Aktueller Planungsstand: Wie es mit der Badebucht Wedel weitergeht

Um die Notwendigkeit der Neuausrichtung zu verstehen, müssen wir die Defizite des bestehenden Gebäudes klar benennen. Der jetzige Bau weist erhebliche funktionelle und wirtschaftliche Mängel auf:

  • Es gibt insgesamt zu viel Wasserfreizeitfläche.
  • Gleichzeitig steht spürbar zu wenig Wasserfläche für den regulären Schwimmunterricht und fortlaufende Kurse zur Verfügung.
  • Die Wasserflächen sind auf unterschiedlichen Ebenen angelegt.
  • Aufgrund dieser Höhenunterschiede ist das Sportbecken für Menschen mit Behinderungen schlecht erreichbar.
  • Das Gebäude verfügt über zu viel Rauminhalt, was den laufenden Betrieb ineffizient macht.
  • Es entstehen hohe Energieverluste durch das integrierte Freibad.
  • Zusätzliche erhebliche Energieverluste werden durch die große Glasfassade verursacht.

Vorstellung der Architekten: Internationale Expertise für Wedel

Für die Neugestaltung wurde das Büro Hooper Architekten verpflichtet, mit dem am 27. April 2026 die Vertragsunterzeichnung und der offizielle Projekt-Kick-off stattfanden. Das Architekturbüro wird strategisch von der Geschäftsführung um Hokan Nummelin und Gert-Jan Scholten geleitet. Das Büro bringt umfassende internationale Erfahrung im Bereich moderner Sport- und Schwimmstättengestaltung mit. Zu ihren bekannten Referenzprojekten gehören unter anderem das Noordseebad Cuxhaven und das Hallenbad Benrath in Düsseldorf sowie zahlreiche moderne Sport-, Schul- und Thermenkomplexe in den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien.

Zukunftsorientierte Lösungen: Was jetzt besser gemacht wird

Die vorliegenden Entwürfe nutzen die Chance, die bekannten Schwachstellen gezielt zu korrigieren und das Bad funktionell sowie wirtschaftlich neu aufzustellen:

  • Gezieltes Wasserangebot: Der Fokus verschiebt sich klar hin zu einem optimierten Angebot für den Schwimmunterricht, unsere Vereine und Kurse. Ein dediziertes Lehrschwimm- und Kursbecken stellt diesen Bedarf sicher.
  • Barrierefreiheit auf einer Ebene: Um die Logistik für Menschen mit Behinderungen maßgeblich zu verbessern, werden künftig beide Hauptbecken auf einer einzigen Ebene zusammengeführt.
  • Nachhaltiges Energiekonzept: Durch den gezielten Rückbau des Außenbeckens und den Abbruch nicht funktioneller Bausubstanz wird der Energieverlust minimiert.
  • Optimierte Betriebsabläufe: Geplant sind ausreichend Lagerflächen direkt an den Becken sowie eine zentrale Position für den Schwimmmeisterraum, was die Sicherheit und Übersicht im Alltag erhöht. Zudem wird die Gastronomie im Eingangsbereich vergrößert.
  • Erhalt bewährter Strukturen: Der Sauna-Bereich und der dazugehörige Saunagarten bleiben als eigenständige Zonen vollumfänglich erhalten.

Der aktuelle Zeitplan und die Einbindung der Vereine

Die Phase der Vorplanung und ersten Kostenberechnung läuft auf Hochtouren und soll bis zum 10. Juni 2026 finalisiert werden. Wichtig zu wissen: Dies ist noch nicht die endgültige Planung, sondern eine veränderbare Arbeitsgrundlage. Um sicherzustellen, dass die Interessen unserer lokalen Sportler gewahrt bleiben, haben bereits erste Abstimmungsgespräche mit den Wedeler Vereinen, Schulen und Institutionen stattgefunden, um deren direktes Feedback in die Projektskizze einzuarbeiten.

Die finanzielle Seite: Fördermittel im Blick

  • Landesmittel: Der Förderantrag beim Land Schleswig-Holstein wurde am 29. April 2026 eingereicht. Eine Entscheidung über mögliche Zuwendungen wird bis Ende Juni erwartet.
  • Bundesmittel: Nachdem ein erster Antrag im April abgelehnt wurde, befindet sich ein zweiter Förderantrag (SKS2) in Vorbereitung. Die Einreichung ist für Mitte Juni geplant. Ein weiterer bundesweiter Fördertopf im Herbst wird ebenfalls geprüft.

Zur Vorlage im Allris-System der Stadt Wedel

Weitere Analysen und Berichte zur Badebucht auf wedel-politik.de:

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    Thomas Fritz kommentierte auf Sonntag, 13. April 2025 09:00
    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 20:32
    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Artikel – auch wenn der Ton wieder einmal mehr auf Provokation als auf konstruktiven Austausch abzielt. Ich möchte dennoch auf Ihre Punkte eingehen: Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt? Ein Großteil der neuen Stellen resultiert aus rechtlichen Verpflichtungen. Ein Teil der nicht[…]
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    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:30
    Vielen Dank für den Hinweis – völlig richtig: Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden die Arbeitsverhältnisse in der Regel unverändert übernommen. Das schränkt natürlich auch die „Flexibilität“ eines möglichen privaten Betreibers deutlich ein und ist ein weiterer Grund, warum die Übernahme eines defizitären Betriebs w[…]
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 08:35
    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:32
    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.