Fliegerbombe im Industriegebiet: Große Evakuierung am 11. Januar in Wedel

In Wedel wird am Sonntag, den 11. Januar, eine 250-kg-Fliegerbombe im Industriegebiet entschärft. Der Gefahrenbereich (1000m Radius) muss bis 11 Uhr geräumt sein.

Bei Sondierungsarbeiten im Industriegebiet ist am 7. Januar eine amerikanische 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Kampfmittelräumdienst des LKA hat die Entschärfung für Sonntag, den 11. Januar, angesetzt. Für rund 6000 Haushalte bedeutet das: Der Gefahrenbereich muss spätestens bis 11 Uhr vollständig geräumt sein.

Gezielte Suche führte zum Fund

Die Bombe wurde auf einer bekannten Kampfmittelverdachtsfläche gefunden. Grundlage waren ausgewertete alliierte Luftbildaufnahmen sowie magnetische Messungen vor Ort. Identifiziert wurde eine Fliegerbombe mit Kopf- und Heckzünder.

1000-Meter-Sperrkreis – mehrere Wohngebiete betroffen

Die Ordnungsbehörde hat gemeinsam mit der Polizei eine Sperrzone im Radius von etwa 1000 Metern eingerichtet. Der Bereich umfasst Teile des Industriegebiets, Kleingartenanlagen sowie umliegende Wohnstraßen. Eine detaillierte Übersicht stellt die Stadt als PDF bereit:

Straßenverzeichnis der betroffenen Bereiche:
https://www.wedel.de/fileadmin/user_upload/media/pdf/Rathaus_und_Politik/Presse/Stra%C3%9Fenverzeichnis.pdf

Die Evakuierung beginnt am Sonntagmorgen. Ab 11 Uhr darf sich niemand mehr innerhalb der Sperrzone aufhalten. Die Dauer des Einsatzes ist abhängig vom Zustand der Zünder und kann mehrere Stunden betragen.

Busverkehr eingestellt – Straßen gesperrt

Während der Entschärfung bleibt der gesamte Bereich gesperrt. Der Busverkehr wird eingestellt, es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Stadt empfiehlt, das Gebiet großräumig zu umfahren. Auch Seitenstraßen werden kurzfristig geräumt, um einen reibungslosen Ablauf zu sichern.

Hinweise für betroffene Haushalte

Die Stadt bittet die Bewohnerinnen und Bewohner, rechtzeitig ihre Wohnungen zu verlassen und Folgendes mitzunehmen:

  • notwendige Medikamente

  • persönliche Verpflegung

  • wichtige Unterlagen

  • Versorgung für Haustiere

Wer keine Ausweichmöglichkeit hat, kann ab 9 Uhr in die Mensa der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule ausweichen. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität bietet die Stadt Transporte in diese Unterbringung an – eine Anmeldung ist über das Bürgertelefon möglich.

Kontaktstellen

  • Bürgertelefon im Rathaus: 04103 / 707 8000
    Besetzt von Freitag bis Sonntag jeweils 8–17 Uhr.

Sobald die Bombe entschärft ist, gibt die Polizei Entwarnung und hebt die Sperrung auf.

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    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
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    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
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    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.