1. Finanzielle Analyse
Kosten der Stellenaufstockung: 17.000 € jährlich.
Die Kosten sind verhältnismäßig gering, insbesondere im Vergleich zu anderen Stellenplanänderungen. Dennoch sind sie angesichts des defizitären Haushalts zu berücksichtigen.
2. Kontext und Aufgabenbeschreibung
- Anstieg der Aufgaben:
- Die Anzahl der Mietverträge und Liegenschaften hat seit 2021 erheblich zugenommen, von 80 auf 100 Objekte.
- Geplante Übernahme von 20 Pachtverträgen und weiteren Gewerbeverträgen aus dem Fachdienst Wirtschaft und Steuern.
- Erweiterte Anforderungen:
- Alte Mietverträge, die zu Lasten der Stadt geschlossen wurden, müssen überprüft, angepasst oder gekündigt werden.
- Neubauprojekte wie Steinberg 8a und Schulergänzungsbauten erhöhen den Verwaltungsaufwand.
3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10
- Einschätzung:
- Der gestiegene Verwaltungsaufwand durch neue Objekte, Pacht- und Gewerbeverträge sowie Vertragsanpassungen macht den Bedarf nachvollziehbar.
- Empfehlung:
- Umsetzung der Stellenaufstockung, da der zusätzliche Verwaltungsaufwand durch die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr abgedeckt werden kann.
4. Argumente für die Stellenaufstockung
- Nachvollziehbarer Bedarf: Die deutliche Zunahme der Objekte und die geplanten Übernahmen rechtfertigen eine Aufstockung.
- Qualitätssicherung: Eine proaktive Überprüfung und Anpassung von Verträgen kann langfristig finanzielle Nachteile verhindern.
5. Argumente gegen die Stellenaufstockung
- Haushaltslage: Angesichts des defizitären Haushalts könnte die Stellenaufstockung kritisch hinterfragt werden.
- Effizienzpotenzial: Es bleibt offen, ob interne Optimierungen oder eine stärkere Digitalisierung die Arbeitsbelastung reduzieren könnten.
6. Alternativen
- Temporäre Unterstützung: Einsatz von befristeten Kräften zur Bearbeitung alter Mietverträge und zur Übernahme der zusätzlichen Aufgaben.
- Digitalisierung: Einführung von Softwarelösungen, die das Vertragsmanagement und die Verwaltung von Objekten effizienter gestalten.
- Externe Unterstützung: Beauftragung externer Dienstleister zur Überprüfung und Anpassung von Altverträgen.
Bewertung der Notwendigkeit
- Dringlichkeit: Mittel
Die Stellenaufstockung ist nachvollziehbar, jedoch sollten auch alternative Maßnahmen zur Arbeitsentlastung geprüft werden.
Empfehlung
Kurzfristig: Umsetzung der Stellenaufstockung, um den gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewältigen.
Langfristig: Prüfung der Effizienzpotenziale durch Digitalisierung und mögliche Kooperationen mit externen Dienstleistern.
Die Stellenaufstockung ist nachvollziehbar, jedoch sollte die Verwaltung weiterhin auf Effizienzsteigerungen achten, um zukünftige Bedarfe besser abzufangen.