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Jetzt erst recht: Warum öffentliche Debatte mehr braucht als laute Empörung

Jan Luechau 13. April 2025
Keine Kommentare zu “Jetzt erst recht: Warum öffentliche Debatte mehr braucht als laute Empörung”

Es ist in diesen Tagen viel geschrieben worden. Auf Facebook, auf meiner Homepage, öffentlich, persönlich, emotional. Was mit einem kritischen Kommentar zur Wedeler Innenstadt begann, hat sich zu einer hitzigen Debatte über Stil, Plattformen und den Umgang mit Kritik entwickelt. Dass wir diskutieren, ist gut. Dass wir dabei den Respekt voreinander nicht verlieren – noch besser.

Denn: Demokratie braucht Meinungsvielfalt. Und sie braucht Haltung. Von allen Seiten.

Ich habe öffentlich Stellung bezogen zu einem Beitrag von Frau Binz-Vedder. In meiner Rubrik „Meine Meinung“. Deutlich, aber nicht diffamierend. Kritisch, aber nicht persönlich. Ich habe versucht, der Zuspitzung eine Einordnung entgegenzustellen – weil ich glaube, dass es in der politischen Debatte beides braucht: Emotionen und Fakten. Kritik und Perspektiven.

Was folgte, war eine Welle öffentlicher Vorwürfe – unter anderem von Frau Binz-Vedder, aber auch von Herrn Kaser, Frau Brand und Herrn Fuchs. Sie reichen von der Kritik an meiner Homepage über Fragen der Fairness bis hin zu persönlichen Angriffen.

In diesem Zusammenhang sei auch klargestellt: Alle Facebook-Links, die ich zitiert oder kommentiert habe, führen in die öffentliche Gruppe „Wedel-Germany“. Diese Gruppe ist für jeden einsehbar – auch ohne Facebook-Account. Die Beiträge sind somit Teil des öffentlichen Raums, nicht privater Austausch.

Und ebenfalls klar ist: An keiner Stelle gab es bislang einen sachlichen Austausch zu meinen kritischen Äußerungen. Statt auf Argumente wurde mit Unterstellungen reagiert. Persönliche Angriffe haben die Debatte überlagert, Inhalte wurden kaum reflektiert. Genau das ist das Problem, nicht die Diskussion selbst.

Zur Klarstellung:

  • Meine Homepage ist öffentlich, transparent und klar gekennzeichnet. Sie erhebt nicht den Anspruch, eine offizielle Seite der Stadt Wedel zu sein. Wer möchte, kann sich jederzeit ein eigenes Bild machen.
  • Ich lade zur Diskussion ein – nicht zum Shitstorm. Ich habe niemanden persönlich diskreditiert, sondern öffentlich geteilte Inhalte kommentiert – wie es demokratisch legitim ist.
  • Kritik ist erlaubt – aber nicht jede Kritik ist richtig. Frau Brand und Herr Fuchs unterstellen mir Einseitigkeit oder fehlende Offenheit. Wer meine Beiträge kennt, weiß: Ich begründe, ich antworte, ich stehe ein.
  • Persönliche Angriffe führen uns nicht weiter. Wenn Begriffe wie „He Lücht“, „Schauspieler“ oder „trojanisches Pferd“ bemüht werden, geht es längst nicht mehr um Inhalte.

Was ich mir wünsche:

  • Ehrliche Diskussion, keine Empörungsrhetorik
  • Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven
  • Keine persönlichen Zuschreibungen – an niemanden
  • Mehr Fokus auf Lösungen als auf Lagerdenken

Ich bin gerne bereit, in einen echten Austausch zu gehen – auf meiner Homepage, per E-Mail, im persönlichen Gespräch oder in Veranstaltungen. Aber ich lasse mich nicht davon abhalten, meine Meinung zu äußern – sachlich, offen, demokratisch.

Ich bleibe dabei: Unsere Stadt ist nicht verloren. Und die Diskussion darüber auch nicht. Aber wir sollten sie so führen, dass man danach noch miteinander reden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Lüchau

Wenn Kritik zur persönlichen Abrechnung wird

Jan Luechau 12. April 2025
Keine Kommentare zu “Wenn Kritik zur persönlichen Abrechnung wird”

In einem öffentlichen Facebook-Beitrag äußerte sich Bürgermeister a.D. Gernot Kaser in einer Weise, die persönliche Grenzen überschreitet. Statt sachlicher Kritik enthält der Beitrag massive Vorwürfe, Beleidigungen und Falschbehauptungen. Hier ist meine Antwort – mit Haltung, Fakten und einem klaren Kontrast im Ton.

Wenn Kritik zur persönlichen Abrechnung wird

 

Weniger Ausschusssitzungen im April – kein Widerspruch zur Haushaltskonsolidierung

Jan Luechau 11. April 2025
Keine Kommentare zu “Weniger Ausschusssitzungen im April – kein Widerspruch zur Haushaltskonsolidierung”

In der April-Ausschusswoche 2025 waren wie gewohnt fünf Ausschusssitzungen in Wedel geplant. Stattgefunden haben lediglich der Planungsausschuss und der Sozialausschuss. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sowie der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss sind hingegen ausgefallen – aufgrund fehlender konkreter Themen und Beschlussvorlagen. Eventuell fällt auch der Haupt- und Finanzausschuss, der erst nach den Osterferien tagen soll, aus

Angesichts der angespannten Haushaltslage mag das auf den ersten Blick überraschen. Immerhin wurde Ende März der Haushalt 2025 beschlossen – samt eines umfassenden Begleitbeschlusses und 30 Konsolidierungsmaßnahmen, die in den kommenden Monaten auf ihre Umsetzung geprüft werden sollen.

Doch gerade deshalb ist es nachvollziehbar, dass es aktuell noch keine neuen Themen für die Ausschüsse gibt. Die Verwaltung befindet sich in der Startphase der Umsetzung: Projektgruppen werden gebildet, Zuständigkeiten geklärt, erste Bewertungen vorgenommen. Belastbare Ergebnisse, die in den Gremien beraten oder beschlossen werden können, liegen derzeit schlichtweg noch nicht vor.

Natürlich könnte man Ausschusssitzungen auch nutzen, um bereits bekannte Themen weiter zu diskutieren – doch genau das wurde in den vergangenen Monaten ausgiebig getan. Jede zusätzliche Sitzung bindet Ressourcen in der Verwaltung und verursacht Kosten – in einer Zeit, in der jeder Euro zweimal umgedreht werden muss. Es stellt sich die Frage: Was soll jetzt noch diskutiert werden, das nicht bereits längst politisch eingeordnet wurde?

Entscheidend ist nun, dass die Verwaltung ihre Prüfaufträge mit Sorgfalt, aber auch mit Tempo bearbeitet – und die Ausschüsse sich dann wieder mit fundierten Grundlagen befassen können. Politische Arbeit bedeutet nicht nur Debatte, sondern auch das Abwarten auf verwaltungsseitige Zuarbeit, um anschließend kluge, nachhaltige Entscheidungen treffen zu können.

„Diskutieren um des Diskutierens willen bringt uns in dieser Phase nicht weiter. Jetzt ist es an der Verwaltung, ihre Arbeit aufzunehmen und konkrete Ergebnisse zu liefern. Erst dann können wir als Politik fundierte Entscheidungen treffen – genau das ist verantwortungsvolles Handeln in Zeiten knapper Kassen.“

Neue Rubrik: Haushaltssicherung 2028 – was auf dem Spiel steht

Jan Luechau 03. April 2025
Keine Kommentare zu “Neue Rubrik: Haushaltssicherung 2028 – was auf dem Spiel steht”

Die finanzielle Lage der Stadt Wedel ist ernst – und sie betrifft uns alle. Deshalb habe ich auf wedel-politik.de eine neue Rubrik eingerichtet: Haushaltssicherung 2028.

Dort erkläre ich verständlich,
📉 welche Maßnahmen zur Sanierung des Haushalts geplant sind,
🔍 welche politischen Entscheidungen dahinterstehen
📊 und wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

Denn klar ist: Wenn es uns bis 2028 nicht gelingt, den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen, drohen Wedel harte Einschnitte in der kommunalen Selbstverwaltung. Die Ratsversammlung hat deshalb ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen – mit strukturellen Einschnitten und konkreten Sparzielen.

Ich begleite diesen Prozess kritisch-konstruktiv und möchte mit dieser Rubrik für mehr Transparenz, Information und Beteiligung sorgen.

💬 Ihre Meinung ist gefragt:
Was halten Sie von den Plänen? Welche Vorschläge haben Sie? Schreiben Sie mir – jede Rückmeldung wird gelesen und ernst genommen.

📌 Regelmäßige Updates:
Die Rubrik wird laufend ergänzt – mit neuen Informationen, Einschätzungen und Beteiligungsmöglichkeiten.

👉 Hier geht's zur neuen Rubrik:
Haushaltssicherung 2028 ansehen

Herzliche Grüße

Jan Lüchau

Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:

Jan Luechau 21. März 2025
3 Kommentare zu “Zusammenfassung des Artikels „Wer sichert sich Wedels Lost Place?“:”

Hier geht es zu dem Zeitungsartikel des Wedeler-Schulauer-Tageblatts

Wedeler-Schulauer-Tageblatt vom 22.03.2025

Zusammenfassung des Artikels von Oliver Garbiel:

Nach der ablehnenden Haltung einiger Ratsfraktionen des ursprünglichen Plans, auf dem Possehl-Gelände an der B431 einen Edeka-Markt samt Kino und Self-Storage zu errichten, bringt ein neues Vorhaben Bewegung in die Debatte: Die Deutsche Post zeigt Interesse, dort ein DHL-Logistikzentrum anzusiedeln. Die Stadtverwaltung sieht darin eine realistische und planungsrechtlich umsetzbare Option. Die Ratsfraktionen in Wedel reagieren unterschiedlich auf die neue Entwicklung:

  • SPD: Bevorzugt klar die DHL-Ansiedlung. Sie sieht darin einen Zuwachs an Arbeitsplätzen und Gewerbesteuern sowie eine schnellere Umsetzung ohne B-Plan-Änderung. Das ursprüngliche Kino-Projekt sei überdimensioniert.
  • Grüne: Lehnt Nahversorgung an diesem Standort ab, ist beim DHL-Projekt aber noch unentschlossen. Sie betonen den Erhalt des kleinen Wäldchens auf dem Gelände.
  • WSI: Zeigt sich offen und positiv gegenüber dem DHL-Projekt, fordert aber mehr Informationen.
  • Linke: Bevorzugt DHL gegenüber dem Edeka/Kino-Vorhaben, sieht darin neue Arbeitsplätze und eine sinnvolle Nachnutzung.
  • CDU: Will ohne belastbare Informationen keine Position beziehen und fordert eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
  • FDP: Ebenfalls zurückhaltend. Fordert ein unabhängiges Gutachten zur Bewertung der Varianten. Sie hält beide Projekte für grundsätzlich interessant, fand das Edeka/Kino-Projekt aber für die Bürger*innen attraktiver.

Mein Kommentar:

Es ist kaum nachvollziehbar, dass einige Fraktionen – allen voran die SPD – dem DHL-Projekt den Vorzug geben. Denn es stehen keine belastbaren Fakten, Studien oder ein Gutachten zur Verfügung, die die tatsächlichen Auswirkungen und Vorteile im Vergleich zum Edeka/Kino-Projekt objektiv bewerten. Während CDU und FDP zu Recht auf eine fundierte Entscheidungsgrundlage pochen, wird hier bereits politisch vorentschieden. Dabei sind zentrale Fragen – etwa zum Verkehrsaufkommen, zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit oder zur städtebaulichen Wirkung – noch völlig unbeantwortet.Eine solch weitreichende Entscheidung ohne Faktenlage zu treffen, wirkt voreilig und lässt eine sachorientierte Politik vermissen.

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