An der zentral gelegenen Bahnhofstraße 18a in Wedel plant die Stadtsparkasse ein markantes Neubauprojekt. Nachdem das Vorhaben bereits vor einigen Jahren unter anderer Bauträgerschaft konzipiert wurde, hat die Sparkasse als neue Eigentümerin die Planungen grundlegend überarbeitet, um sie an die aktuellen Anforderungen des Wohnungsmarktes und die gestiegenen Baukosten anzupassen.
Das Bauvorhaben im Detail
Die aktuelle Planung sieht eine effizientere Nutzung des Grundstücks vor, wobei das Gebäude im Vergleich zu früheren Entwürfen eine größere Grundfläche einnimmt. Die wesentlichen Eckpunkte des Projekts umfassen:
- Gebäudestruktur: Geplant ist ein Gebäude mit vier Vollgeschossen plus einem Staffelgeschoss. Damit wird das Potenzial der zentralen Lage durch ein zusätzliches Stockwerk gegenüber dem ursprünglichen Vorbescheid voll ausgeschöpft.
- Wohnraum: Es entstehen insgesamt 51 Wohneinheiten (zuvor 35) mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 3.600 m².
- Wohnungsmix: Das Angebot umfasst 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Grundrissen zwischen 41 m² und 90 m².
- Gewerbeanteil: Im Erdgeschoss ist eine Gewerbefläche von ca. 260 m² vorgesehen.
- Ökologie und Umfeld: Das Gebäude erhält eine Dachbegrünung. Die auf dem Grundstück befindlichen Platanen sind durch die Baumschutzsatzung geschützt und sollen erhalten bleiben.
- Parken: Eine Tiefgarage bietet 30 Stellplätze.
Nutzungskonzept und Zielgruppen
Die Stadtsparkasse wird den Großteil der Wohnungen vermieten, während ein kleinerer Teil veräußert werden soll. Das Projekt richtet sich insbesondere an Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wohnsituation verändern möchten – etwa Senioren, die aus zu groß gewordenen Häusern in eine zentrale, barrierearme Lage umziehen wollen.
Geförderter Wohnraum ist in diesem Projekt nicht vorgesehen. Dies wird mit den aktuell schwierigen Förderrichtlinien und der Tatsache begründet, dass das zusätzliche Geschoss unter der relevanten Grenze von 1.500 m² liegt. Stattdessen verpflichtet sich der Bauherr zur Zahlung einer Infrastrukturfolgekostenabgabe für das zusätzliche Stockwerk.
Zeitplan und Genehmigung
Das Projekt soll nach Möglichkeit über den sogenannten „Bauturbo“ genehmigt werden. Sollte dies nicht möglich sein, behält sich der Bauherr vor, das Projekt auf Basis des bereits existierenden Bauvorbescheids (drei Geschosse plus Staffel) umzusetzen.
Der Baubeginn ist für den Sommer 2027 projektiert, da zu diesem Zeitpunkt die derzeit noch bestehenden Mietverträge auf dem Gelände auslaufen.