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Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:

Jan Luechau 21. März 2025
3 Kommentare zu “Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:”

Hier geht es zu dem Zeitungsartikel des Wedeler-Schulauer-Tageblatts

Wedeler-Schulauer-Tageblatt vom 22.03.2025

Zusammenfassung des Artikels von Oliver Garbiel:

Nach der ablehnenden Haltung einiger Ratsfraktionen des ursprünglichen Plans, auf dem Possehl-Gelände an der B431 einen Edeka-Markt samt Kino und Self-Storage zu errichten, bringt ein neues Vorhaben Bewegung in die Debatte: Die Deutsche Post zeigt Interesse, dort ein DHL-Logistikzentrum anzusiedeln. Die Stadtverwaltung sieht darin eine realistische und planungsrechtlich umsetzbare Option. Die Ratsfraktionen in Wedel reagieren unterschiedlich auf die neue Entwicklung:

  • SPD: Bevorzugt klar die DHL-Ansiedlung. Sie sieht darin einen Zuwachs an Arbeitsplätzen und Gewerbesteuern sowie eine schnellere Umsetzung ohne B-Plan-Änderung. Das ursprüngliche Kino-Projekt sei überdimensioniert.
  • Grüne: Lehnt Nahversorgung an diesem Standort ab, ist beim DHL-Projekt aber noch unentschlossen. Sie betonen den Erhalt des kleinen Wäldchens auf dem Gelände.
  • WSI: Zeigt sich offen und positiv gegenüber dem DHL-Projekt, fordert aber mehr Informationen.
  • Linke: Bevorzugt DHL gegenüber dem Edeka/Kino-Vorhaben, sieht darin neue Arbeitsplätze und eine sinnvolle Nachnutzung.
  • CDU: Will ohne belastbare Informationen keine Position beziehen und fordert eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
  • FDP: Ebenfalls zurückhaltend. Fordert ein unabhängiges Gutachten zur Bewertung der Varianten. Sie hält beide Projekte für grundsätzlich interessant, fand das Edeka/Kino-Projekt aber für die Bürger*innen attraktiver.

Mein Kommentar:

Es ist kaum nachvollziehbar, dass einige Fraktionen – allen voran die SPD – dem DHL-Projekt den Vorzug geben. Denn es stehen keine belastbaren Fakten, Studien oder ein Gutachten zur Verfügung, die die tatsächlichen Auswirkungen und Vorteile im Vergleich zum Edeka/Kino-Projekt objektiv bewerten. Während CDU und FDP zu Recht auf eine fundierte Entscheidungsgrundlage pochen, wird hier bereits politisch vorentschieden. Dabei sind zentrale Fragen – etwa zum Verkehrsaufkommen, zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit oder zur städtebaulichen Wirkung – noch völlig unbeantwortet.Eine solch weitreichende Entscheidung ohne Faktenlage zu treffen, wirkt voreilig und lässt eine sachorientierte Politik vermissen.

Sozialindex – Ein Maß für schulische Herausforderungen

Jan Luechau 20. März 2025
Keine Kommentare zu “Sozialindex – Ein Maß für schulische Herausforderungen”

Was ist der Sozialindex?

Der Sozialindex ist ein Instrument, mit dem die soziale Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler an einer Schule gemessen wird. Er hilft dabei, Schulen zu erkennen, die aufgrund ihrer Schülerstruktur einen höheren Bedarf an zusätzlicher Unterstützung haben.

Wie setzt sich der Sozialindex zusammen?

Der Sozialindex basiert auf vier wesentlichen Indikatoren:

  • Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Familiensprache
  • Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Zuzug aus dem Ausland
  • Anteil von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Lernen, Sprache sowie emotional-sozialer Entwicklung
  • Kinder- und Jugendarmut im Umfeld der Schule

Die ersten drei Indikatoren stammen aus den Schulstatistiken, während der vierte Indikator (Kinder- und Jugendarmut) Daten der Bundesagentur für Arbeit verwendet.

Wie wird der Sozialindex berechnet?

Der Sozialindex wird mit einem statistischen Verfahren namens konfirmatorische Faktorenanalyse berechnet. Dieses Verfahren bewertet, wie stark jeder einzelne der oben genannten Indikatoren die soziale Belastung einer Schule erklärt. Jeder Indikator erhält dabei eine sogenannte Faktorladung, welche ausdrückt, wie wichtig der Indikator für den Sozialindex ist. Je höher die Faktorladung, desto stärker beeinflusst der jeweilige Indikator den Index.

Die einzelnen Indikatoren werden somit nicht einfach addiert, sondern basierend auf ihrer jeweiligen Bedeutung gewichtet. Der errechnete Wert liegt dann zwischen 0 und 100 und wird anschließend in neun Sozialindexstufen eingeteilt. Schulen mit höheren Indexwerten haben dadurch einen größeren Förderbedarf.

Unterschied zwischen Primar- und Sekundarstufe

Der Sozialindex wird für Grundschulen und weiterführende Schulen getrennt ermittelt, da diese unterschiedliche Schülerzusammensetzungen und Einzugsbereiche haben. Weiterführende Schulen berücksichtigen zusätzlich die Sozialraumdaten der umliegenden Grundschulen.

Abgrenzung zum PerspektivSchul-Index

Der Sozialindex beschreibt ausschließlich die sozialen Voraussetzungen der Schüler und nicht deren Leistungsergebnisse oder Abschlussquoten. Im Gegensatz dazu berücksichtigt der PerspektivSchul-Index zusätzlich schulische Leistungen wie Testergebnisse oder Abschlüsse.

 

Sozialindexwerte für Schulen in Wedel

Schulname Schulform Sozialindexstufe Schülerzahl
Moorwegschule Grundschule 3 411
Grundschule Altstadt Grundschule 5 432
Albert-Schweitzer-Schule Grundschule 8 400
Johann-Rist-Gymnasium Gymnasium 2 936
Gebrüder-Humboldt-Schule Gemeinschaftsschule mit Oberstufe 3 786
Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule Gemeinschaftsschule 7 544

 

Die Albert-Schweitzer-Schule (Stufe 8) hat den höchsten Sozialindex und somit den größten Förderbedarf in Wedel. Im Gegensatz dazu hat das Johann-Rist-Gymnasium den niedrigsten Sozialindex (Stufe 2) und somit einen deutlich geringeren Unterstützungsbedarf.

Unter den Gemeinschaftsschulen fällt besonders die Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (Stufe 7) auf, die ebenfalls erheblichen Unterstützungsbedarf aufweist. Im Vergleich dazu zeigt die Gebrüder-Humboldt-Schule mit Stufe 3 nur einen moderaten Bedarf.

Im kommunalen Vergleich liegt Wedel mit einem gewichteten Durchschnitt von etwa 4,17 beim Sozialindex im Mittelfeld der betrachteten Städte in Schleswig-Holstein:

  • Höhere Werte (größerer Unterstützungsbedarf) zeigen sich in Städten wie Geesthacht, Elmshorn, Rendsburg und Heide, welche sozial stärkere Belastungen und damit höheren Förderbedarf aufweisen.
  • Niedrigere Werte (geringerer Unterstützungsbedarf) findet man in Städten wie Bad Oldesloe, Reinbek und Schleswig, die somit eine günstigere soziale Struktur an Schulen haben.

Wedel liegt knapp oberhalb von Itzehoe, Schleswig, Reinbek und Bad Oldesloe, jedoch deutlich unterhalb von Städten wie Geesthacht oder Elmshorn. Somit hat Wedel zwar einen moderaten Unterstützungsbedarf, es gibt jedoch klar Städte, in denen Schulen stärker belastet sind und dementsprechend einen höheren Bedarf an zusätzlichen Fördermaßnahmen aufweisen.

Insgesamt zeigt sich, dass Wedel im Vergleich zu anderen Städten Schleswig-Holsteins im soliden Mittelfeld liegt und weder besonders sozial belastet noch auffällig günstig positioniert ist. 

Förderbedarf laut Sozialindex und tatsächliche Förderung in Wedel

Eine direkte Gegenüberstellung des Förderbedarfs nach Sozialindex mit der tatsächlichen Förderung durch Stellen für Schulsozialarbeit ist schwierig, da in den Stellenplänen der verschiedenen Kommunen oft unklar bleibt, für welche Aufgaben Sozialpädagogen konkret angestellt sind.

Allerdings hat die Kommunalaufsicht der Stadt Wedel mehrfach festgestellt, dass Wedel in Bezug auf die Förderung deutlich vorn liegt. Dies bestätigt auch der Bericht des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein (Seite 197, Punkt 22.6). Der Bericht zeigt auf, dass die Spannbreite der Schülerzahlen pro sozialpädagogischer Stelle landesweit zwischen 1 zu 573 (Neumünster) und 1 zu 337 (Kreis Dithmarschen) liegt.  Wedel liegt mit ca. 280 Schülern je Stelle deutlich über diesem Landesdurchschnitt.

Im Haushalt 2025 sind für Personalausgaben in diesem Produkt 1.122.800 € angesetzt. Laut eigenen Berechnungen des LRH liegt der Eigenanteil der kreisangehörigen Kommunen bei 58,4 %. In Wedel liegt der Eigenanteil jedoch bei 76,8%. 

Quellen:

Index: Sozialindex_SH.pdf

Erklärungen und Erläuterung: Sozialindex_FAQ.pdf

Schülerzahl: Verzeichnis

gewichteter Durchschnitt: eigene Berechnung

Wie wird der gewichtete Durchschnitt berechnet und warum macht man das?

Was bedeutet gewichteter Durchschnitt?

Beim gewichteten Durchschnitt werden verschiedene Werte nicht einfach zusammengezählt und durch ihre Anzahl geteilt, sondern jeder Wert erhält ein eigenes Gewicht. Das Gewicht gibt an, wie stark der einzelne Wert in das Gesamtergebnis einfließt.

Wie wird der gewichtete Durchschnitt berechnet?

Die Formel für den gewichteten Durchschnitt lautet:

gewichteter Durchschnitt = (Wert1 × Gewicht1 + Wert2 × Gewicht2 + … + Wertn × Gewichtn) ÷ (Gewicht1 + Gewicht2 + … + Gewichtn)

Beispiel aus der Praxis (Sozialindex an Schulen):

Wenn eine Stadt drei Schulen hat, könnte die Berechnung so aussehen:

Schule Sozialindex Schülerzahl
Schule A 8 400
Schule B 5 200
Schule C 3 100

Die Berechnung ergibt sich wie folgt:

(8 × 400 + 5 × 200 + 3 × 100) ÷ (400 + 200 + 100) = 6,43

Warum berechnet man den gewichteten Durchschnitt?

Der gewichtete Durchschnitt spiegelt die Realität genauer wider, da er berücksichtigt, dass nicht alle Werte die gleiche Bedeutung haben. Beispielsweise werden große Schulen mit vielen Schülern stärker berücksichtigt, da sie eine größere Rolle für die Gesamtsituation einer Stadt spielen. Dadurch entsteht ein realistisches und differenziertes Bild der Lage, was insbesondere für Entscheidungen in Politik und Verwaltung von Bedeutung ist.

Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird

Jan Luechau 20. März 2025
4 Kommentare zu “Warum kein privater Investor die Badebucht übernehmen wird”

…und auch ein kommunales Erlebnisbad à la Arriba keine Lösung ist.

Die Badebucht ist inzwischen sichtbar in die Jahre gekommen. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 befindet sich das Bad zwar grundsätzlich in einem altersgerechten Zustand, doch notwendige Investitionen wurden aufgrund der angespannten Haushaltslage mehrfach zurückgestellt. Mittlerweile sind diese Investitionen jedoch unumgänglich geworden, da einige Schäden bei weiterer Verschlimmerung sogar eine sofortige Schließung erforderlich machen könnten.

Erhebliche finanzielle Mittel müssen ohnehin in die Badebucht investiert werden. Zudem nimmt der Zuschussbedarf der Kombibad GmbH aufgrund steigender Personal- und Energiekosten weiter zu. Aus diesem Grund diskutieren Verantwortliche bereits seit einiger Zeit über mögliche Konzeptänderungen.Ziel ist es, die wirtschaftliche Belastung langfristig zu reduzieren.

Dabei ist den meisten Beteiligten klar, dass eine vollständige Schließung keine sinnvolle Option darstellt. Die Schwimmbäder der umliegenden Gemeinden verfügen kaum über freie Kapazitäten, um Schulen und Vereine aus Wedel aufzunehmen. Wer eine Schließung ohne angemessene Alternative fordert, muss die weitreichenden Konsequenzen bedenken.

Aktuell beträgt der jährliche Zuschussbedarf etwa 2,4 Millionen Euro. Ursprünglich war zu Beginn des Betriebs lediglich ein Zuschussbedarf von 1,1 Millionen Euro geplant – eine Summe, die sich bereits kurz nach der Eröffnung als unrealistisch erwies, da die Nutzerzahlen deutlich überschätzt wurden. Das Defizit stieg rasch auf rund 2 Millionen Euro an und konnte zunächst durch gutes Management sowie externe Beratung stabil gehalten werden. Spätestens jedoch seit Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TvöD) und angesichts stark gestiegener Energiekosten sind derartige Einsparungen nicht mehr ausreichend.

Historisch betrachtet waren auch die beiden Vorgängerbäder – das Hallenbad an der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie das ehemalige Freibad – stets defizitär. Im Jahr 2003 belief sich das gemeinsame Defizit beider Bäder bereits auf rund 1 Million Euro (ohne Abschreibungen und Zinsen). Das alte Hallenbad war nach rund 30 Betriebsjahren stark sanierungsbedürftig. Das Freibad hingegen litt unter baulichen Mängeln, da es aufgrund ungeeigneten Bodens einsank und somit nicht weiter betrieben werden konnte. Die exakten Überlegungen und Gründe für den Bau der heutigen Badebucht könnten sicherlich im Rathaus-Archiv genauer recherchiert werden.

Um die Badebucht am jetzigen Standort überhaupt realisieren zu können, waren aufwendige bauliche Maßnahmen notwendig: Es mussten zahlreiche Betonpfähle in den Untergrund eingebracht werden, auf denen dann die Betonplatte als Fundament errichtet wurde. Diese Konstruktion setzt der Weiterentwicklung des Standortes enge Grenzen. Für eine notwendige Flächenerweiterung – egal ob für ein kommunales oder privat betriebenes Erlebnisbad – wäre auch eine Erweiterung der Betonplatte erforderlich. Dies würde die Baukosten jedoch drastisch erhöhen und somit private Investoren abschrecken. Auch für die Kommune wären derartige Kosten kaum zu rechtfertigen.

Zudem machen die Tarifgehälter nach TVöD den Betrieb für potenzielle private Betreiber unattraktiv. Um Personalkosten zu senken, wären private Betreiber vermutlich gezwungen, Mitarbeiter zunächst zu entlassen, um ihnen anschließend niedriger dotierte Arbeitsverträge anzubieten – keine erstrebenswerte Lösung.

Auch die geografische Lage und das Einzugsgebiet sprechen gegen die Errichtung eines größeren Erlebnisbades: Im Süden grenzt Wedel direkt an die Elbe, im Nordwesten liegen die H-Dörfer sowie Uetersen, im Norden Appen und Pinneberg. Im Osten befindet sich Hamburg, das eher Nutzer abzieht als nach Wedel bringt. Um zusätzliche Gäste aus Elmshorn oder Hamburg anzuziehen, die für einen rentablen Betrieb notwendig wären, müsste das Bad über ein attraktives Alleinstellungsmerkmal (USP) verfügen. Dies wiederum setzt teure bauliche Erweiterungen voraus und verdeutlicht erneut das Kernproblem.

Die nüchterne Wahrheit lautet deshalb: Kein privater Investor hat Interesse an der Übernahme der Badebucht – nicht einmal dann, wenn die Stadt den Abriss selbst finanziert und das Grundstück symbolisch für einen Euro anbietet.

Für eine Kommune wäre zudem das finanzielle Risiko deutlich zu hoch. Planungsfehler oder unerwartete Kostensteigerungen könnten den Zuschussbedarf eines solchen Erlebnisbades rasch in eine Höhe treiben, die für eine finanziell angeschlagene Kommune wie Wedel nicht tragbar wäre.

Sowohl die Kombibad GmbH als auch die Stadtwerke, der Aufsichtsrat und zuletzt auch die Politik haben sich intensiv mit verschiedenen Szenarien auseinandergesetzt. Hierzu werden voraussichtlich noch Veröffentlichungen folgen. Die aktuell bevorzugte Variante sieht ein Investitionsvolumen von 15,3 Millionen Euro vor. Bei gleichbleibenden Raten und einer Laufzeit von 30 Jahren läge die jährliche Tilgung bei rund 510.000 Euro. Im Haushalt 2024 war für das alte Darlehen eine Tilgung von 700.000 Euro veranschlagt – vermutlich handelte es sich dabei um ein Annuitätendarlehen. Somit wäre die zukünftige finanzielle Situation nicht schlechter als die bisherige. Die Zinsen sind bereits Bestandteil des um 700.000€ niedrigeren Zuschusses von 1,6 Millionen Euro.

Allerdings stellt der wachsende Schuldenberg ein zunehmendes Problem dar. Wir wissen bereits jetzt, dass der Schuldenstand auf etwa 135 Millionen Euro anwachsen wird und weitere unvermeidbare Investitionen – wie etwa der Bau einer neuen Feuerwache – bevorstehen. Da auf absehbare Zeit keine nennenswerten Haushaltsüberschüsse zu erwarten sind, wird die Verschuldung weiter zunehmen.

Für das Haushaltsjahr 2026 sind bereits Investitionen für die Steinberghalle (ca. 2.016.500 Euro) und (bald) die Badebucht (8.874.500 Euro) eingeplant, was zusammen bereits rund 10,9 Millionen Euro entspricht. Ein Großteil des Investitionsbudgets wäre somit bereits verplant, ohne dass bisher eine umfassende Priorisierung stattgefunden hätte.

Zukunft der Badebucht Wedel gesichert? Stadt plant Millioneninvestition

Jan Luechau 11. März 2025
Keine Kommentare zu “Zukunft der Badebucht Wedel gesichert? Stadt plant Millioneninvestition”

Ohne Modernisierung droht das Aus für Wedels einziges Schwimmbad

Die Stadt Wedel steht vor einer entscheidenden Weichenstellung für die Zukunft der Badebucht. In der Ratssitzung am 27. März 2025 soll über die Finanzierung der dringend notwendigen Modernisierung des Kombibads entschieden werden. Sollte diese ausbleiben, droht der Stadt ein Schwimmbad-Aus, mit gravierenden Folgen für den Schul- und Vereinssport.

Warum ist die Modernisierung notwendig?

Die Badebucht ist in die Jahre gekommen und weist einen hohen Investitionsbedarf auf. Ohne grundlegende Sanierungsmaßnahmen kann der laufende Betrieb langfristig nicht aufrechterhalten werden.

Bereits am 17. Oktober 2024 hat der Rat im nicht-öffentlichen Teil eine Empfehlung für die Zukunft der Badebucht ausgesprochen. Die Geschäftsführung der Kombibad GmbH wurde beauftragt, eine überarbeitete Variante 3 weiterzuverfolgen. Diese sieht eine Fokussierung auf Schwimmsport und Schwimmausbildung vor, wobei die Sauna und Gastronomie optional weiterbetrieben werden können.

Die nun vorgelegte Finanzierungsplanung ist der entscheidende Schritt, um diesen Plan Realität werden zu lassen. Denn klar ist: Ohne eine gesicherte Finanzierung wird der Weiterbetrieb der Badebucht nicht möglich sein.

Hoher Jahresfehlbetrag: Stadt gleicht Verluste aus – Modernisierung soll Zuschussbedarf senken

Die Badebucht arbeitet seit Jahren mit einem hohen Jahresfehlbetrag, der von der Stadt Wedel durch den Defizitausgleich gedeckt wird. Die aktuellen Zahlen aus dem Wirtschaftsplan 2025-2028 zeigen ein deutliches strukturelles Defizit:

Jahr Geplanter Jahresfehlbetrag (€)
2025 -2.523.500
2026 -2.206.500
2027 -2.116.500
2028 -1.792.000

Die geplante Modernisierung verfolgt nicht nur das Ziel, die Badebucht weiter betreiben zu können, sondern auch langfristig die Betriebskosten zu senken. Durch Maßnahmen wie:

  • Energetische Sanierung (u. a. Gebäudeisolierung, neue Wasseraufbereitung)
  • Effizienzsteigerung bei der Technik
  • Reduzierung nicht kostendeckender Bereiche

soll sich der jährliche Zuschussbedarf verringern. Der Wirtschaftsplan zeigt, dass bereits 2028 ein Rückgang des Defizits auf unter 1,8 Millionen Euro erwartet wird.

Was passiert, wenn die Finanzierung scheitert?

  • Keine Schwimmstätte mehr: Die Badebucht müsste schließen, Wedel hätte dann kein öffentliches Schwimmbad mehr.
  • Schul- und Vereinsschwimmen in Gefahr: Schüler, Vereine und Freizeitschwimmer müssten auf Bäder in umliegenden Städten ausweichen – falls Kapazitäten dort überhaupt vorhanden sind.
  • Langfristige Folgen für die Stadt: Ohne eine Schwimmstätte verliert Wedel ein wichtiges Freizeit- und Sportangebot, was auch die Attraktivität der Stadt für Familien und Vereine schwächen würde.

Wie geht es weiter?

Am 17. März 2025 berät der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) über den Finanzierungsplan. Die finale Entscheidung fällt am 27. März 2025 im Rat der Stadt Wedel. Sollte der Beschluss positiv ausfallen, könnte die Modernisierung 2026 beginnen und die neue Badebucht im März 2027 eröffnen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Zukunft des Schwimmbads sein – und damit für alle, die auf eine funktionsfähige Schwimmstätte angewiesen sind.

Ausschusswoche März: Wichtige Themen und Entscheidungen

Jan Luechau 11. März 2025
Keine Kommentare zu “Ausschusswoche März: Wichtige Themen und Entscheidungen”

Ausschusswoche in Wedel: Wichtige Themen und Entscheidungen

In der kommenden Woche stehen in Wedel mehrere Ausschusssitzungen an, die richtungsweisende Entscheidungen für die Stadt bringen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen:


Planungsausschuss – 11. März 2025

📍 Rathaus Wedel | 🕕 18:30 Uhr

Zur Sitzungseinladung

  • Diskussion über das Innenstadtentwicklungskonzept
  • Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Goethestraße 59
  • Beantwortung von Einwohnerfragen zu verschiedenen Bauprojekten

Sozialausschuss – 11. März 2025

📍 Rathaus Wedel | 🕕 19:00 Uhr

Zur Sitzungseinladung

  • Bericht zur aktuellen Belegung der städtischen Unterkünfte

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport – 12. März 2025

📍 Rathaus Wedel | 🕕 19:00 Uhr

Zur Sitzungseinladung

  • Einführung einer Gebühr für die musikalische Früherziehung in Kitas
  • Vorstellung des Jahresberichts der Stadtbücherei

Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss – 13. März 2025

📍 Rathaus Wedel | 🕕 19:00 Uhr

Zur Sitzungseinladung

  • Vorstellung des neuen Fachbereichsleiters für Bauen und Umwelt
  • Bericht über die Zukunft des Kohlekraftwerks in Wedel
  • Antrag der CDU zur Rücknahme der Carsharing-Ausschreibung

Haupt- und Finanzausschuss – 17. März 2025

📍 Rathaus Wedel | 🕕 19:00 Uhr

Zur Sitzungseinladung

  • Vorstellung des Jahresabschlusses 2023 und Stellungnahme der Bürgermeisterin
  • Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung
  • Erhöhung der Vergnügungssteuer auf 20 % zur Verbesserung der städtischen Finanzen

Wichtige Anträge und Beschlüsse

  • 📌 CDU-Antrag: Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung
  • 📌 WSI-Antrag: Einführung fester Budgetgrenzen für verschiedene städtische Bereiche
  • 📌 FDP-Antrag: Nachbesetzung offener Stellen in der Verwaltung

Ichhalten Sie über die Entwicklungen in den Ausschüssen auf dem Laufenden. Bleiben Sie informiert auf wedel-politik.de!

  1. Neues aus dem Rat: Wichtige Themen für Wedel im Fokus
  2. Zurück zur Sachlichkeit: Meine Antwort auf die Diskussion um „Lea Amann“
  3. Aktuelles KW04: Wichtige Themen und Debatten in Wedel
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