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Wirtschaftsstandort Wedel: Weniger Jobs trotz Bevölkerungswachstum – Was jetzt zu tun ist

Jan Luechau 30. August 2026
Keine Kommentare zu “Wirtschaftsstandort Wedel: Weniger Jobs trotz Bevölkerungswachstum – Was jetzt zu tun ist”

Zwei aktuelle Beiträge auf dem lokalen Portal wedel-klartext.de beleuchten ein drängendes Problem unserer Stadt: Während Wedel wächst und immer mehr Menschen hierher ziehen, schwindet parallel die Zahl der Arbeitsplätze. Die Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der Agentur für Arbeit zeichnen ein klares Bild. Innerhalb von fünf Jahren sind rund 1.200 sozialversicherungspflichtige Stellen verloren gegangen. Begleitet wird diese Entwicklung von sinkenden Gewerbesteuereinnahmen. Dies zwingt uns, die Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft kritisch zu beleuchten.

Ursachen für den Weggang von Unternehmen

Die Hintergründe für den Verlust von Arbeitsplätzen sind vielschichtig. Namhafte Arbeitgeber wie Astra Zeneca oder Knorr Bremse haben den Standort Wedel in der Vergangenheit verlassen. Solche Beschlüsse fallen oftmals in den Konzernzentralen, jedoch spielen auch Standortfaktoren wie die verkehrliche Infrastruktur eine gewichtige Rolle. Eine wachsende Bevölkerung führt zwar zu neuen Gewerbeansiedlungen im Dienstleistungsbereich, diese können den massiven Verlust von Industriearbeitsplätzen in der Gesamtrechnung jedoch nicht ausgleichen.

Verwaltung bündeln: Die One-Stop-Agency

Um im Wettbewerb um Unternehmen wieder aufzuholen, müssen wir vor Ort ansetzen und unsere eigenen Strukturen verbessern. Ein praxisnaher Baustein ist die Modernisierung der städtischen Wirtschaftsförderung durch das Modell einer One-Stop-Agency:

  • Zentrale Anlaufstelle: Unternehmen und Gewerbetreibende haben für alle behördlichen Dienstleistungen einen einzigen Kontaktpunkt.
  • Schnellere Verfahren: Administrative Reibungsverluste werden reduziert, wodurch Vorhaben und Investitionsideen zügiger umgesetzt werden.
  • Serviceorientierung: Die kommunale Verwaltung entwickelt sich von einer reaktiven Behörde zu einer kundenorientierten Serviceeinheit.

Meine Einschätzung

Liest man die Stellungnahmen der verschiedenen Ratsfraktionen zu den alarmierenden Zahlen auf wedel-klartext.de, bleibt ein ernüchternder Eindruck: So richtig Konstruktives ist dort leider kaum zu erkennen. Häufig wird die Verantwortung auf die Bundespolitik verwiesen oder das Handeln von Konzernen beklagt. Es ist richtig, dass wir aus dem Wedeler Rathaus heraus keine Weltpolitik steuern. Dennoch haben wir eigene Hausaufgaben zu erledigen. Statt Resignation oder der Diskussion über weitere Belastungen brauchen wir greifbare, lokale Lösungen. Die Etablierung einer serviceorientierten One-Stop-Agency wäre ein konkreter, machbarer Schritt, um bürokratische Hürden abzubauen und Wedel als Standort wieder attraktiv aufzustellen.

Weitere Informationen zum Thema

  • Wedel: Mehr Menschen, aber immer weniger Jobs (wedel-klartext.de)
  • Wedels Wirtschaftsabschwung – das sagen die Rats-Fraktionen (wedel-klartext.de)

 

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Unabhängiger Lokaljournalismus für unsere Stadt: Unterstützung für wedel-klartext.de

Jan Luechau 30. August 2026
Keine Kommentare zu “Unabhängiger Lokaljournalismus für unsere Stadt: Unterstützung für wedel-klartext.de”

Die mediale Berichterstattung in unserer Region befindet sich im Wandel. In den vergangenen Jahren haben sich die klassischen Tageszeitungen schrittweise aus der lokalen Fläche zurückgezogen. Für eine funktionierende Stadtgesellschaft ist es jedoch maßgeblich, über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen vor Ort sachlich informiert zu bleiben. Diese Lücke schließt das lokale Nachrichtenportal wedel-klartext.de.

Ein Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger

Das Nachrichtenportal widmet sich den Themen, die Wedel direkt betreffen. Dazu gehören unter anderem:

  • Laufende Berichterstattung zu Beschlüssen und Diskussionen aus dem Rat und den Ausschüssen.
  • Nachrichten über städtische Entwicklungen und Projekte.
  • Berichte über das gesellschaftliche Leben in Wedel.

Ausgebildete Redakteure recherchieren Themen, schreiben Berichte, besuchen Veranstaltungen, um mit Artikeln die Wedel-Klartext-Leserinnen und -Lesern darüber zu informieren – und zwar ohne Bezahlschranken, weil Informationen auch für alle mit wenig finanziellem Spielraum zur Verfügung stehen sollen.

Meine persönliche Einordnung

Als Kommunalpolitiker der CDU-Wedel stehe ich oft im Fokus der lokalen Berichterstattung. Dabei kommt auch unsere Fraktion in den Artikeln von wedel-klartext.de hin und wieder schlecht weg. Das gehört zum demokratischen Diskurs dazu. Genau diese unabhängige und kritische Begleitung der Kommunalpolitik ist wertvoll. Sie schafft Transparenz und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Grundlage, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Deshalb werbe ich aus Überzeugung für dieses Portal.

Finanzierung durch freiwillige Beiträge

Die Nutzung von wedel-klartext.de ist kostenlos, und das soll laut den Betreibern auch so bleiben. Hinter der regelmäßigen Recherche und dem Betrieb der Webseite stehen jedoch Arbeitsaufwand und laufende Kosten. Das Portal ist daher auf finanzielle Unterstützung durch die Leserschaft angewiesen. Wer die Arbeit der Redaktion fördern möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten:

  • Abschluss eines freiwilligen, monatlichen Abonnements.
  • Leistung einer einmaligen Spende zur Unterstützung des Projekts.

Weitere Informationen zum Thema

  • Direkt zum Nachrichtenportal: wedel-klartext.de
  • Hier können Sie unterstützen

 

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Newsletter Sonntag, 23.08.2026

Jan Luechau 22. August 2026
Keine Kommentare zu “Newsletter Sonntag, 23.08.2026”

Liebe Leserinnen und Leser,

es war in der vergangenen Zeit ungewohnt still auf wedel-politik.de und auch in meinem wöchentlichen Newsletter. Wer das politische Geschehen in Wedel verfolgt hat, wird die Gründe dafür zumindest in Teilen kennen, und mich haben dazu in den vergangenen Wochen und Monaten viele Nachfragen erreicht. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, um meine Sicht der Dinge darzulegen, Klarheit zu schaffen und, was am wichtigsten ist, den Blick wieder nach vorne zu richten.

 Ein Schlussstrich und eine persönliche Grenze

Die intensive Arbeit am Haushaltsbegleitbeschluss hat im Frühjahr enorm viel Kraft gekostet. Es war ein komplexes Ringen um den richtigen Weg für unsere Stadt. Nachdem der Beschluss im ersten Versuch im Februar im Rat gescheitert war, habe ich intensiv und fraktionsübergreifend nach Kompromissen gesucht – und auch eine gemeinsame Lösung erarbeitet. Dass dieser mühsam ausgehandelte Weg am Ende nicht zur Abstimmung kam, sondern stattdessen ein anderer Entwurf vorgelegt wurde, ist in den Gremien ja bereits öffentlich thematisiert worden.

Das allein gehört vielleicht noch zum politischen Geschäft. Schwerer wiegen jedoch die Begleitumstände. Komplexe Kommunalpolitik funktioniert nur auf dem Fundament von absoluter Verlässlichkeit, offenen Karten und Vertrauen. Wenn man jedoch feststellen muss, dass dieses Fundament nicht mehr trägt und Prozesse im Hintergrund ablaufen, die diese Basis nachhaltig beschädigen, muss man persönliche Konsequenzen ziehen. Genau das habe ich getan und mein Amt als Fraktionsvorsitzender niedergelegt. Ich habe für mich eine klare Grenze gezogen, wie ich politische Zusammenarbeit verstehe und wie ich mit mir umgehen lasse.

Wer eine solche Entscheidung trifft, geht nicht am nächsten Tag einfach zur Tagesordnung über. Dass ich in den letzten Sitzungen vor der Sommerpause des Rates und der Ausschüsse ruhiger aufgetreten bin, war eine bewusste Entscheidung. Ich nutzte diese Zeit der Neufindung, um die Geschehnisse einzuordnen und meine Rolle als Kommunalpolitiker für die verbleibenden zwei Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl neu zu definieren. Dass ich in der Sache aber weiterhin konsequent bleibe und die sprichwörtliche Reißleine ziehe, wenn es nötig ist, habe ich bereits in meinem Wortbeitrag im Rat zum Thema "Firmenfitness auf Pump" öffentlich deutlich gemacht.

Der inhaltliche Fokus: Wedels Finanzen dulden keinen Aufschub

Was sich durch meinen Rücktritt von der Fraktionsspitze nicht geändert hat, ist meine tiefe Überzeugung: Eine starke, strukturelle und nachhaltige Konsolidierung unserer Stadtfinanzen ist unumgänglich. Die Probleme sind durch das Scheitern des Haushaltsbegleitbeschlusses nicht verschwunden.

Wir haben auf der März-Ratssitzung erlebt, wie die Verwaltung ein regelrecht martialisches Bild gezeichnet hat: Um den Haushalt auszugleichen, so der Tenor, müssten faktisch "alle freiwilligen Leistungen" gestrichen werden. Schließlich ist dieser eine Teil (zukünftig nur noch ausgeglichene Haushalte) aus dem Haushaltsbegleitbeschluss durchgekommen.

Das ist aber faktisch falsch. Es gibt genügend Einsparpotenziale im Haushalt der Stadt Wedel. Nur liegen die nicht wie auf einem Silbertablett bereit, sondern wir müssen tiefer in das Zahlenwerk einsteigen, um weitere Konsolidierungen zu finden, die außerhalb der freiwilligen Leistungen liegen: im Kernhaushalt und der Verwaltung selbst.

Genau hier liegt ein enormes, ungenutztes Potenzial. Es darf nicht sein, dass die freiwilligen Leistungen als Schutzschild vorgeschoben werden, anstatt beispielsweise über moderate, aber wirksame und realistische Einsparziele bei der Verwaltung selbst, also im Rathaus, zu diskutieren.

Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten genau dort den Finger in die Wunde legen. Ich habe konkrete Ideen, wo wir als Stadt intern besser und wirtschaftlicher werden können, und werde diese konsequent in die politischen Gremien einbringen.

Leseempfehlungen der letzten Wochen

Auch wenn der Newsletter pausierte, gab es auf wedel-politik.de einige Beiträge zu Themen, die für unsere Stadtentwicklung und Finanzen hochaktuell sind. Hier sind die wichtigsten Artikel der letzten Zeit für Sie zusammengefasst:

  • Update der Wedeler Schuldenuhr: Vorläufiger Jahresabschluss 2025 eingearbeitet Der vorläufige Jahresabschluss 2025 der Stadt Wedel liegt vor, was mich veranlasst hat, unsere Schuldenuhr auf den neuesten Stand zu bringen. Lesen Sie hier, wie sich die finanzielle Lage der Stadt tatsächlich entwickelt hat und warum die neuen Zahlen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit fordern.

  • Umbau im Rathaus: Wo steht die Wedeler Stadtverwaltung? Zuletzt hat die Verwaltung einen aktuellen Sachstand zur sogenannten „Strategischen Transformation der Stadt Wedel“ präsentiert. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem sperrigen Begriff? Ich beleuchte, was der Umbau konkret bedeutet und welche Auswirkungen das für die Verwaltung und für uns Bürger hat.

  • Neue Perspektiven für das Fachmarktzentrum: Ansiedlung einer Action-Filiale an der Rissener Straße Das Fachmarktzentrum an der Rissener Straße bekommt Zuwachs. Die geplante Ansiedlung einer Action-Filiale eröffnet neue Perspektiven für den Einzelhandelsstandort. Was das konkret für die Wedeler Einkaufslandschaft bedeutet, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

Ich freue mich darauf, Sie ab sofort wieder wöchentlich mit Einordnungen und klaren Meinungen zur Wedeler Kommunalpolitik zu begleiten.

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne: Kontakt

Herzliche Grüße,

Jan Lüchau

Update der Wedeler Schuldenuhr: Vorläufiger Jahresabschluss 2025 eingearbeitet

Jan Luechau 21. Juli 2026
Keine Kommentare zu “Update der Wedeler Schuldenuhr: Vorläufiger Jahresabschluss 2025 eingearbeitet”

Der vorläufige Jahresabschluss 2025 der Stadt Wedel liegt inzwischen vor. Deshalb habe ich die Wedeler Schuldenuhr auf den aktuellen Stand gebracht.

Die gute Nachricht zuerst: Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2025 ist niedriger ausgefallen als noch im Haushaltsentwurf 2026 angenommen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung.

Ein Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht. Die Gesamtverschuldung der Stadt bewegt sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. An den grundlegenden finanziellen Herausforderungen der Stadt Wedel ändert sich dadurch nichts.

Die wichtigsten Zahlen

Zum 31.12.2025 weist der vorläufige Jahresabschluss folgende Verbindlichkeiten aus:

Art der Verbindlichkeit 2025 2024 Veränderung
Investitionskredite 110.492.711,75 € 107.093.959,86 € +3.398.751,89 €
Kassenkredite 26.000.000,00 € 24.000.000,00 € +2.000.000,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.116.707,87 € 1.983.558,51 € +2.133.149,36 €
Sonstige Verbindlichkeiten 2.335.984,99 € 2.589.784,83 € −253.799,84 €
Transferverbindlichkeiten −47.764,30 € 84.276,97 € −132.041,27 €
Gesamt 142.897.640,31 € 135.751.580,17 € +7.146.060,14 €

Welche Arten von Verbindlichkeiten gibt es?

Nicht jede Verbindlichkeit der Stadt hat die gleiche Ursache oder Bedeutung.

Investitionskredite

Mit rund 110,5 Millionen Euro stellen Investitionskredite den mit Abstand größten Teil der Verbindlichkeiten dar. Sie werden zur Finanzierung langfristiger Investitionen aufgenommen, beispielsweise für Schulen, Straßen, Feuerwehrgebäude oder andere kommunale Infrastruktur.

Gegenüber dem Vorjahr sind diese Kredite um rund 3,4 Millionen Euro gestiegen.

Kassenkredite

Kassenkredite dienen nicht der Finanzierung von Investitionen, sondern der Sicherstellung der laufenden Zahlungsfähigkeit. Vereinfacht ausgedrückt gleichen sie kurzfristige Liquiditätsengpässe aus.

Zum Jahresende 2025 betrugen die Kassenkredite 26 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor lagen sie noch bei 24 Millionen Euro. Damit hat sich dieser Bereich nochmals um 2 Millionen Euro erhöht.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Hierunter fallen Rechnungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt waren. Dieser Betrag ist von rund 2,0 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro gestiegen.

Solche Schwankungen können je nach Zahlungszeitpunkt und Rechnungslauf auftreten und lassen sich daher nicht unmittelbar mit einer dauerhaften Verschlechterung der Finanzlage gleichsetzen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind leicht zurückgegangen und liegen nun bei rund 2,34 Millionen Euro.

Warum musste die Schuldenuhr angepasst werden?

Die bisherige Schuldenuhr beruhte auf den Planwerten des Haushaltsentwurfs 2026. Damals wurde für den 31.12.2025 von einem höheren Schuldenstand ausgegangen.

Mit dem vorläufigen Jahresabschluss liegen nun erstmals tatsächliche Bilanzwerte für das Jahr 2025 vor. Deshalb wurde der Ausgangswert der Schuldenuhr entsprechend angepasst.

Die Berechnungslogik bleibt unverändert: Die Schuldenuhr stellt keine Live-Abfrage des städtischen Rechnungswesens dar, sondern eine modellhafte Fortschreibung auf Basis der zuletzt verfügbaren Daten.

Weniger als prognostiziert – aber weiterhin eine ernste Lage

Dass der tatsächliche Stand der Verbindlichkeiten zum Jahresende 2025 niedriger ausfällt als ursprünglich prognostiziert, ist erfreulich. Jede geringere Verschuldung verschafft der Stadt etwas mehr finanziellen Handlungsspielraum.

Gleichzeitig wäre es falsch, daraus eine Entwarnung abzuleiten. Mit knapp 143 Millionen Euro Verbindlichkeiten und weiterhin hohen strukturellen Defiziten bleibt die finanzielle Situation der Stadt Wedel äußerst angespannt.

Die Ursachen der Wedeler Finanzkrise bestehen weiterhin fort und werden auch durch den etwas günstigeren Jahresabschluss nicht beseitigt.

Transparenz bleibt das Ziel

Die Schuldenuhr soll nicht dramatisieren, sondern Entwicklungen nachvollziehbar machen. Deshalb wird sie regelmäßig an neue, belastbare Zahlen angepasst und die zugrunde liegenden Daten werden offen dokumentiert.

Der aktuelle Stand basiert auf dem vorläufigen Jahresabschluss 2025 und den dort ausgewiesenen Verbindlichkeiten zum 31.12.2025.

Quelle: Vorläufiger Jahresabschluss 2025 der Stadt Wedel, Verbindlichkeitenspiegel, Seite 369.

Umbau im Rathaus: Wo steht die Wedeler Stadtverwaltung?

Jan Luechau 18. Juli 2026
Keine Kommentare zu “Umbau im Rathaus: Wo steht die Wedeler Stadtverwaltung?”

In der letzten Ratssitzung am 02. Juli hat die Verwaltung einen aktuellen Sachstand zur „Strategischen Transformation der Stadt Wedel“ präsentiert. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff und wie weit ist der Umbau in unserem Rathaus? Um Ihnen einen transparenten Überblick über die Entwicklungen in unserer Kommunalverwaltung zu geben, habe ich die wichtigsten Punkte der Präsentation hier zusammengefasst.

Warum wird die Verwaltung umgebaut?

In den Jahren 2023 und 2024 wurde die gesamte Stadtverwaltung durch die „PD Berater der öffentlichen Hand GmbH“ auf ihre Strukturen und Prozesse hin untersucht. Die übergeordneten Ziele dieser Optimierung sind klar definiert:

  • Die Stadtverwaltung soll widerstandsfähiger werden, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.
  • Es soll eine moderne Aufbaustruktur geschaffen werden, die sich strategisch an den tatsächlichen Aufgaben orientiert.
  • Durch schlankere Prozesse und direktere Abstimmungen sollen Abläufe effizienter werden.

Nachdem die Ergebnisse im Januar 2024 im Rat präsentiert wurden, blieb eine zeitnahe Umsetzung zunächst leider aus. Im April 2024 wurde der Transformationsprozess dann jedoch fortgeführt.

Was hat sich bisher getan? (Sachstand Juni 2026)

Seit dem Neustart des Projekts wurden bereits einige zentrale Maßnahmen umgesetzt:

  • Führungsebene: Im Februar 2024 wurde die Hauptsatzung geändert und die Position eines/einer Ersten Stadtrats/Stadträtin eingeführt.
  • Neue Stabsstellen: Im Juni 2025 wurde eine neue Stabsstelle für Wirtschaftsförderung geschaffen.
  • Umstrukturierung der Fachbereiche: Der bisherige Fachbereich Bürgerservice (FB 1) wurde aufgeteilt. Im September 2025 erfolgte die grundlegende Änderung der Einteilung in nun vier Fachbereiche.
  • Bürgerservice: Die Rathausinformation und die Telefonzentrale wurden im Oktober 2025 in den Fachdienst „Ordnung und Einwohnerservice“ integriert.
  • Personal & Organisation: In mehreren Fachdiensten – darunter Personal, Ordnung, Bildung, Kultur, Sport sowie Kinder, Jugend und Familie – wurden zwischen Ende 2024 und Mai 2026 umfassende interne und externe Organisationsuntersuchungen und Personalbemessungen durchgeführt.

Wie geht es weiter?

Der Umbau ist noch nicht abgeschlossen. Für die kommenden Monate stehen weitere wichtige Meilensteine an:

  • Voraussichtlich ab August/September 2026 soll die Stabsstelle Justiziariat in eine neue, gebündelte Stabsstelle für „Recht und Gremien“ überführt werden.
  • Ab September 2026 starten die Organisationsuntersuchungen in den Bereichen „Interner Dienstbetrieb“ und „Gebäudemanagement“.
  • Auch im Hintergrund wird weiter digitalisiert: Die Stadt arbeitet am Aufbau einer Prozesslandkarte[cite: 1]. Von insgesamt etwa 1.800 Verwaltungsprozessen sind mittlerweile rund 900 Tätigkeiten erfasst und abgebildet – die Hälfte ist damit geschafft.

*** Meine Meinung ***

Ich bin erfreut darüber, zu sehen, dass die Verwaltung hinter den Kulissen weiter an diesem wichtigen Thema gearbeitet hat und der Umbau voranschreitet. Die genauen Details und die weitreichenden Auswirkungen der einzelnen Strukturmaßnahmen werde ich mir in der nächsten Zeit jedoch noch in Ruhe ansehen und abschließend bewerten.

  1. Sanierung der Steinberghalle: Steigende Kosten und die Auswirkungen auf das Elbestadion
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  3. Neues zum Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) in Wedel: Zahlen, Varianten und die Frage „Was wäre, wenn nicht?“
  4. Haushaltsplanung in Wedel: Was wir vom Kreis Pinneberg lernen können

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