wedel-politik.de
Sign In
wedel-politik.de
  • Kommunalpolitik Wedel
  • KONTAKT
  • SUCHE
  • Themen
    • PLA
    • BKS
    • SOZ
    • UBF
    • HFA
    • Rat
    • Haushalt
    • Erläuterungen
    • Haushaltskonsolidierung
  • FAQ

Bericht zur Unterrichtsversorgung und -organisation an Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein

Jan Luechau 06. November 2024
Keine Kommentare zu “Bericht zur Unterrichtsversorgung und -organisation an Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein ”

Der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein hat im Jahr 2024 erstmals die Unterrichtsversorgung und -organisation an den Gemeinschaftsschulen des Landes überprüft. Dieser Bericht legt offen, welche Herausforderungen Schulen in der Praxis zu bewältigen haben und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft.

Exkurs: Was ist der Landesrechnungshof und welche Aufgaben hat er?

Der Landesrechnungshof ist eine unabhängige Institution, die als oberste Rechnungsprüfungsbehörde eines Bundeslandes agiert. Seine Hauptaufgabe ist die Überwachung der wirtschaftlichen und rechtmäßigen Verwendung öffentlicher Mittel. Dabei prüft der Landesrechnungshof, ob die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Verwaltung effizient, sparsam und im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften erfolgt. Er erstellt Berichte über seine Prüfungen und legt diese dem Landtag vor, um die öffentliche Finanzkontrolle und Transparenz zu gewährleisten. Die Empfehlungen des Landesrechnungshofs sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verwaltungspraxis und dienen dazu, Schwachstellen aufzudecken und Optimierungen anzuregen.

1. Prüfungsgegenstand

Die Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein wurden als Schulart zum ersten Mal genauer betrachtet. Im Jahr 2022 flossen etwa 500 Millionen Euro in das Personal von 180 Gemeinschaftsschulen, darunter 44 mit einer eigenen Oberstufe. Der Bericht untersucht die spezielle Situation dieser Schulen, die oft mit sehr unterschiedlichen Klassengrößen und einer ungleichen Verteilung der Lehrkräfte konfrontiert sind.

2. Unterrichtsversorgung - Anspruch und Wirklichkeit

  • Zielsetzung: Das Bildungsministerium plante eine Bedarfsdeckung von 102 bis 103 %. Dabei wurden jedoch alle Lehrkräfte-Stellen gezählt, unabhängig davon, ob diese tatsächlich besetzt waren.
  • Ergebnisse der Stichprobe: Bei einer Untersuchung von 19 Gemeinschaftsschulen kam der Landesrechnungshof auf eine durchschnittliche Unterrichtsversorgung von 96,7 %. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Schulen, mit Werten von 90,4 % bis 101,4 %. Dies verweist auf erhebliche Defizite in der Ressourcenverteilung.
  • Unterschiede in den Fachbereichen: Während die Hauptfächer Deutsch (101,3 %), Mathematik (100,9 %) und Englisch (98,2 %) gut abgedeckt sind, gibt es bei anderen Fächern deutliche Defizite:
    • Naturwissenschaften: 94,6 % der Unterrichtsstunden konnten hier erteilt werden, oft durch fachfremde Lehrkräfte.
    • Ästhetische Bildung und Sport: Hier wurden nur 83 % der vorgesehenen Stunden abgedeckt.
    • Arbeit, Wirtschaft und Verbraucherbildung: Nur knapp die Hälfte der Stunden (49,8 %) konnte tatsächlich erteilt werden.
    • Wahlpflichtfächer in höheren Klassen: In diesen Bereichen lag die Abdeckung noch niedriger, etwa bei 44,8 % im Wahlpflichtbereich II.
  • Fokus auf Hauptfächer: Die Konzentration auf die Hauptfächer, die eine solide Grundlage für Schüler bieten, wird als sinnvoll erachtet. Doch es zeigt sich, dass eine dauerhafte Unterversorgung in bestimmten Nebenfächern langfristige Auswirkungen haben könnte.

3. Unterrichtsorganisation und -strukturen

  • Klassengrößen: Die durchschnittliche Klassengröße wurde in zwei Varianten berechnet:
    • Ohne doppelte Zählung der inklusiv beschulten Kinder (Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf): Die durchschnittliche Klassengröße lag hier bei 22,6 Schüler*innen.
    • Mit doppelter Zählung der inklusiv beschulten Kinder: Durch diese Berechnung stieg die durchschnittliche Klassengröße auf 24,7. Diese Zahl kommt der vom Bildungsministerium geplanten Klassengröße von 25 sehr nahe.
    Bemerkenswert ist jedoch, dass nur etwa 20 % der Schulen tatsächlich die Zielgröße erreichen, während die Klassengrößen in vielen Fällen stark variieren. Das führt zu einer ungleichmäßigen Ressourcennutzung.
  • Doppelbesetzungen und Differenzierung: Einige Schulen setzen in anspruchsvollen Klassen eine Doppelbesetzung mit zwei Lehrkräften ein. Der Landesrechnungshof empfiehlt, in diesen Fällen statt einer zweiten Lehrkraft eher pädagogische Fachkräfte, wie Sozialpädagogen, einzusetzen. So könnte die knappe Ressource „Lehrkraft“ gezielter eingesetzt werden.

4. Lehrkräfteversorgung und Mangelfächer

  • Lehrkräftemangel: Viele Gemeinschaftsschulen beklagen einen spürbaren Mangel an Fachlehrkräften, besonders in Musik, Physik, Informatik und Chemie. Auch Lehrkräfte für Religion, Kunst und Englisch fehlen oft.
  • Studierende als Ersatz: In vielen Fällen werden Studierende eingesetzt, um den Unterrichtsbedarf abzudecken. Langfristig ist dies jedoch keine Lösung und stellt nur eine Überbrückung dar.
  • Herausforderung steigender Schülerzahlen: Durch Geburtenanstieg und Zuwanderung wird die Schülerzahl in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Ohne geeignete Maßnahmen könnte sich die Versorgungslücke weiter verschärfen.

5. Empfehlungen und Ausblick

  • Effizientere Klassenbildung: Der Landesrechnungshof betont die Notwendigkeit, die Klassenbildung an großen Schulen besser zu organisieren, um Ressourcen effizienter zu nutzen. Beispielsweise hätte man durch eine Reduktion von 18 Klassen eine spürbare Verbesserung erreichen können, ohne dabei die Klassengrößen stark zu erhöhen.
  • Stellenreserve und Quereinsteiger: Eine Stellenreserve könnte helfen, Unterrichtsausfälle bei unerwarteten Engpässen aufzufangen. Zudem empfiehlt der Landesrechnungshof die verstärkte Nutzung von Quereinsteigern. Qualifizierte befristet beschäftigte Lehrkräfte könnten übernommen werden, wenn sie sich bewährt haben.
  • Anpassung der Stundentafel: Der Bericht schlägt eine Überarbeitung der Stundentafel vor, um den Bedürfnissen der Gemeinschaftsschulen besser gerecht zu werden. So könnten z. B. Klassenlehrerstunden und praxisorientierte Fächer stärker berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung

Der Bericht zeigt deutlich, wie komplex die Herausforderungen an den Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein sind. Neben einem Mangel an Fachkräften gibt es große Unterschiede in der Klassengröße und Unterversorgung in vielen Nebenfächern. Die Empfehlungen des Landesrechnungshofes zielen darauf ab, durch eine klügere Nutzung der vorhandenen Ressourcen und eine bessere Organisation die Unterrichtsqualität zu sichern. Ein optimierter Einsatz von multiprofessionellen Teams und die Einbindung von Quereinsteigern könnten die Situation langfristig stabilisieren und für eine zukunftssichere Versorgung sorgen.

 

Hier geht es zum Bericht

Neuesten Artikel auf wedel-politik.de

Jan Luechau 31. Oktober 2024
Keine Kommentare zu “Neuesten Artikel auf wedel-politik.de”

Liebe Wedelerinnen und Wedeler,

die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen in unserer Stadt sind spannender denn je! In den jüngsten Artikeln auf Wedel-Politik.de erfahren Sie alles über die wichtigen Sitzungen, Projekte und Ideen, die Wedel bewegen. Von den Haushaltsanträgen und neuen Finanzierungsansätzen bis hin zu den Zukunftsideen unserer Bürger*innen – lesen Sie mehr über die Schwerpunkte der Stadtpolitik.

➡️ Bildung, Kultur und Sport im Fokus:

Die Einladung zur 13. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport (BKS) steht im Zeichen umfangreicher Haushaltsberatungen für das Jahr 2025. In dieser Sitzung werden die finanziellen Anträge der Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen besprochen, ebenso wie notwendige Zuschüsse zur Förderung kultureller Projekte. Besonders im Fokus stehen die umfangreichen Betriebskostenzuschüsse für Kindertagesstätten, die steigende Anforderungen im Bereich Instandhaltung und Betrieb abdecken sollen. Alle Details zur Agenda und den vorgeschlagenen Beschlüssen finden Sie in der Zusammenfassung: Zur BKS-Zusammenfassung

➡️ UBF: Steinberghalle im Fokus

Die Steinberghalle, eine zentrale Sport- und Veranstaltungshalle in Wedel, benötigt dringend eine neue Beleuchtungsanlage, die den Anforderungen der 2. Basketball-Bundesliga entspricht. Dies ist eines der Kernthemen der 12. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Verkehr (UBF). Geplant ist eine umfassende Sanierung und Anpassung der Hallentechnik, um den Betrieb und die sportlichen Veranstaltungen langfristig zu sichern. Auch die Gestaltung des Umfelds und neue infrastrukturelle Maßnahmen, die Wedel nachhaltig stärken, sind auf der Agenda des UBF. Mehr zur Steinberghalle und den weiteren Projekten finden Sie in der Zusammenfassung: Zur UBF-Zusammenfassung

➡️ Umfrageergebnisse zum Wedel-Kennzeichen WED:

Die Einführung des WED-Kennzeichens hat eine breite Diskussion unter den Wedeler*innen ausgelöst. In einer Umfrage haben Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zur Wiedereinführung des historischen Kennzeichens geteilt, und die Ergebnisse sind nun ausgewertet. Viele Wedeler verbinden Positives und ein Gefühl von Identität mit dem „WED“-Kennzeichen. Lesen Sie hier, wie die Umfrage ausgegangen ist: Zur Umfrageauswertung

➡️ Haushaltskonsolidierung durch öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP):

Ein weiteres wichtiges Thema für Wedel ist die Haushaltssicherung, und öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) werden als mögliche Lösung diskutiert. Durch die Einbindung privater Partner könnten notwendige Investitionen und öffentliche Aufgaben finanziell besser gestemmt werden. In einem Artikel beleuchten wir die Potenziale und Herausforderungen solcher Partnerschaften und zeigen auf, wie ÖPPs zur langfristigen Stabilität des Haushalts beitragen könnten: Zum Artikel über ÖPP

➡️ Ideen der Bürgerinnen und Bürger:

Welche Möglichkeiten gibt es für Wedel, Kosten einzusparen und gleichzeitig neue Einnahmequellen zu schaffen? Unsere Bürgerinnen und Bürger haben ihre Ideen und Vorschläge eingereicht, um Wedel finanziell nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten. Von kreativen Ideen zur Einnahmegenerierung bis hin zu Einsparpotenzialen – die wertvollsten Vorschläge finden Sie in diesem Artikel: Zum Artikel über Einsparideen

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erfahren Sie, welche Themen unsere Stadt beschäftigen und wie Sie sich einbringen können! 🌐

Auswertung Umfrage "WED" Kennzeichen

Jan Luechau 29. Oktober 2024
Keine Kommentare zu “Auswertung Umfrage "WED" Kennzeichen”

Ich hatte die Frage gestellt: 

  • Wie stehen Sie zu der möglichen Einführung eines „WED“-Kennzeichens für Wedel?

Insgesamt haben 45 User abgestimmt. Das Ergebnis ist eindeutig:

100 % Zustimmung für die Antwortoption 1: Ich finde die Idee super und unterstütze das "WED"- Kennzeichen.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden. Das Ergebnis steht im deutlichen Kontrast zur Diskussion in den Sozialen Medien. Hier haben einige Kommentatoren auf Ihre bekannte Art versucht, dass Projekt madig zu reden. Geäußert wurde z.B. 

  • Solange es nur Kosten verursacht, passt es ja zu Wedel!
  • Soll Wedel weiter negative Schlagzeilen verursachen?
  • Kostet nur unnötig Geld, das man sinnvoller verwenden kann.
  • Watn Unsinn.

Wedel selbst hat leider wenig Einfluss auf die Entscheidung. Entschieden wird dies auf Bundes- und Kreisebene. Aber erst einmal ist es auch nur eine Idee.

Neueste Artikel vom 25.10.2024

Jan Luechau 29. Oktober 2024
Keine Kommentare zu “Neueste Artikel vom 25.10.2024”

1. Transparenz in der Kommunalpolitik

Transparenz ist das Fundament unserer demokratischen Arbeit. Erfahren Sie mehr über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Schleswig-Holstein und die Schwierigkeiten die damit einher gehen.

Transparenz in der Kommunalpolitik

2. Haushaltsplanung 2025 – Herausforderungen und Lösungen

Die Haushaltsplanung für das Jahr 2025 zeigt ein hohes Defizit auf. In diesem Artikel erkläre ich die Gründe, darunter sinkende Gewerbesteuereinnahmen und steigende Kosten für die Instandhaltung städtischer Gebäude. Zum Haushalt 2025 wird es noch weitere Artikel geben. Diese Zusammenfassung beruht bis jetzt nur auf die Beschlussvorlagen der Verwaltung. Der Haushalt ist zwar durch die politischen Beschlüsse, die im laufe des Jahres gefällt wurden, beeinflusst worden. Die eigentlichen Haushaltsberatungen fangen aber jetzt erst an. Eine Entscheidung wird im Dezember fallen.

Haushalt 2025

3. Einladung zur 11. Sitzung des Planungsausschusses (PLA)

Erfahren Sie, welche wichtigen Entscheidungen im Planungsausschuss zur Debatte stehen, darunter die Nutzungsänderung der Rissener Straße 94 zur Unterbringung von Flüchtlingen und Obdachlosen. Bürger sind herzlich eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen und sich zu informieren.

11. Sitzung des PLA - Zusammenfassung der Einladung

4. Einladung zur 13. Sitzung des Sozialausschusses (SOZ)

Im Sozialausschuss werden Zuschussanträge für 2025 sowie Maßnahmen zur Unterstützung sozialer Projekte in Wedel diskutiert. In diesem Artikel erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur kommenden Sitzung und zu den geplanten Förderungen für Organisationen und Vereine, die sich in unserer Stadt engagieren.

13. Sitzung des SOZ - Zusammenfassung der Einladung

Bleiben Sie informiert und bringen Sie sich aktiv in die Diskussionen ein – gemeinsam können wir die Zukunft von Wedel gestalten.

Herzliche Grüße

Jan Lüchau

Wie kann Wedel Kosten einsparen und Einnahmen generieren? Ideen der Bürgerinnen und Bürger

Jan Luechau 21. Oktober 2024
Keine Kommentare zu “Wie kann Wedel Kosten einsparen und Einnahmen generieren? Ideen der Bürgerinnen und Bürger”

Die Stadt Wedel steht, wie viele andere Kommunen, vor der Herausforderung, ihre Finanzen zu konsolidieren. Um langfristig eine stabile finanzielle Basis zu schaffen, haben wir die Bürgerinnen und Bürger nach ihren Ideen gefragt, wie Wedel Kosten einsparen oder neue Einnahmequellen erschließen kann. Die Antworten zeigen ein breites Spektrum an Vorschlägen, die sowohl kurzfristige Maßnahmen als auch langfristige strukturelle Veränderungen beinhalten.

1. Verwaltung effizienter gestalten und Kosten senken

Ein oft genannter Punkt ist die Verwaltung der Stadt. Bürgerinnen und Bürger sehen hier Potenzial für Einsparungen durch:

  • Reduzierung des Personalaufbaus: Anstatt neue Positionen wie Citymanager oder Mobilitätsmanager zu schaffen, sollten bestehende Aufgaben durch das vorhandene Personal übernommen werden. Die fortschreitende Digitalisierung in der Verwaltung könnte helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und Personal zu reduzieren.
  • Verzicht auf teure Machbarkeitsstudien: Es gibt zu viele teure externe Machbarkeitsstudien, die am Ende oft in den Schubladen verschwinden, ohne umgesetzt zu werden. Dies ist eine Belastung für den Haushalt, ohne direkten Nutzen. Künftig sollte der Einsatz solcher Studien stärker hinterfragt und nur dann beauftragt werden, wenn eine Umsetzung sicher ist.

2. Förderung von Wirtschaft und Unternehmen

Ein weiterer großer Punkt, den Bürger ansprechen, ist die Notwendigkeit, Wedel für Unternehmen attraktiver zu machen. Hier einige konkrete Vorschläge:

  • Senkung der Gewerbesteuer: Eine Senkung der Gewerbesteuer würde Wedel als Standort für Unternehmen, insbesondere im Vergleich zu Hamburg, attraktiver machen. Mehr Unternehmen würden sich ansiedeln, was langfristig zu höheren Steuereinnahmen führt.
  • Entwicklung des Businessparks und des Gründerzentrums: Der Businesspark sollte weiterentwickelt werden, um Startups und innovative Unternehmen anzuziehen. Das Gründerzentrum bietet hier eine große Chance, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und durch Unternehmensgründungen langfristig Steuereinnahmen zu generieren.
  • Wirtschaftsfreundliche Infrastruktur: Eine schnellere Bearbeitung von Bauanträgen und eine vereinfachte Bürokratie könnten die Ansiedlung neuer Firmen beschleunigen. Die Nähe zu Hamburg sollte aktiv genutzt werden, um Unternehmen für den Standort Wedel zu gewinnen.

3. Priorisierung bei Bauprojekten

Einige Bürgerinnen und Bürger äußerten sich kritisch zu den aktuellen Bauprojekten und sahen hier Einsparpotenzial:

  • Baumaßnahmen verschieben: Straßenbauprojekte wie der Ausbau des Tinsdaler Wegs oder des Breiten Wegs sollten nur dann durchgeführt werden, wenn eine unmittelbare Gefahr besteht. Maßnahmen, die aktuell nicht dringend notwendig sind, könnten aufgeschoben werden, um Kosten zu senken.
  • Sanierung statt Neubau: Statt kostspielige Neubauten, wie beispielsweise eine neue Tiefgarage am ZOB, könnten Sanierungen von bestehenden Gebäuden und Infrastrukturen in Erwägung gezogen werden, um Kosten zu minimieren.

4. Einnahmen durch Strafgebühren und Parkgebühren

Einige Bürger sehen Potenzial in der Erhöhung von Strafgebühren und der Einführung von Parkgebühren:

  • Erhöhung von Bußgeldern: Die Verstärkung der Kontrollen von Ordnungswidrigkeiten, wie das Nichtaufheben von Hundekot oder das Parken in unzulässigen Bereichen, könnte nicht nur die Ordnung in der Stadt verbessern, sondern auch zusätzliche Einnahmen durch höhere Bußgelder generieren.
  • Einführung von Parkgebühren: In bestimmten Bereichen, wie dem ZOB oder stark frequentierten Straßen, könnten Parkgebühren eingeführt werden. Diese Maßnahme würde nicht nur Einnahmen generieren, sondern auch den Verkehr und die Parkplatznutzung effizienter gestalten.

5. Verlegung des Wochenmarktes und Verkauf des Marktplatzes

Ein Vorschlag zur Einnahmengenerierung betrifft den Marktplatz:

  • Verlegung des Wochenmarktes: Der Wochenmarkt könnte in die Bahnhofstraße verlegt werden, was die Belebung dieses Bereichs am Wochenende fördern würde. Gleichzeitig könnte dies die Attraktivität der Bahnhofstraße erhöhen und mehr Besucher anziehen.
  • Verkauf des Marktplatzes: Der frei werdende Marktplatz könnte verkauft oder anders genutzt werden, was erhebliche Einnahmen für die Stadt generieren könnte. Ein solcher Verkauf müsste natürlich sorgfältig geprüft werden, um die Auswirkungen auf das Stadtbild und die langfristige Nutzung der Fläche zu berücksichtigen.

6. Stärkung des Tourismus

Einige Bürger schlagen vor, Wedel als Touristenziel weiter auszubauen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren:

  • Touristische Attraktionen fördern: Die Stadt könnte ihre Nähe zur Elbe und die bestehende touristische Infrastruktur besser vermarkten, um mehr Tagesbesucher anzuziehen. Einrichten einer Fußgängerzone oder die Verbesserung der Busverbindungen vom Bahnhof zum Hafen könnten die Attraktivität für Besucher steigern und mehr Einnahmen aus dem Tourismus generieren.

7. Kooperationen und langfristige Wirtschaftsförderung

Langfristig sehen die Bürger vor allem in der Wirtschaftsförderung großes Potenzial:

  • Kooperation mit Hamburg: Eine engere Zusammenarbeit mit Hamburg, insbesondere in Bezug auf das Fernwärmenetz oder andere Infrastrukturprojekte, könnte Wedel stärken. Eine wirtschaftsfreundliche Politik könnte dazu beitragen, Unternehmen anzulocken, die vom Hamburger Markt profitieren wollen.
  • Wirtschaft als Basis für Wachstum: Einige Bürger betonen, dass Wedel mehr als nur ein touristisches Ziel sein sollte. Statt auf reine Tourismusförderung zu setzen, sollte die Stadt Unternehmen anziehen, die Arbeitsplätze schaffen und Gewerbesteuern zahlen.

Fazit: Ein Mix aus Einsparungen und neuen Einnahmen

Die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, die finanzielle Lage der Stadt Wedel zu verbessern. Durch gezielte Einsparungen in der Verwaltung und eine Priorisierung von Bauprojekten könnten Kosten gesenkt werden. Gleichzeitig bieten Maßnahmen wie die Förderung von Unternehmen, die Erhöhung von Bußgeldern und eine stärkere Vermarktung des Tourismus Potenzial für zusätzliche Einnahmen.

 

  1. Neue Artikel auf Wedel-Politik.de
  2. Update aus der Ausschusswoche 01. - 03.10
  3. Neueste Beiträge auf meiner Website
  4. Finanzielle Stabilität sichern: Die Rolle der Kommunalaufsicht und der Haushaltskonsolidierungserlass in Schleswig-Holstein

Seite 13 von 15

  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15

Hinweise

  • LOGIN
  • Impressum
  • Datenschutzhinweis
  • Newsletter abonnieren
  • Disclaimer
  • AKTUELLES
  • News-Sitemap
wedel-politik.de
  • Kommunalpolitik Wedel
  • KONTAKT
  • SUCHE
  • Themen
    • PLA
    • BKS
    • SOZ
    • UBF
    • HFA
    • Rat
    • Haushalt
    • Erläuterungen
    • Haushaltskonsolidierung
  • FAQ