12. Sitzung des PLA - Zusammenfassung der Einladung

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Am Dienstag, den 3. Dezember 2024, findet um 18:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Wedel die Sitzung des Planungsausschusses statt. Die Tagesordnung umfasst mehrere bedeutende Themen, die die zukünftige Entwicklung der Stadt betreffen.


Tagesordnungspunkt 3: Verkehrsbericht

Der Verkehrsbericht für den Ortsbereich Wedel wird in Form einer Mitteilungsvorlage präsentiert. Eine Übersicht der Verkehrsunfälle zeigt die Entwicklung der Unfallzahlen zwischen 2016 und 2023. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Gesamtunfälle: Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist 2023 auf 132 gestiegen, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren darstellt.
  • Leichtverletzte und Schwerverletzte: 2023 gab es 135 leicht Verletzte und 15 schwer Verletzte – dies ist ein Höchststand im Vergleich zu den Vorjahren.
  • Unfälle mit Fußgängern: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängern blieb mit 21 Fällen 2023 stabil. Dabei wurden 16 leicht und 4 schwer verletzt.
  • Unfälle mit Radfahrern und Pedelecs: 2023 stieg die Zahl der Unfälle auf 85 an. Leicht verletzte Radfahrende erreichten mit 72 Personen einen neuen Höchstwert.
  • Unfälle mit motorisierten Zweirädern: Hier gab es 13 Unfälle, bei denen 11 Personen leicht und eine schwer verletzt wurden.
  • Hauptunfallursachen: Überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsverstöße und Rotlichtmissachtungen sind die häufigsten Unfallursachen.

Diese Daten sollen Grundlage für zukünftige Maßnahmen zur Verkehrssicherheit in Wedel sein. Die genaue Darstellung der Unfallstatistik erfolgt in einer detaillierten Grafik.


Tagesordnungspunkt 4: Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 20a „Schulauer Hafen“ – 2. Änderung Teilbereich Strandbaddamm

Ziele des Vorhabens:

  • Umsetzung der städtebaulichen Sanierungsziele im Bereich „Schulauer Hafen“.
  • Umwandlung des bisher rein gewerblich genutzten Areals in ein gemischt genutztes Gebiet für Gewerbe, Wohnen und Freizeit.
  • Aufwertung des Stadtkerns und Förderung von Wohnraum mit besonderem Fokus auf sozialen Wohnungsbau (über ein Drittel der neuen Wohnflächen).
  • Steigerung der Attraktivität des Schulauer Hafens durch gastronomische Angebote, Dienstleistungen und moderne Infrastruktur.

Geplante Maßnahmen:

  • Bebauung in Form von drei Gebäudeclustern mit drei bis vier Gebäudekörpern. Gewerbliche Flächen orientieren sich nach Norden und Westen, während Wohnflächen nach Süden und Osten ausgerichtet werden.
  • Integration von Gartenhöfen und Sockelgeschossen für Parkflächen, Fahrradinfrastruktur, Gastronomie und Dienstleistungen.
  • Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten zur Schaffung eines lebendigen Quartiers.

Beschlussvorschlag:

Der Planungsausschuss wird gebeten, Folgendes zu beschließen:

  1. Den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 20a „Schulauer Hafen“ – 2. Änderung für den Teilbereich Strandbaddamm.
  2. Die Durchführung der Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB.
  3. Die Durchführung der Beteiligung der Behörden gemäß § 4 Abs. 2 BauGB.

Finanzielle Auswirkungen:

  • Sämtliche Kosten für das Verfahren sowie erforderliche Fachgutachten werden vom Vorhabenträger getragen.
  • Es entstehen keine finanziellen Belastungen für die Stadt Wedel.

Verwaltungsempfehlung:

Die Verwaltung unterstützt den Entwurf und empfiehlt, den Bebauungsplan weiterzuführen, um die strategischen Ziele des Rahmenplans „Stadthafen Wedel“ zu verwirklichen und dringend benötigten Wohnraum sowie attraktive Gewerbeflächen zu schaffen.


Tagesordnungspunkt 6.2: Sanierungsmaßnahme Stadthafen – Umgestaltung des Strandbades (Einzelmaßnahmen)

Ziele der Maßnahme:

  • Verbesserung der Attraktivität des Stadthafens und der „Maritimen Meile“.
  • Umsetzung städtebaulicher Ziele durch gezielte Investitionen in den Bereich des Strandbades.
  • Förderung von Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie Umwelt- und Klimaschutz.

Einzelmaßnahmen und Kosten:

  1. Wiederherstellung Zugang und Zufahrt Hakendamm: Kosten: ca. 265.000 € (brutto), Anteil der Stadt Wedel: ca. 88.333 €.
  2. Basketballfläche mit Wetterschutzüberdachung: Kosten: ca. 35.000 € (brutto), Anteil der Stadt Wedel: ca. 11.667 €.
  3. Pflanzkonzept gegen Sandeintrag: Kosten: ca. 30.000 € (brutto), Anteil der Stadt Wedel: ca. 10.000 €.
  4. Übergang zum Strand: Kosten: ca. 90.000 € (brutto), Anteil der Stadt Wedel: ca. 30.000 €.
  5. Barrierefreie Rampe: Kosten: ca. 420.000 € (brutto), Anteil der Stadt Wedel: ca. 140.000 €.

Die Verwaltung empfiehlt die priorisierte Umsetzung von Maßnahmen 1 und 2, da diese besonders dringlich und relevant sind. Die weiteren Maßnahmen sind wünschenswert, könnten jedoch zugunsten finanzieller Einsparungen verschoben werden.


Tagesordnungspunkt 7: Kino für Wedel auf dem Möller-Areal

Ziel des Antrags:

Die Verwaltung soll in Zusammenarbeit mit dem Investor des Möller-Areals die Möglichkeit prüfen, ein Kino mit mindestens zwei Sälen in eines der historischen Gebäude zu integrieren.

Begründung:

  • Ein Kino würde die Lebens- und Freizeitqualität für Jung und Alt in Wedel steigern.
  • Es wäre eine einmalige Gelegenheit, die Geschichte der optischen Fabrik Möller mit einem kulturellen Angebot zu verbinden.

Vorteile des Standorts:

  • Gute Erreichbarkeit durch Nähe zu ÖPNV und vorhandene Parkmöglichkeiten.
  • Stärkung der Innenstadt durch zusätzliche Freizeitangebote und Förderung der Gastronomie.

Die Prüfung soll durchgeführt werden, um die Machbarkeit und Integration des Projekts zu evaluieren.


Tagesordnungspunkt 8: Rahmenkonzept für Solar-Freiflächenanlagen im Außenbereich der Stadt Wedel

Hintergrund:

Das Konzept wurde entwickelt, um den naturverträglichen Ausbau der Solarenergie zu fördern. Aufgrund neuer Vorgaben der Landesregierung wird das Konzept aktualisiert und soll bis Sommer 2025 beschlossen werden.

Ergebnisse und Ziele:

  • Förderung der Solarenergie im Einklang mit Natur- und Umweltschutz.
  • Festlegung geeigneter Flächen für Solar-Freiflächenanlagen.

Nächste Schritte:

  • Vorstellung des Konzepts im Ausschuss.
  • Durchführung einer öffentlichen Informationsveranstaltung.
  • Finaler Beschluss durch die Wedeler Politik.

 

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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 20:32
    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Artikel – auch wenn der Ton wieder einmal mehr auf Provokation als auf konstruktiven Austausch abzielt. Ich möchte dennoch auf Ihre Punkte eingehen: Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt? Ein Großteil der neuen Stellen resultiert aus rechtlichen Verpflichtungen. Ein Teil der nicht[…]
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    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.