Jahresbericht 2025: Was Wedel Marketing wirklich für unsere Stadt bewegt

In Wedel gibt es ein Thema, das fast so sicher zu Diskussionen führt wie die Parksituation in der Bahnhofstraße: Unser Stadtmarketing. Der frisch veröffentlichte Jahresbericht 2025 von Wedel Marketing e.V. liegt nun vor. Grund genug, einmal hinter die Kulissen zu schauen – jenseits von Bratwurstduft und Hafenfest-Trubel.

Mehr als nur „Party-Planung“: Die nackten Zahlen

Ein häufiger Kritikpunkt ist die Finanzierung durch Steuergelder. Doch ein Blick in den Bericht zeigt eine interessante Hebelwirkung:

  • Der Multiplikator: Jeder Euro, den die Stadt Wedel zuschießt, wird durch Mitgliedsbeiträge, Sponsoring und ehrenamtliches Engagement mindestens verdoppelt.
  • Der Sockel: Der städtische Zuschuss lag 2025 bei netto 80.000 Euro. Damit stehen dem Verein effektiv rund 15.000 Euro weniger zur Verfügung als in den Jahren vor 2021.
  • Wirtschaftsförderung: Der „Wedel Gutschein“ erreichte im Juni 2025 einen Meilenstein – insgesamt wurden bereits über 100.000 Euro in unserer Stadt eingelöst. Das ist Kaufkraft, die direkt bei unseren lokalen Händlern und Gastronomen bleibt.

Das Rückgrat: 2.000 Stunden Herzblut

Kritiker werfen dem Verein oft eine „Apparatschik-Struktur“ vor. Die Realität sieht jedoch anders aus: Das Team in der Geschäftsstelle ist klein. Die eigentliche Arbeit wird zu einem riesigen Teil ehrenamtlich gestemmt.

  • Seit der Fusion mit den Wedeler Kaufleuten im Jahr 2022 hat sich das ehrenamtliche Engagement auf mindestens 2.000 Stunden pro Jahr verdoppelt.
  • Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt am Roland werden nahezu vollständig ehrenamtlich organisiert. Ohne diese unbezahlte Arbeit wäre der Marktplatz im Advent schlichtweg dunkel.

Wo drückt der Schuh?

Das Geschäftsjahr 2024 (dessen geprüfte Zahlen nun vorliegen) schloss mit einem Defizit von etwa 34.466 Euro ab. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine veränderte Versteuerung des städtischen Zuschusses und ein Rückgang bei den Sponsorengeldern für Personalkosten. Das zeigt: Das System ist fragil und der Verein muss ständig um neue Partner kämpfen.

Highlights & Inklusion: Was bleibt von 2025?

Es gab 2025 Momente, die über die Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgten. Erinnert ihr euch an den Möwenwettbewerb beim Hafenfest? Der hat es bis in die Tagesschau geschafft! Besonders erwähnenswert für die soziale Komponente:

  • Barrierefreiheit: Beim Hafenfest konnten Rollstuhlfahrende durch eine neue Plattform die Bühne uneingeschränkt erleben.
  • Soziales Engagement: Das Benefiz-Konzert „Wedel hilft“ sammelte 9.500 Euro für den Kinderschutzbund und das Frauenhaus.

Ein Blick nach vorn: 2026 wird digital

Die Stadt hat sich für 2026 bis 2028 auf eine befristete Zuschusserhöhung verständigt[cite: 287]. Das Ziel? Wedel Marketing soll Aufgaben aus dem Innenstadtentwicklungskonzept übernehmen und eine neue Internetplattform aufbauen, die das Stadtleben digital bündelt.


Meine Meinung als Kommunalpolitiker:
Man kann über einzelne Events streiten, aber die Zahlen belegen: Wedel Marketing ist kein „Groschengrab“, sondern ein Effizienz-Meister darin, aus wenig öffentlichem Geld viel für das Stadtleben herauszuholen. Dass dabei 2.000 Stunden Freizeit von Bürgern für Bürger geopfert werden, ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich.

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    Thomas Fritz kommentierte auf Sonntag, 13. April 2025 09:00
    Ich finde die Ansiedelung von DHL gut und würde das gerne so beschloßen sehen. Die Idee eines zusätlichen EDEKA sehe ich skeptisch. Was garantiert uns das der Eigentümer nich EDEKAs an anderen Stellen in Wedel dafür schließt. Der EDEKA in den Welau-Arkaden wäre ein Ankermieter sein weggeang würde der Bahnhofstraße[…]
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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 20:32
    Da stimme ich Ihnen in weiten Teilen zu – insbesondere was die Notwendigkeit angeht, diesen „Schandfleck“ endlich sinnvoll zu entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu generieren, ist aus Sicht der CDU absolut wünschenswert. Was mögliche Ansiedlungen wie DHL betrifft: Bisher liegen uns[…]
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    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Artikel – auch wenn der Ton wieder einmal mehr auf Provokation als auf konstruktiven Austausch abzielt. Ich möchte dennoch auf Ihre Punkte eingehen: Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt? Ein Großteil der neuen Stellen resultiert aus rechtlichen Verpflichtungen. Ein Teil der nicht[…]
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    Die Annahme ergibt sich direkt aus den im Artikel genannten Punkten.
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    Jan Luechau kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 19:30
    Vielen Dank für den Hinweis – völlig richtig: Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden die Arbeitsverhältnisse in der Regel unverändert übernommen. Das schränkt natürlich auch die „Flexibilität“ eines möglichen privaten Betreibers deutlich ein und ist ein weiterer Grund, warum die Übernahme eines defizitären Betriebs w[…]
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    Warum wird das Personal in der Verwaltung aufgestockt.? Warum investiert die Stadtsparkasse in Holm und nicht in Wedel? Warum wird die Sparkasse nicht zu Geld gemacht? Letztendlich wundert mich auch folgendes: Wo war die CDU in den letzten 12 Jahren? Soweit ich mich erinnere, wurde Niels Schmidt urch die CDU[…]
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    Worauf beruht die Annahme, das sich kein Investor für ein privat betriebenes Bad finden würde ?  
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    Frank fuchs kommentierte auf Samstag, 22. März 2025 07:27
    Fest steht, das das Gelände im jetzigen Zustand einen Schandfleck darstellt. Man sollte jede Möglichkeit nutzen, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Wenn DHL in Wedel investieren möchte, wird doch sicherlich so etwas wie eine Machbarkeitsstudie existieren,auf die man aufbauen könnte. Es ist doch so: Ohne zusätzliche Steuereinnahmen kein Raum fü[…]
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    Renate Palm kommentierte auf Freitag, 21. März 2025 20:04
    Ein Hinweis. Bei einem Betriebsübergang nach § 613a BGB werden auch die Arbeitsverträge übernommen. Eine Kündigung der Arbeitnehmer ist rechtlich selten durchsetzbar.