1. Finanzielle Analyse
Kosten der Stellenaufstockung: 9.750 € jährlich (Erweiterung um 0,269 Stellen EG 8).
Die Kosten sind gering, jedoch angesichts der angespannten Haushaltslage zu bewerten.
2. Kontext und Arbeitsaufkommen
Anstieg der Nutzerzahlen:
- Die Nutzerzahlen im Bereich SKB sind seit 2019 stetig gestiegen:
- 2019: 369 Nutzer*innen.
- 2022: 491 Nutzer*innen (+33 % im Vergleich zu 2019).
- 2023: 614 Nutzer*innen (+25 % im Vergleich zu 2022).
- Dieser Trend setzt sich voraussichtlich fort, insbesondere durch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026.
Aktueller Arbeitsaufwand:
Der wachsende Verwaltungsaufwand führt zu Engpässen im bestehenden Personal. Eine qualitativ hochwertige Betreuung und Beratung ist ohne zusätzliche Ressourcen kaum aufrechtzuerhalten.
3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10
Einschätzung:
- Die Notwendigkeit der Aufstockung ist nachvollziehbar angesichts der steigenden Nutzerzahlen und der zukünftigen Herausforderungen durch den Rechtsanspruch.
- Der Personalbedarf ist jedoch nicht vollständig quantifiziert.
Empfehlung:
- Die Stellenaufstockung sollte umgesetzt werden, jedoch mit regelmäßiger Evaluierung der tatsächlichen Arbeitsbelastung und der Effizienz der Ressourcennutzung.
4. Argumente für die Stellenaufstockung
- Langfristige Planung: Die Erweiterung ist eine proaktive Maßnahme, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
- Qualitätssteigerung: Mit der zusätzlichen Kapazität können die Qualität der Betreuung und die Zufriedenheit der Nutzer*innen verbessert werden.
- Niedrige Kosten: Die Kosten der Aufstockung sind verhältnismäßig gering.
5. Argumente gegen die Stellenaufstockung
- Haushaltslage: Angesichts des hohen Defizits ist jede neue Stelle eine zusätzliche Belastung.
- Effizienzpotenziale: Es ist nicht eindeutig belegt, dass alle zusätzlichen Aufgaben nicht durch interne Umverteilung oder Prozessoptimierung bewältigt werden können.
6. Alternativen
- Prozessoptimierung: Einführung digitaler Lösungen oder Automatisierungen, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
- Befristete Erweiterung: Eine temporäre Aufstockung bis zur Einführung des Rechtsanspruchs könnte eine flexible Lösung sein.
- Ehrenamtliche Unterstützung: Einbindung ehrenamtlicher Kräfte für nicht-verwaltungsbezogene Aufgaben.
7. Bewertung der Notwendigkeit
- Dringlichkeit: Mittel-Hoch. Die steigenden Nutzerzahlen und die zukünftigen Anforderungen rechtfertigen die Aufstockung, jedoch sollte die Effizienz bestehender Strukturen weiter geprüft werden.
8. Empfehlung
- Kurzfristig: Umsetzung der Stellenaufstockung mit einer regelmäßigen Überprüfung der Arbeitsbelastung und Ressourcennutzung.
- Langfristig: Evaluierung und ggf. Erweiterung der Kapazitäten in Hinblick auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung.
Die Stellenaufstockung ist eine sinnvolle Investition, um den steigenden Anforderungen im Bereich Kinder- und Jugendangelegenheiten gerecht zu werden. Angesichts der moderaten Kosten und der klaren Entwicklung der Nutzerzahlen ist die Maßnahme gerechtfertigt, wenn auch mit einem Fokus auf Effizienzsteigerung.