Sondervermögen Infrastruktur: Wedel erhält 15,26 Millionen Euro

Rubrik: Aktuelles • Stand: Januar 2026

Wedel. Das Land Schleswig-Holstein hat die kommunalen Einzelbudgets aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ veröffentlicht. Aus den nun vorliegenden Zahlen geht hervor: Die Stadt Wedel erhält einen Gesamtbetrag von 15.262.018,19 Euro. Die Mittel sind zweckgebunden und sollen Investitionen in Infrastruktur sowie Maßnahmen im Zusammenhang mit Klimaneutralität ermöglichen.

Hintergrund: Milliarden für Investitionen in Kommunen

Der kommunale Anteil des Sondervermögens in Schleswig-Holstein beträgt insgesamt 2.144.250.000 Euro. Nach der zwischen Landesregierung und Kommunalen Landesverbänden abgestimmten Systematik werden die Mittel auf Kreise, kreisfreie Städte sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden verteilt.

Für die Verteilung innerhalb der jeweiligen Gruppen gilt ein einheitlicher Schlüssel: 90 Prozent nach Einwohnerzahl und 10 Prozent nach Finanzkraft. Grundlage sind die Einwohnerzahlen (Stichtag 31. Dezember 2024) sowie ein mehrjähriger Durchschnitt der Finanzkraft (2020 bis 2024). 

15,26 Millionen Euro für Wedel: Größenordnung ist deutlich

Mit 15,26 Millionen Euro erhält Wedel eine Summe, die für eine Stadt dieser Größe haushaltspolitisch relevant ist. Anders als bei kleineren Förderprogrammen geht es hier um Beträge, die in der Investitionsplanung spürbar wirken können – insbesondere bei großen, langfristig gebundenen Vorhaben.

Wofür Wedel das Geld realistisch nutzen kann

Angesichts der angespannten Haushaltslage ist jedoch nicht zu erwarten, dass Wedel mit den Mitteln „zusätzliche“ neue Großprojekte startet. Wahrscheinlicher ist, dass das Sondervermögen vor allem dabei hilft, bereits geplante und zwingend notwendige Investitionen abzusichern – etwa Sanierungen, Substanzerhalt und Infrastrukturmaßnahmen, die ohnehin anstehen.

Gerade in einer Situation, in der viele Investitionen sonst vollständig über Kredite finanziert werden müssten, kann die Finanzspritze zwei Effekte haben:

  • Finanzierungssicherheit: Notwendige Investitionen können umgesetzt werden, ohne dass Maßnahmen verschoben oder gestreckt werden müssen.
  • Weniger zusätzliche Verschuldung: Wenn Investitionen teilweise aus Zuschüssen bezahlt werden, wächst der kommunale Schuldenberg für dieselben Maßnahmen weniger stark.

Damit wirkt das Sondervermögen in der Praxis weniger als Startsignal für neue Projekte, sondern eher als Hebel zur Stabilisierung der Investitionsfähigkeit – und als Möglichkeit, den Druck auf die Kreditaufnahme bei ohnehin notwendigen Maßnahmen zu reduzieren.

Quelle

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    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
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    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
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    Vielen Dank für den Hinweis – völlig richtig: Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden die Arbeitsverhältnisse in der Regel unverändert übernommen. Das schränkt natürlich auch die „Flexibilität“ eines möglichen privaten Betreibers deutlich ein und ist ein weiterer Grund, warum die Übernahme eines defizitären Betriebs w[…]
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    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.