1. Finanzielle Analyse
Kosten der Stellenaufstockung: 41.700 € jährlich.
Mit Vermerk "k.w. 2028" (kann wegfallen).
2. Kontext und Aufgabenbeschreibung
Neue Aufgaben:
- Einführung und Betreuung des Programms PIT-Performance: Eingabe von Daten für 110 Wohnräume und 100 Liegenschaften.
- Prüfung und Zusammenfassung von Rahmenverträgen: Rund 560 Verträge müssen laut Landesrechnungshof und Rechnungsprüfungsamt bearbeitet werden.
- Projektmanagement: Überwachung von Gewährleistungsansprüchen und Wartungsfristen.
Erwartete Entlastung:
- Die Stelle soll mittelfristig zu Kosteneinsparungen führen, insbesondere durch die Optimierung von Vertragsstrukturen und Digitalisierung von Prozessen.
Langfristige Entwicklung:
- Der Personalaufwand soll nach Einführung des Fachverfahrens und Bearbeitung der Rahmenverträge rückläufig werden.
- Die Mitarbeiterin, die aktuell Teile der Aufgaben übernimmt, steht kurz vor der Rente.
3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10
Grundsätzliche Nachvollziehbarkeit:
- Der Bedarf wird durch die Einführung neuer Aufgaben und die steigenden Anforderungen als plausibel eingestuft.
- Der Stellenbedarf ist jedoch aktuell nicht quantitativ zu fassen.
Empfehlung:
- Durchführung einer Organisationsuntersuchung im Jahr 2026, um die Aufgabenverteilung und die Effizienz des Fachdienstes zu analysieren.
- Aufnahme der Stelle mit dem Vermerk "k.w. 2028" in den Stellenplan, um die aktuelle Arbeitsbelastung zu mindern und kurzfristige Engpässe zu vermeiden.
4. Argumente für die Stellenaufstockung
- Dringender Bedarf: Die Aufgaben sind bereits konkret definiert, und die Überlastung durch die Einführung neuer Prozesse ist absehbar.
- Langfristige Vorteile: Die Digitalisierung und Standardisierung von Prozessen kann mittelfristig Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne bringen.
5. Argumente gegen die Stellenaufstockung
- Defizitärer Haushalt: Angesichts des hohen Defizits im Haushaltsplan 2025 stellt jede neue Stelle eine erhebliche zusätzliche Belastung dar.
- Unklare Notwendigkeit: Ohne die Ergebnisse der geplanten Organisationsuntersuchung bleibt unklar, ob die Aufgaben dauerhaft oder temporär anfallen und wie sie effizienter verteilt werden können.
6. Alternativen
- Temporäre Lösung: Einstellung auf befristeter Basis bis zur Organisationsuntersuchung, um kurzfristige Aufgaben zu bewältigen.
- Externe Unterstützung: Engagieren eines Dienstleisters für die Einführung von PIT-Performance und die Aufarbeitung der Rahmenverträge.
Bewertung der Notwendigkeit
- Dringlichkeit: Mittel-Hoch. Kurzfristig scheint die Stelle notwendig, um bestehende Aufgaben zu bewältigen und die Arbeitsbelastung zu reduzieren.
Empfehlung:
Bedingte Umsetzung: Aufnahme der Stelle mit Vermerk "k.w. 2028", jedoch abhängig von der erfolgreichen Durchführung der Organisationsuntersuchung und einer regelmäßigen Überprüfung der Aufgabenentwicklung.
Eine befristete oder externe Lösung sollte parallel geprüft werden, um die Haushaltsbelastung zu minimieren.