1. Finanzielle Analyse
Kosten der Stellenaufstockung: 101.000 € jährlich.
2. Kontext und Aufgabenbeschreibung
Hauptaufgaben der Stelle:
- Entwicklung und Anpassung von Konzepten zur Personalentwicklung.
- Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen und Coachings.
- Moderation von Konfliktgesprächen und Workshops.
- Stärkung der Führungskompetenz und Förderung von Teamstrukturen.
- Unterstützung bei zeitnaher und qualifizierter Besetzung von Stellen.
Ziele der Stelle:
- Bindung und Gewinnung von Mitarbeiter*innen angesichts des Fachkräftemangels.
- Kosteneinsparung durch Vermeidung teurer externer Dienstleistungen (Tagessatz externer Coaches: ca. 2.000 € netto).
Hintergrund:
- Der Fachkräftemangel hat zu einem steigenden Bedarf an internen Personalentwicklungsmaßnahmen geführt.
- Aktuell wird ein Großteil der Aufgaben extern vergeben, was zu Verzögerungen und hohen Kosten führt.
3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10
Einschätzung:
- Die Aufgaben der Personalentwicklung und Konfliktmoderation sind relevant und werden in der Verwaltung zunehmend bedeutsam.
- Der Stellenbedarf ist jedoch nicht quantitativ konkretisiert.
Empfehlung:
- Durchführung einer Organisationsuntersuchung im zweiten Halbjahr 2024, um die Aufgabenverteilung, Arbeitszeitbedarfe und Effizienz des Fachdienstes zu analysieren.
- Befristete Aufnahme der Stelle bis zum 31.12.2025, um die aktuelle Arbeitsbelastung zu bewältigen und Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten.
4. Argumente für die Stellenaufstockung
- Dringender Bedarf: Der Fachkräftemangel erfordert eine proaktive Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung.
- Strategische Bedeutung: Eine effektive Personalentwicklung trägt wesentlich zur Attraktivität der Stadt Wedel als Arbeitgeberin bei und reduziert Fluktuationen.
5. Argumente gegen die Stellenaufstockung
- Defizitärer Haushalt: Angesichts eines Defizits von 17 Mio. € sollten zusätzliche Ausgaben nur bei klar belegtem Bedarf erfolgen.
- Fehlende quantitative Belege: Der tatsächliche Personalbedarf ist noch nicht hinreichend analysiert. Die geplante Organisationsuntersuchung könnte genauere Daten liefern.
6. Alternativen
- Befristete Besetzung: Aufnahme der Stelle in den Stellenplan 2025 mit einer Befristung bis Ende 2025. Die endgültige Entscheidung kann nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse getroffen werden.
- Interne Umverteilung: Prüfung, ob bestehende Kapazitäten durch Priorisierung anderer Aufgaben temporär auf Personalentwicklung umgeleitet werden können.
- Externe Begleitung: Beibehaltung externer Dienstleistungen bis zur Klärung des tatsächlichen Bedarfs durch die geplante Untersuchung.
Bewertung der Notwendigkeit
- Dringlichkeit: Mittel. Die Aufgaben sind wichtig, aber die Notwendigkeit einer dauerhaften Stelle ist bisher nicht ausreichend quantifiziert.
Empfehlung:
Aufnahme der Stelle in den Stellenplan mit befristeter Laufzeit bis 31.12.2025 und einem Sperrvermerk, bis Ergebnisse der Organisationsuntersuchung vorliegen.