre Betriebe bietet.

Lichtblick: Neue Ansiedlungen im BusinessPark

Spulen wir vor ins Jahr 2026. Die Vorzeichen haben sich glücklicherweise geändert. Wie das Abendblatt aktuell berichtet, ziehen nun namhafte Hamburger Traditionsunternehmen nach Wedel, weil ihnen in der Hansestadt genau das passiert, was Secumar einst in Wedel erlebte: Es wird zu eng.

Die Firma Lippold, Spezialist für Hydraulik und Antriebstechnik, plant bis Ende 2029 den Umzug aus dem Hamburger Westen in unseren BusinessPark. Mit einer Investition von bis zu 12 Millionen Euro und rund 100 Arbeitsplätzen ist dies ein starkes Signal für den Standort. Auch die Sicherheitsfirma C.D. Büttner investiert Millionen in einen Neubau am Elbufer, um dort an modernster Drohnen-Technologie zu forschen.

Die Kehrseite: Eine 15-jährige Planungs-Odyssee

Wer heute auf den BusinessPark blickt, sieht trotz dieser Erfolge noch immer sehr viel freie Fläche. Dass 15 Jahre nach dem Erwerb des Geländes durch die Stadt erst ein Bruchteil der rund 180.000 m² vermarktet ist, hat Gründe, die wir kritisch benennen müssen:

  • Juristisches Tauziehen: Der ursprüngliche Bebauungsplan (Nr. 88) wurde 2017 vom OVG Schleswig vorläufig außer Vollzug gesetzt. Rechtsunsicherheit ist der natürliche Feind jeder Investition. Hinzu kam die langwierige Auseinandersetzung mit dem konkurrierenden Hamburger Plan „Rissen 11“.
  • Das Erbe der Industrie: Das Gelände des ehemaligen Mineralölwerks war kein einfaches Bauland, sondern eine ökologische Last. Bodenaustausch bis in 1,80 Meter Tiefe und permanente Grundwasserreinigung waren nötig – eine Mammutaufgabe, die enorme Zeit und Kosten verschlang.
  • Politischer Konflikt & Naturgewalten: Hausgemachte politische Auseinandersetzungen bremsten den Fortschritt. Ereignisse wie die Sturmflut 2021, die frisch hergestellte Infrastruktur beschädigte, sowie eine volatile Weltwirtschaftslage erschwerten die Vermarktung zusätzlich.

Die politische Debatte

Ein Blick in die öffentlichen Quellen zeigt deutlich, wie tief die Gräben in der Wedeler Ratsversammlung bezüglich des B-Plans 88 (BusinessPark) waren:

Die politische Debatte: Wer war dafür, wer dagegen?

Die Kritiker und Ablehner (SPD, Grüne, Die Linke) standen der konkreten Ausgestaltung des B-Plans 88 sehr kritisch gegenüber. Während Die Linke den Plan wegen zu hoher Lärmgrenzen ablehnte und das spätere OVG-Urteil als „schallende Ohrfeige“ bezeichnete, bemängelten die Grünen Lärm, Verkehr und Dichte als „Desaster“. Auch die SPD stimmte in der entscheidenden Sitzung 2015 gegen den Plan und warnte davor, dass aus dem „Sahnestück“ ein „krümeliger Mürbeteig“ werden könnte.

Demgegenüber standen die Parteien, die den B-Plan getragen und verteidigt haben: CDU, FDP und WSI. Die CDU trug den Entwurfs- und Satzungsbeschluss konsequent mit und warb dafür, den BusinessPark geschlossen zu vertreten, um die wirtschaftliche Entwicklung Wedels zu sichern. Gemeinsam mit der FDP und der Wählergemeinschaft WSI bildete sie die Ratsmehrheit, die den B-Plan 88 als das richtige Instrument zur Entwicklung des Areals ansah und trotz der massiven Bedenken der Opposition durchsetzte.

Warum Vorratspolitik alternativlos bleibt

Trotz der berechtigten Kritik an der Dauer und den Kosten: Ohne den BusinessPark Elbufer stünde Wedel heute mit leeren Händen da. Wir könnten Firmen wie Lippold oder Büttner schlichtweg nichts anbieten.

Status Quo BusinessPark Zahlen & Fakten
Gesamtfläche (Bauland) ca. 180.000 m²
Bisher verkauft/belegt ca. 20.000 m²
In konkreter Verhandlung ca. 15.000 m²
Investitionsvolumen Lippold 9 - 12 Mio. €
"Gewerbeflächen sind kein Selbstzweck. Sie sind der Garant dafür, dass Wedel keine reine Schlafstadt wird, sondern ein Ort, an dem gearbeitet, geforscht und investiert wird."

Die Geschichte von Secumar lehrt uns, was passiert, wenn man keine Flächen hat. Die Geschichte des BusinessParks lehrt uns wiederum, dass wir in Zukunft schneller, einiger und rechtssicherer planen müssen, damit aus 15 Jahren Entwicklung keine 30 werden.

Mein Fazit: Gewerbeflächen sind die Existenzgrundlage unserer Stadt. Wir müssen die Vermarktung jetzt mit aller Kraft vorantreiben, bürokratische Hürden abbauen und zeigen, dass Wedel ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft ist. Der "Sog" aus Hamburg ist da – wir müssen ihn nur endlich konsequent nutzen.

Was denken Sie?

War die Entscheidung für den BusinessPark trotz der langen Verzögerungen richtig? Oder hätte die Stadt das Risiko der Altlasten nie eingehen dürfen? Ich freue mich

Neue Straßenreinigungsgebühren: Grundsatzentscheidung für Wedel steht bevor

Jan Luechau 16. April 2026
Keine Kommentare zu “Neue Straßenreinigungsgebühren: Grundsatzentscheidung für Wedel steht bevor”

Im kommenden Haupt- und Finanzausschuss berät die Wedeler Politik über das weitere Vorgehen bei der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung. Da das Oberverwaltungsgericht die bisherige Satzung für unwirksam erklärt hat, müssen nun zeitnah rechtssichere Grundlagen für die Erhebung der Gebühren geschaffen werden. Die Verwaltung schlägt hierfür eine neue Satzung vor, die rückwirkend zum 1. Juli 2023 in Kraft treten soll.

Ein zentraler Punkt der anstehenden Beratungen ist die Ausgestaltung des sogenannten Schlechterstellungsgebots für das Jahr 2026. Hier muss entschieden werden, ob eine technisch aufwendige zeitanteilige Berechnung erfolgt oder eine verwaltungsfreundlichere ganzjährige Lösung gewählt wird, um Verzögerungen bei der Bescheiderstellung zu vermeiden. 

[Zum vollständigen Artikel]

Warum ich den CDU-Fraktionsvorsitz zur Verfügung stelle

Jan Luechau 12. April 2026
Keine Kommentare zu “Warum ich den CDU-Fraktionsvorsitz zur Verfügung stelle”

Update vom 12. April 2026

Nach der Verabschiedung des Wedeler Doppelhaushalts 2026/27 und dem damit verbundenen Kurswechsel innerhalb der CDU-Fraktion habe ich persönliche Konsequenzen gezogen: Ich stelle meinen Posten als Fraktionsvorsitzender zur Verfügung.

Mein Ziel in den vergangenen Monaten war ein harter, konsequenter Sparkurs, um unsere Stadt finanziell wieder auf ein solides Fundament zu stellen. Die Mehrheit unserer Fraktion hat sich jedoch im Zuge der Haushaltsberatungen letztlich für einen deutlich weicheren Kompromiss und stark abgemilderte Sparziele entschieden. Diese Entscheidung trage ich formell mit, halte sie persönlich aber nicht für weitreichend genug.

Daher ist es für mich der einzig logische Schritt, die Fraktionsführung in die Hände von jemandem zu legen, der diesen neu eingeschlagenen Weg aus voller Überzeugung vertritt. Gleichzeitig möchte ich klarstellen: Ich laufe nicht weg. Ich werde mein Mandat bis 2028 weiterhin mit vollem Einsatz für die CDU ausüben. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen fällt voraussichtlich in der morgigen Fraktionssitzung am 13. April.

Sie möchten mehr über meine Beweggründe erfahren?

Eine ausführliche Einordnung der Ereignisse und meine Gedanken zu den turbulenten letzten Wochen lesen Sie in meinem neuen Meinungsartikel:

Zum ausführlichen Meinungsartikel »

Die 15-Millionen-Euro-Chance: Warum Wedel beim Sondervermögen auf Vernunft statt auf Wünsche setzen sollte

Jan Luechau 05. April 2026
Keine Kommentare zu “Die 15-Millionen-Euro-Chance: Warum Wedel beim Sondervermögen auf Vernunft statt auf Wünsche setzen sollte”

15,2 Millionen Euro – so hoch ist die Summe, die die Stadt aus dem neuen „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“  des Bundes erwarten kann. Während die Summe auf den ersten Blick wie ein warmer Regen wirkt, ist die entscheidende Frage nicht, wie viel wir bekommen, sondern wie wir es einsetzen. Die Verwaltung hat bereits eine klare Richtung vorgegeben: Die Mittel, die in zwölf Tranchen fließen sollen, sollen investiv verbucht werden und zur Minderung von Krediten dienen.

In der aktuellen Haushaltslage Wedels ist dies nicht nur eine Option: Es ist die einzig verantwortungsvolle Strategie.

Der Blick in die Bücher: Eine Bilanz der Defizite

Um zu verstehen, warum die Strategie der Verwaltung alternativlos ist, hilft ein Blick in den aktuellen Haushaltsentwurf 2026/2027. Der Ergebnisplan (die „Erfolgsrechnung“ der Stadt) weist für 2026 einen Fehlbetrag von rund 12,9 Millionen Euro aus. Noch dramatischer ist die Lage im Finanzplan, der die tatsächlichen Zahlungsströme abbildet.

Die Planung sieht vor, dass der Finanzmittelbestand bis Ende 2026 auf minus 32,1 Millionen Euro sinkt und bis 2028 sogar die Marke von minus 51,6 Millionen Euro erreichen könnte. In dieser Situation bedeutet jeder Euro an neuen Investitionen, der nicht durch Zuweisungen wie das Sondervermögen gedeckt ist, eine Erhöhung der Neuverschuldung.

Alternative Szenarien: Verlockung vs. Realität

Was aber, wenn Wedel einen anderen Weg einschlagen würde? Betrachten wir zwei denkbare Alternativen:

Das „Wunschzettel-Szenario“ (Zusätzliche Projekte):

Man könnte die 15,2 Millionen Euro nutzen, um Projekte umzusetzen, die bisher gar nicht im Haushalt stehen – etwa eine neue Sportstätte oder zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen.

  • Die Folge: Da die Baupreise und später auch die Unterhaltskosten (Personal, Energie, Wartung) steigen, würde dies das strukturelle Defizit im Ergebnisplan langfristig weiter aufblähen. Ohne die Kreditminderung aus dem Sondervermögen bliebe die Verschuldung für die bereits geplanten Pflichtaufgaben (wie die Schulsanierungen) auf Rekordniveau.

Fazit: Investive Vernunft als oberstes Gebot

Das Sondervermögen ist kein Freibrief für neue Ausgabenorgien. Es ist eine dringend benötigte Finanzierungshilfe für den massiven Sanierungsstau, den Wedel bereits vor sich her schiebt.

Wenn die Verwaltung vorschlägt, die Mittel zur Kreditminderung einzusetzen, dann ist das ein Bekenntnis zur finanziellen Nachhaltigkeit. Es sorgt dafür, dass die ohnehin geplanten und notwendigen Investitionen in unsere Schulen und Brücken die Stadt nicht tiefer in die Zinsfalle treiben. Andere Möglichkeiten mögen politisch charmanter klingen, würden aber angesichts eines geplanten Kassenkredits von über 50 Millionen Euro im Jahr 2028 den finanziellen Kollaps nur beschleunigen.

Für Wedel kann es nur eine Devise geben: Das Sondervermögen nutzen, um das Bestehende zu sichern und die Schuldenlast von morgen zu drücken. Alles andere wäre finanzpolitischer Blindflug.

  1. Kommunale Haushalte im „freien Fall“: Städtetag fordert Milliarden-Soforthilfe
  2. Viel Lärm um eine geschlossene Tür: Wie der Seniorenbeirat das Wedeler Rathaus „zurückeroberte“
  3. „Ausfertigungschaos“ in Wedel: Oberverwaltungsgericht kippt Straßenreinigungssatzung
  4. Die Anatomie des Niedergangs: Warum Wedels „Alltag“ die Stadt auffrisst

Seite 1 von 18

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Hinweise

  • LOGIN
  • Impressum
  • Datenschutzhinweis
  • Newsletter abonnieren
  • Disclaimer
  • AKTUELLES
  • News-Sitemap
wedel-politik.de
  • Kommunalpolitik Wedel
  • KONTAKT
  • SUCHE
  • Themen
    • PLA
    • BKS
    • SOZ
    • UBF
    • HFA
    • Rat
    • Haushalt
    • Erläuterungen
    • Haushaltskonsolidierung
  • FAQ