Worum geht es in der BKS-Sitzung am 14. Januar 2026?

Kurzantwort:
Der Bildungsausschuss berät über den Doppelhaushalt 2026/2027 mit Schwerpunkt Kindertagesstätten. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Kitas, laufende Betriebskosten, zusätzliche Zuschussbedarfe der Träger sowie die Frage, wie diese Ausgaben trotz angespannter Finanzlage eingeordnet werden.

Wann und wo tagt der Ausschuss?

  • Datum: Mittwoch, 14. Januar 2026
  • Uhrzeit: 19:00 Uhr
  • Ort: Ratssaal des Rathauses Wedel (barrierefrei)
  • Gremium: Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS)
  • Sitzung: öffentlich (mit nichtöffentlichem Teil)

TOP 5.1: Was bedeutet der Haushalt 2026/2027 konkret für die Kindertagesstätten?

Kurzantwort:
Der Ausschuss berät, wie viel Geld 2026 und 2027 für Kitas vorgesehen ist, wofür es ausgegeben werden soll und welche zusätzlichen Mittel die Stadt Wedel finanzieren müsste, um den Betrieb und notwendige Investitionen sicherzustellen.

Worum geht es inhaltlich?

Im Produktbereich Kindertagesstätten werden zwei große Kostenblöcke behandelt:

  1. Investitionen
    (z. B. Sanierungen, Neubauten, technische Ausstattung, Außengelände)
  2. Laufende Zuschüsse an die Träger
    (z. B. Personalkosten, Verwaltungskosten, Gebäudeunterhaltung)

Beide Bereiche stehen unter dem Vorbehalt der allgemeinen Haushaltslage.

Welche Investitionen sind für 2026 vorgesehen?

Kurzantwort:
Für Kitas sind Investitionen in Millionenhöhe geplant. Ein großer Teil entfällt auf bauliche Maßnahmen, Sicherheitsauflagen und bereits begonnene Projekte.

Zentrale Punkte (zusammengefasst):

  • Kath. Kita St. Marien
    • Restzahlung Neubau: 316.000 €
    • Dachsanierung Altbau (ggf. noch aus 2025): 640.000 €
    • Sanierung Außengelände: 80.000 €
    • Weitere Sanierungs- und Ausstattungsmaßnahmen
  • Weitere Träger (Auswahl):
    • DRK, AWO, Lebenshilfe, evangelische Kitas
    • Maßnahmen u. a.:
      • Austausch von Spielgeräten (Dekra-Auflagen)
      • Sanierung von Sanitäranlagen
      • Schallschutz, Brandschutz, Zugangskontrollen
      • Digitalisierung (Tablets, WLAN)

➡️ Gesamtvolumen der Investitionsanmeldungen 2026 (Kitas): rund 1,49 Mio. €

Welche laufenden Mehrkosten melden die Kita-Träger an?

Kurzantwort:
Viele Träger beantragen deutlich höhere Zuschüsse, insbesondere für Personal-, Verwaltungs- und Sachkosten. Begründet wird dies mit Preissteigerungen, Tarifabschlüssen und gestiegenen Anforderungen.

Typische Begründungen der Träger:

  • Steigende Personalkosten (Tariferhöhungen, PiA-Stellen)
  • Höhere Verwaltungskosten (teilweise über den vertraglich vereinbarten Pauschalen)
  • Mehrkosten bei:
    • Gebäudeunterhaltung
    • Energie
    • Sicherheits- und Prüfauflagen (DGUV, Dekra)
    • Digitalisierung und IT

Beispielhafte Größenordnungen:

  • Verwaltungskosten:
    • beantragt teils 9,7–10 % statt vertraglich 7 %
  • Zusätzliche Zuschussbedarfe:
    • je nach Einrichtung fünf- bis sechsstellige Beträge

Die Verwaltung weist in mehreren Fällen darauf hin,
dass vertragliche Grenzen bestehen und nicht alle Mehrkosten refinanziert werden können.

Was empfiehlt die Verwaltung?

Kurzantwort:
Die Verwaltung schlägt vor, die notwendigen Mittel einzuplanen, weist aber zugleich auf vertragliche Begrenzungen, Verschiebemöglichkeiten und die gesamtstädtische Haushaltslage hin.

Konkret bedeutet das:

  • Priorisierung zwingend notwendiger Investitionen
  • Teilweise Verschiebung nicht dringlicher Maßnahmen
  • Hinweis auf:
    • bestehende Finanzierungsvereinbarungen
    • fehlende Gegenfinanzierung einzelner Forderungen
    • langfristig steigende Belastung des Haushalts

TOP 5.2: Was passiert mit der Haushaltssatzung 2026/2027 insgesamt?

Kurzantwort:
Der BKS gibt eine fachliche Stellungnahme ab. Die Entscheidung über den Haushalt trifft später der Rat.

Die finanzielle Gesamtlage – strukturelles Defizit, hohe Investitionen, steigende Kassenkredite – ist bereits ausführlich in einem separaten Artikel dargestellt und wird hier nicht erneut erläutert.

TOP 4: Investitionszuschuss für eine Spülmaschine – warum wird das Thema trotzdem aufgerufen?

Kurzantwort:
Der Punkt steht auf der Tagesordnung, Unterlagen liegen aber noch nicht vor.

Ohne Vorlage:

  • keine Darstellung der Kosten
  • keine Verwaltungsempfehlung
  • keine Beratung im Detail

Eine inhaltliche Bewertung ist daher erst in einer späteren Sitzung möglich.

Weitere Tagesordnungspunkte in Kürze

  • Einwohnerfragestunde: Fragen aus der Bürgerschaft
  • Anhörung der Beiräte
  • Bericht aus den Schulen
  • Bericht der Verwaltung, u. a. zur Haushaltskonsolidierung
  • Mitteilungen und Anfragen

Können Bürgerinnen und Bürger teilnehmen?

Ja.
Die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport ist öffentlich.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Sitzung im Ratssaal des Rathauses Wedel verfolgen und in der Einwohnerfragestunde Fragen stellen.

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