Stellenplanänderung: Villa – Erhöhung um 0,102 Stellen (1-507-01)

1. Finanzielle Analyse

Kosten der Stellenaufstockung: 8.100 € jährlich (Erhöhung um 0,102 Stellen S 12).

Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Stellenänderungen gering und haben eine überschaubare Belastung auf den Gesamthaushalt.


2. Kontext und Arbeitsaufkommen

Steigende Nachfrage nach Beratung:

  • 2023: Über 400 Personen wurden im sozialen Bereich oder in der Bewerbungsberatung betreut (20 % Anstieg gegenüber 2022).
  • Zusätzlich: 4.880 Besuche im offenen Bereich, bei denen oft niedrigschwellige Beratung stattfindet.

Rolle der Villa:

  • Die Villa bietet eine wichtige Anlaufstelle für Personen, die Schwierigkeiten in regulären Kontexten haben und niedrigschwellige Hilfen benötigen.
  • Hauptziele sind soziale Teilhabe und Integration in den Arbeitsmarkt, was auch wirtschaftliche Vorteile für die Stadt bringt.

Mitarbeiter*innenbindung und Motivation:

  • Die derzeitige Belastung durch die hohe Nachfrage führt zu der Gefahr von Überlastung und dem Risiko, dass Hilfsbedürftige abgewiesen werden müssen.
  • Die Erhöhung soll sowohl die Beratungskapazität verbessern als auch das Team motivieren und langfristig binden.

3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10

Einschätzung:

  • Die Maßnahme wird als wichtig für die soziale Infrastruktur der Stadt eingestuft.
  • Die Notwendigkeit ist nachvollziehbar, insbesondere vor dem Hintergrund des gestiegenen Bedarfs.

Empfehlung:

  • Die Stundenaufstockung wird grundsätzlich befürwortet, da sie eine moderate Kostenbelastung darstellt und zur Absicherung des Angebots beiträgt.

4. Argumente für die Stellenaufstockung

  • Soziale Bedeutung: Die Villa erfüllt eine zentrale Rolle in der sozialen Infrastruktur und entlastet durch präventive Maßnahmen langfristig andere Systeme (z. B. Sozialämter).
  • Gleichstellung: Mit der Aufstockung würde die Villa das gleiche Stundenniveau wie das vergleichbare Stadtteilzentrum erreichen.
  • Mitarbeiter*innenzufriedenheit: Die Erhöhung der Kapazitäten kann die Motivation und langfristige Bindung des Teams stärken.

5. Argumente gegen die Stellenaufstockung

  • Freiwillige Leistung: Als freiwillige Aufgabe könnte die Ausweitung des Angebots angesichts der angespannten Haushaltslage kritisch betrachtet werden.
  • Alternativen: Es könnte geprüft werden, ob der Bedarf durch interne Umstrukturierungen oder den Einsatz von Ehrenamtlichen gedeckt werden kann.

6. Alternativen

  • Prozessoptimierung: Prüfung, ob die Effizienz interner Abläufe verbessert werden kann, um den Bedarf ohne zusätzliche Kosten zu decken.
  • Temporäre Maßnahmen: Ein befristeter Einsatz zusätzlicher Kräfte oder der verstärkte Einsatz ehrenamtlicher Unterstützung könnte kurzfristige Engpässe überbrücken.

7. Bewertung der Notwendigkeit

  • Dringlichkeit: Mittel-Hoch. Der steigende Bedarf und die geringe Kostenbelastung rechtfertigen die Maßnahme. Die Entscheidung sollte jedoch im Kontext anderer freiwilliger Leistungen der Stadt priorisiert werden.

8. Empfehlung

  • Kurzfristig: Umsetzung der Stellenaufstockung, um die Beratungs- und Betreuungsleistung aufrechtzuerhalten und das Team zu entlasten.
  • Langfristig: Regelmäßige Evaluierung der Bedarfe und Effektivität der Villa, um die Nachhaltigkeit des Angebots sicherzustellen.

Die Stellenaufstockung ist gerechtfertigt, da sie auf einen gestiegenen Bedarf reagiert und die soziale Infrastruktur stärkt. Die moderate Kostenbelastung macht sie in der aktuellen Haushaltslage vertretbar, vorausgesetzt, die langfristige Effektivität wird regelmäßig überprüft.

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    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:45
    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Artikel – auch wenn der Ton wieder einmal mehr auf Provokation als auf konstruktiven Austausch abzielt. Ich möchte dennoch auf Ihre Punkte eingehen: Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt? Ein Großteil der neuen Stellen resultiert aus rechtlichen Verpflichtungen. Ein Teil der nicht[…]
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    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
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    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.