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Neuer Newsletter online: Von Schaufensterpolitik, Millionen-Defiziten und klaren Entscheidungen für Wedel

Jan Luechau 06. September 2026
Keine Kommentare zu “Neuer Newsletter online: Von Schaufensterpolitik, Millionen-Defiziten und klaren Entscheidungen für Wedel”

Die politische Großwetterlage und die kommunale Realität vor Ort sind enger miteinander verzahnt, als manche wahrhaben wollen. In der neuesten Ausgabe meines Newsletters ziehe ich die Linie von einer fast schon skurrilen Begebenheit an einer verschlossenen Wedeler Rathaustür hin zu den bundesweiten Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt – und warum laute Inszenierung im Netz niemals handfeste Sacharbeit ersetzen kann.

👉 Zum Artikel: Bürgernähe in der Praxis: Von verschlossenen Rathaustüren und Facebook-Dramen

Darüber hinaus stehen die Finanzen und Großprojekte unserer Stadt im Fokus der neuen Ausgabe:

  • Haushaltsabschluss 2024: Ein Defizit von 14,7 Millionen Euro und deutliche Kritik des Rechnungsprüfungsamts an der zögerlichen Reaktion der Verwaltung. Warum Kassenkredite und hohe Zinslasten uns jetzt ein klares finanzpolitisches Umdenken abverlangen.
    👉 Zum Bericht: Rechnungsprüfungsamt kritisiert Wedeler Verwaltung
  • Badebucht-Sanierung: Warum die mediale Debatte über angebliche Kostenüberraschungen bei Variante 4A an der Realität vorbeigeht – und weshalb wir jetzt zu unserem Beschluss für Schulen und Vereine stehen müssen, statt neue Verzögerungsschleifen zu drehen.
    👉 Zum Artikel: Warum Baukostensteigerungen keine Überraschung sind
  • Soziales Fundament: Die Kernpunkte der Jahresberichte 2025 im schnellen Überblick:
    • DRK Betreutes Wohnen in Wedel
    • Freizeitförderung Wedel – Inklusion und Teilhabe
    • Volkshochschule Wedel – Bildung und Integration
  • Austausch & Termine: Einblick in die anstehende Ratssitzung sowie die aktuelle Community-Frage zur Verkehrssituation rund um die Einbahnstraße Autal.

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Badebucht-Sanierung: Warum Baukostensteigerungen keine Überraschung sind

Jan Luechau 06. September 2026
Keine Kommentare zu “Badebucht-Sanierung: Warum Baukostensteigerungen keine Überraschung sind”

Kürzlich erschien in der SHZ ein Artikel mit dem Titel "Iran-Krise und Baukosten – Badebucht Wedel: Wird die Sanierung zu teuer? Bürgermeisterin regt Überdenken an – Politik winkt ab". Beim Lesen drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, als käme die Möglichkeit von Baukostensteigerungen bei diesem Großprojekt für einige Akteure völlig überraschend. Doch entspricht das wirklich den Tatsachen und dem bisherigen Prozess?

Keine Überraschung, sondern bauliche Realität

Ich kann natürlich nicht für die gesamte Verwaltung und Politik sprechen, aber mein Eindruck war und ist: Dass Kostensteigerungen bei einem Projekt dieser Größenordnung immer im Bereich des Möglichen liegen, ist allen Beteiligten bewusst. Das liegt schlicht in der Natur der Sache, allein schon, weil die zugrunde liegenden Zahlen für die Kostenschätzungen teilweise noch aus 2024 beziehungsweise 2025 stammen. Die Zahlen sind also mittlerweile rund zweieinhalb Jahre alt. Dass die allgemeinen Baukosten in dieser Zeit nicht sinken, ist kein Geheimnis und bedarf keiner plötzlichen Neuausrichtung.

Der Abwägungsprozess

Die mediale Darstellung des plötzlichen "Kopfzerbrechens" greift auch deshalb zu kurz, weil die hohen Investitionssummen schon lange kritisch begleitet werden. So hatte unsere Bürgermeisterin beispielsweise schon am 07.07.2025 im Haupt- und Finanzausschuss über eine geplante "Kommunikationsschleife" berichtet. Das Ziel war es schon damals, das Vorgehen in Ruhe zu überprüfen, die Verzahnung mit städtebaulichen Überlegungen abzuwägen und Transparenz zu schaffen. Das Projekt wird also keineswegs auf die leichte Schulter genommen.

Auch für mich persönlich als Ratsmitglied ist das keine leichte Entscheidung. Ich kann mich nicht daran erinnern, in meiner politischen Laufbahn jemals über eine derart hohe Investitionssumme für Wedel entscheiden zu müssen. Bei der beschlossenen Variante 4A sprechen wir von geschätzten Kosten von rund 14,7 Millionen Euro netto.

Solide Kalkulation mit Einsparpotenzial

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand ist die bestehende Kalkulation dennoch so solide und belastbar aufgestellt, dass sie nicht sofort in sich zusammenfällt. Sie beinhaltet durchaus noch Einsparpotenziale beziehungsweise Puffer von +/- 30 Prozent, um eventuelle Kostensteigerungen aufzufangen, ohne gleich das gesamte Konzept erneut auf den Prüfstand stellen zu müssen.

Die Kernfrage: Was wollen wir für Wedel?

Am Ende des Tages reduziert sich die Debatte auf eine grundlegende politische Frage: Was wollen wir als Stadt? Die Politik hat sich nach intensiven Diskussionen mehrheitlich dazu entschieden, das Schwimmangebot in Wedel, insbesondere für unsere Schulen und Vereine, aufrechtzuerhalten. Im Vorfeld wurden dafür etliche Optionen durchgespielt und geprüft. Die Spannweite reichte von einer umfassenden Sanierung im Bestand über ein Hybridbecken bis hin zum Teilabriss.

Die nun fokussierte Variante 4A stellt dabei bereits einen massiven, aber vernünftigen Kompromiss dar: Sie sichert mit einem Sportbecken und einem Lehrschwimmbecken die Grundversorgung, verzichtet aber aus Kostengründen auf das Freibad, den Erlebnisbereich und den Kinderbereich.

Wenn wir als Stadt attraktiv bleiben wollen, müssen wir zu unseren mehrheitlichen Beschlüssen stehen und den Weg nun auch konsequent weitergehen, ohne ständige neue "Schleifen".


Weiterführende Dokumente

Für alle, die sich detaillierter in die Zahlen und Konzepte einlesen möchten, verlinke ich hier die entsprechenden Präsentationen und Sachstände, auf die ich mich beziehe:

  • Informationsveranstaltung zur Zukunft der Badebucht (Präsentation vom 04.11.2025)
  • Sachstand Badebucht - Kombibad Wedel GmbH (Dokument vom 25.09.2025)

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Bürgernähe in der Praxis: Von verschlossenen Rathaustüren und Facebook-Dramen

Jan Luechau 06. September 2026
Keine Kommentare zu “Bürgernähe in der Praxis: Von verschlossenen Rathaustüren und Facebook-Dramen”

Ein Vorfall am Rande des letzten Haupt- und Finanzausschusses zeigt anschaulich, wie unterschiedlich man in der Wedeler Kommunalpolitik mit kleinen Alltagsproblemen umgehen kann. Ein kurzes Lehrstück über echte Hilfe und digitale Schaufensterpolitik.

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Sie sind Vorsitzender einer politischen Gruppierung, die aktuell noch nicht in unserem Wedeler Rat vertreten ist. Ihr erklärtes Ziel ist es aber, das bei der nächsten Kommunalwahl unbedingt zu ändern. Dementsprechend haben Sie sich Bürgernähe und Transparenz ganz groß auf die Fahnen geschrieben.

Es ist Montagabend, kurz nach halb acht. Der Haupt- und Finanzausschuss (HfA) tagt gerade öffentlich im Rathaus. Normalerweise wären sie als Einwohner bei der Sitzung. Heute nicht.

Da klingelt Ihr Telefon. Ein Bürger ist am Apparat und berichtet Ihnen, dass er gerne als Zuhörer an der Sitzung teilnehmen möchte, aber leider vor verschlossenen Rathaustüren steht. Das ist zweifellos ein ärgerlicher Umstand, der so nicht sein sollte und der schnellstens behoben werden muss, damit die Öffentlichkeit der Sitzung gewahrt bleibt.

Nun stehen Sie vor einer Entscheidung. Wie helfen Sie dem Bürger in dieser Situation am besten?

Option A: Der pragmatische Weg

Da sie normalerweise mit ihrem Stellvertreter im Ausschuss anwesend sind, wäre es ja einen Versuch wert, ihn kurz anzurufen. Er geht die paar Schritte zur Tür, lässt den Bürger herein und gibt der Verwaltung freundlich den Hinweis, dass der Haupteingang offenbar versehentlich ins Schloss gefallen ist. Problem gelöst, der Bürger sitzt im Warmen, die Transparenz ist sofort wiederhergestellt. Zeitaufwand: zwei Minuten.

Option B: Der theatralische Weg

Sie lassen den Bürger draußen im Dunkeln stehen. Stattdessen greifen Sie in die Tasten und verfassen noch während der laufenden Sitzung einen flammenden, langen Facebook-Beitrag für die lokale Wedel-Gruppe. Darin stellen Sie dramatische Fragen zur Gültigkeit von Beschlüssen, fordern kommunalrechtliche Konsequenzen und philosophieren bedeutungsschwanger darüber, dass Transparenz doch „an der Rathaustür beginnt“.

Schaufensterpolitik statt Problemlösung

Sie ahnen es wahrscheinlich schon: Letzten Montagabend hat sich besagter Vorsitzender zielsicher für Option B entschieden.

Das ist zweifellos ein wunderbarer Weg, um schnelle Klicks, Likes und Applaus in den sozialen Medien zu generieren. Man kann sich wunderbar als einziger Wahrer der Demokratie inszenieren. Ob es dem Bürger, der in diesem Moment vor der Tür stand und eigentlich nur an der Sitzung teilnehmen wollte, auch nur ansatzweise geholfen hat, darf man allerdings getrost bezweifeln.

Genau diese kleine Episode zeigt für mich sehr anschaulich den Unterschied zwischen lauter Schaufensterpolitik im Internet und echtem, lösungsorientiertem Handeln in der Realität. Kommunalpolitik bedeutet eben manchmal auch einfach, pragmatisch zum Hörer zu greifen und eine Tür aufzumachen, statt im Netz aus einem versehentlich geschlossenen Eingang sofort einen handfesten Skandal stricken zu wollen.

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Wirtschaftsstandort Wedel: Weniger Jobs trotz Bevölkerungswachstum – Was jetzt zu tun ist

Jan Luechau 30. August 2026
Keine Kommentare zu “Wirtschaftsstandort Wedel: Weniger Jobs trotz Bevölkerungswachstum – Was jetzt zu tun ist”

Zwei aktuelle Beiträge auf dem lokalen Portal wedel-klartext.de beleuchten ein drängendes Problem unserer Stadt: Während Wedel wächst und immer mehr Menschen hierher ziehen, schwindet parallel die Zahl der Arbeitsplätze. Die Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der Agentur für Arbeit zeichnen ein klares Bild. Innerhalb von fünf Jahren sind rund 1.200 sozialversicherungspflichtige Stellen verloren gegangen. Begleitet wird diese Entwicklung von sinkenden Gewerbesteuereinnahmen. Dies zwingt uns, die Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft kritisch zu beleuchten.

Ursachen für den Weggang von Unternehmen

Die Hintergründe für den Verlust von Arbeitsplätzen sind vielschichtig. Namhafte Arbeitgeber wie Astra Zeneca oder Knorr Bremse haben den Standort Wedel in der Vergangenheit verlassen. Solche Beschlüsse fallen oftmals in den Konzernzentralen, jedoch spielen auch Standortfaktoren wie die verkehrliche Infrastruktur eine gewichtige Rolle. Eine wachsende Bevölkerung führt zwar zu neuen Gewerbeansiedlungen im Dienstleistungsbereich, diese können den massiven Verlust von Industriearbeitsplätzen in der Gesamtrechnung jedoch nicht ausgleichen.

Verwaltung bündeln: Die One-Stop-Agency

Um im Wettbewerb um Unternehmen wieder aufzuholen, müssen wir vor Ort ansetzen und unsere eigenen Strukturen verbessern. Ein praxisnaher Baustein ist die Modernisierung der städtischen Wirtschaftsförderung durch das Modell einer One-Stop-Agency:

  • Zentrale Anlaufstelle: Unternehmen und Gewerbetreibende haben für alle behördlichen Dienstleistungen einen einzigen Kontaktpunkt.
  • Schnellere Verfahren: Administrative Reibungsverluste werden reduziert, wodurch Vorhaben und Investitionsideen zügiger umgesetzt werden.
  • Serviceorientierung: Die kommunale Verwaltung entwickelt sich von einer reaktiven Behörde zu einer kundenorientierten Serviceeinheit.

Meine Einschätzung

Liest man die Stellungnahmen der verschiedenen Ratsfraktionen zu den alarmierenden Zahlen auf wedel-klartext.de, bleibt ein ernüchternder Eindruck: So richtig Konstruktives ist dort leider kaum zu erkennen. Häufig wird die Verantwortung auf die Bundespolitik verwiesen oder das Handeln von Konzernen beklagt. Es ist richtig, dass wir aus dem Wedeler Rathaus heraus keine Weltpolitik steuern. Dennoch haben wir eigene Hausaufgaben zu erledigen. Statt Resignation oder der Diskussion über weitere Belastungen brauchen wir greifbare, lokale Lösungen. Die Etablierung einer serviceorientierten One-Stop-Agency wäre ein konkreter, machbarer Schritt, um bürokratische Hürden abzubauen und Wedel als Standort wieder attraktiv aufzustellen.

Weitere Informationen zum Thema

  • Wedel: Mehr Menschen, aber immer weniger Jobs (wedel-klartext.de)
  • Wedels Wirtschaftsabschwung – das sagen die Rats-Fraktionen (wedel-klartext.de)

 

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Unabhängiger Lokaljournalismus für unsere Stadt: Unterstützung für wedel-klartext.de

Jan Luechau 30. August 2026
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Die mediale Berichterstattung in unserer Region befindet sich im Wandel. In den vergangenen Jahren haben sich die klassischen Tageszeitungen schrittweise aus der lokalen Fläche zurückgezogen. Für eine funktionierende Stadtgesellschaft ist es jedoch maßgeblich, über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen vor Ort sachlich informiert zu bleiben. Diese Lücke schließt das lokale Nachrichtenportal wedel-klartext.de.

Ein Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger

Das Nachrichtenportal widmet sich den Themen, die Wedel direkt betreffen. Dazu gehören unter anderem:

  • Laufende Berichterstattung zu Beschlüssen und Diskussionen aus dem Rat und den Ausschüssen.
  • Nachrichten über städtische Entwicklungen und Projekte.
  • Berichte über das gesellschaftliche Leben in Wedel.

Ausgebildete Redakteure recherchieren Themen, schreiben Berichte, besuchen Veranstaltungen, um mit Artikeln die Wedel-Klartext-Leserinnen und -Lesern darüber zu informieren – und zwar ohne Bezahlschranken, weil Informationen auch für alle mit wenig finanziellem Spielraum zur Verfügung stehen sollen.

Meine persönliche Einordnung

Als Kommunalpolitiker der CDU-Wedel stehe ich oft im Fokus der lokalen Berichterstattung. Dabei kommt auch unsere Fraktion in den Artikeln von wedel-klartext.de hin und wieder schlecht weg. Das gehört zum demokratischen Diskurs dazu. Genau diese unabhängige und kritische Begleitung der Kommunalpolitik ist wertvoll. Sie schafft Transparenz und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Grundlage, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Deshalb werbe ich aus Überzeugung für dieses Portal.

Finanzierung durch freiwillige Beiträge

Die Nutzung von wedel-klartext.de ist kostenlos, und das soll laut den Betreibern auch so bleiben. Hinter der regelmäßigen Recherche und dem Betrieb der Webseite stehen jedoch Arbeitsaufwand und laufende Kosten. Das Portal ist daher auf finanzielle Unterstützung durch die Leserschaft angewiesen. Wer die Arbeit der Redaktion fördern möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten:

  • Abschluss eines freiwilligen, monatlichen Abonnements.
  • Leistung einer einmaligen Spende zur Unterstützung des Projekts.

Weitere Informationen zum Thema

  • Direkt zum Nachrichtenportal: wedel-klartext.de
  • Hier können Sie unterstützen

 

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