1. Finanzielle Analyse
Kosten der Stellenentfristung: 67.656 € jährlich.
Diese Kosten sind bereits im Stellenplan 2024 eingeplant und stellen keine zusätzliche Belastung für den Haushalt dar.
2. Kontext und Aufgabenbeschreibung
Hauptaufgaben der Stelle:
- Durchführung von Stellenausschreibungen und Bewerbungsverfahren.
- Verwaltung und Erstellung von Arbeitsverträgen sowie Bearbeitung von Beförderungen und Höhergruppierungen.
- Durchführung von Austrittsgesprächen zur Analyse und Vermeidung von Fluktuationsursachen.
- Betreuung von Fortbildungsmaßnahmen und Inhouse-Veranstaltungen zur Weiterqualifikation der Mitarbeitenden.
- Intensive Betreuung von Nachwuchskräften und Quereinsteigern, insbesondere bei psychischen Belastungen und Ausbildungsabbrüchen.
Hintergrund:
- Der Personalbestand ist von 374 (2018) auf 457 (Ende Mai 2024) gestiegen.
- Zunehmende Fluktuation und häufige Überlastungsanzeigen seit 2021 verdeutlichen den steigenden Unterstützungsbedarf im Fachdienst Personal.
- Ohne zusätzliche Ressourcen können wichtige strategische Aufgaben wie Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung nicht umgesetzt werden.
3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10
Einschätzung:
- Die gestiegene Belastung und der erweiterte Aufgabenbereich im Fachdienst Personal sind nachvollziehbar.
- Der Stellenbedarf ist jedoch nicht ausreichend quantitativ analysiert.
Empfehlung:
- Durchführung einer Organisationsuntersuchung im zweiten Halbjahr 2024 zur Analyse von Arbeitsabläufen, Aufgabenverteilung und langfristigem Personalbedarf.
- Befristete Weiterführung der Stelle bis zum 31.12.2025, um die Arbeitsbelastung bis zur Vorlage der Untersuchungsergebnisse abzufangen.
4. Argumente für die Entfristung der Stelle
- Kontinuität und Entlastung: Die Entfristung stellt sicher, dass der stark belastete Fachdienst langfristig handlungsfähig bleibt.
- Strategische Bedeutung: Der Fachkräftemangel erfordert eine effektive Personalpolitik, die ohne ausreichende personelle Ressourcen nicht umsetzbar ist.
5. Argumente gegen die Entfristung der Stelle
- Haushaltslage: Eine dauerhafte Entfristung erhöht die Fixkosten der Stadt in einer ohnehin angespannten finanziellen Situation.
- Fehlende quantitative Belege: Der langfristige Bedarf ist bislang nicht detailliert analysiert, was die Entfristung auf unsicherer Grundlage rechtfertigt.
6. Alternativen
- Befristete Verlängerung: Die Stelle könnte bis zum Abschluss der Organisationsuntersuchung Ende 2024 befristet verlängert werden.
- Interne Effizienzsteigerung: Eine Optimierung der Arbeitsabläufe im Fachdienst könnte den zusätzlichen Personalbedarf teilweise kompensieren.
- Externe Unterstützung: Temporäre Beauftragung externer Dienstleister für spezifische Aufgaben wie Bewerbungsverfahren oder Fortbildungsmanagement.
Bewertung der Notwendigkeit
- Dringlichkeit: Hoch. Der akute Bedarf im Fachdienst Personal aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung und Fluktuation macht eine Weiterführung der Stelle notwendig.
Empfehlung:
Die Stelle sollte zunächst befristet bis 31.12.2025 verlängert werden. Nach Vorlage der Ergebnisse der geplanten Organisationsuntersuchung kann eine fundierte Entscheidung über die Entfristung getroffen werden.