Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss Wedel: Worum geht es bei den Haushaltsanträgen?

Kurzüberblick:
Im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss am 15. Januar 2026 stehen zahlreiche Anträge der Fraktionen zum Doppelhaushalt 2026/2027 auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt geht es um Streichungen, Sperrvermerke und Prüfaufträge – vor allem bei Bauprojekten, Ausstattung und Infrastruktur.

🪑 Soll Geld für neue Kantinen- und Sitzungsmöbel ausgegeben werden?

Antwort zuerst:
Mehrere Fraktionen stellen den geplanten Ansatz von 250.000 € für neue Möbel infrage.

Worum geht es?
Die Verwaltung plant, die Möblierung von Kantine, Ratssaal und Sitzungsräumen zu erneuern.

Anträge:

  • WSI: Prüfung, ob vorhandene Möbel aufgearbeitet werden können
  • CDU: Sperrvermerk für den gesamten Ansatz

Position der Verwaltung:

  • Das Mobiliar stammt überwiegend aus 1979/1980
  • Massive Schäden, Aufarbeitung nicht wirtschaftlich
  • Austausch wurde mehrfach verschoben, zuletzt von 2025 auf 2026/27

Finanzielle Größenordnung:
2026/27 insgesamt 250.000 €

🚒 Feuerwehr: Kaufen oder leasen – was ist wirtschaftlicher?

Antwort zuerst:
Die CDU fordert einen Kostenvergleich, die Verwaltung hält Leasing für ungeeignet.

Worum geht es?
Geplant ist die Anschaffung von zwei Kommandowagen für die Feuerwehr.

Antrag (CDU):

  • Prüfung von Leasingmodellen
  • Aussetzung der Anschaffung bis zur Klärung

Antwort der Verwaltung:

  • Leasing belastet den Ergebnishaushalt dauerhaft
  • Kein Vermögenswert für die Stadt
  • Fahrzeuge sind bereits beauftragt und im Bau
  • Notwendig wegen steigender Einsatzzahlen und Einführung eines Einsatzleiters vom Dienst (EvD)

Folge:

  • Anschaffung läuft weiter
  • Leasing wird als nicht wirtschaftlich bewertet

🚴 Radschnellweg Auweidenweg: Streichen oder vorziehen?

Antwort zuerst:
CDU will streichen, Grüne wollen früher bauen – die Verwaltung sieht keinen Bedarf.

Worum geht es?
Ein Abschnitt des geplanten Radschnellwegs soll im Haushalt berücksichtigt werden.

Anträge:

  • CDU: Haushaltsansatz streichen
  • Grüne: Früherer Baustart, ggf. mit Fördermitteln

Einschätzung der Verwaltung:

  • Maßnahme verkehrlich nicht erforderlich
  • Verweis auf frühere Beschlüsse (2019)
  • Kein zwingender Handlungsbedarf

Zahlen:

  • Ansatz: 250.000 €
  • Fördermittel: nicht konkret hinterlegt

🛣️ Straßenbau: Welche Maßnahmen sollen verschoben oder gestrichen werden?

Antwort zuerst:
Die WSI fordert Streichungen, die Verwaltung hält mehrere Sanierungen für notwendig.

Worum geht es?
Mehrere Straßenbauprojekte stehen im Investitionsplan.

Anträge (WSI):

  • Streichung u. a. für:
    • Roggenhof / Schlosskamp
    • Birkenweg
    • Adalbert-Stifter-Straße

Verwaltung:

  • Maßnahmen fachlich zeitnah erforderlich
  • Teilweise keine Deckschichten, Sicherheitsprobleme
  • Planungen dienen zunächst der Vorbereitung, nicht dem sofortigen Bau

Finanzen (Beispiele):

  • Roggenhof/Schlosskamp: ca. 250.000 €
  • Adalbert-Stifter-Straße: 650.000 € (2026)

🏗️ Bauhof: Erst Konzept, dann Geld?

Antwort zuerst:
Die CDU verlangt eine Grundsatzprüfung, bevor weitere Mittel freigegeben werden.

Worum geht es?
Standort, Organisation und Fahrzeugbestand des Bauhofs sollen überprüft werden.

Antrag (CDU):

  • Standortprüfung im Stadtgebiet
  • Sperrvermerk für Sozialtrakt
  • Prüfung:
    • Eigen- vs. Fremdleistungen
    • Fahrzeugbedarf
    • Leasing-Alternativen

Ziel:

  • Vermeidung voreiliger Investitionen
  • Grundlage für langfristige Strukturentscheidungen

🚗 P+R-Anlage: Wie geht es nach dem Brand weiter?

Antwort zuerst:
Die CDU fordert klare Vorgaben, bevor neu geplant wird.

Worum geht es?
Nach der Schließung der P+R-Anlage soll die weitere Vorgehensweise geklärt werden.

Antrag (CDU):

  • Anforderungsprofil
  • Variantenvergleich
  • Vorbereitung einer Ausschreibung
  • Prüfung eines öffentlich-privaten Modells (ÖPP)

Hinweis der Verwaltung:

  • Wirtschaftlichkeit muss über gesamte Laufzeit nachgewiesen werden
  • Belastung künftiger Haushalte ist vollständig darzustellen

🏫 Unterkunft Schulauer Straße: Modulbau als Sparlösung?

Antwort zuerst:
Modulbau wurde geprüft, ist vor Ort aber nur eingeschränkt möglich.

Antrag (WSI):

  • Prüfung kostengünstiger Modulbauweise

Ergebnis der Verwaltung:

  • Grundstück wegen Baumbestand und Lage ungeeignet für Containerlösung
  • Entscheidung für modulare Tafelbauweise
  • Kostenrahmen:
    • ca. 2,08 Mio. € (2026)
    • ca. 2,35 Mio. € (2027)

👥 Öffentliche Sitzung

Die Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses findet öffentlich statt.
Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und die Beratungen im Ratssaal des Wedeler Rathauses verfolgen.

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    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.