Im Planungsausschuss vom 3. November 2026 wurden die aktualisierten städtebaulichen Pläne für das Möller-Areal präsentiert. Der Entwurf zeigt gegenüber dem vorangegangenen Planungsstand aus dem Juni 2025 deutliche konzeptionelle und statistische Anpa...
Im Planungsausschuss vom 3. November 2026 wurden detaillierte architektonische Entwürfe für ein städtebauliches Großprojekt im Wedeler Norden präsentiert. Entlang der Voßhörntwiete und Bündttwiete soll ein weitreichendes Quartier entstehen, das den Neubau der Elbschule mit einem umfangreichen Seniorencampus sowie einem Pflegeheim kombiniert.
Die Planung, die von der Semmelhaack Wohnungsbau Gesellschaft und Kuhn Pramann Architekten vorgestellt wurde, teilt das Entwicklungsgebiet in zwei primäre Bereiche: die Schulinfrastruktur im nördlichen Teil sowie die Wohn- und Pflegeangebote für Senioren südlich der Voßhörntwiete.
Die neue Elbschule: Drei Höfe und integrierte Sporthalle
Die Erschließung der Schule soll primär über die Voßhörntwiete und Bündttwiete erfolgen, wobei sich der Haupteingang mit einer Bring- und Holzone an der Bündttwiete befindet. Nördlich des Schulgebäudes und der Sporthalle ist die Realisierung von 70 bis 100 Stellplätzen möglich.
Der Schulbau selbst ist als mäanderförmiger Baukörper konzipiert, der sich in drei strukturierte Höfe gliedert: einen Vorplatz sowie zwei Schulhöfe, wovon einer den direkten Zugang zur angrenzenden Sporthalle bietet.
Erdgeschoss: Hier befinden sich der Haupteingang mit einer zweigeschossigen Aula, die Schulverwaltung mit Anbindung zum Lehrerbereich, Fachräume, eine Mensa mit Ganztagsbetreuung sowie die Klassenräume der Stufen 1 bis 4.
Obergeschoss: Das obere Stockwerk bietet Platz für die Klassenräume der Stufen 5 bis 13, weitere Fachräume und eine Bibliothek, eine Lernzone für die Mittel- und Oberstufe sowie einen Dachgarten.
Seniorencampus: Vom Bungalow bis zur Vollstationären Pflege
Südlich der Voßhörntwiete schließt sich der geplante Seniorencampus an. Die Erschließung erfolgt über eine Sackgassenstruktur mit Wendemöglichkeiten, während die Stellplätze überwiegend zentral im rückwärtigen Bereich angeordnet sind. Das Quartier soll parkähnlich gestaltet werden und gemeinschaftliche Freiräume mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen bieten.
Das Wohnangebot auf dem Campus ist räumlich und konzeptionell gestaffelt:
Seniorenbungalows und Reihenhäuser: Als architektonischer Übergang zur bestehenden Einfamilienhaussiedlung sind 23 flache Bungalows mit Wohnflächen von gut 78 Quadratmetern und kleinen Hofsituationen vorgesehen, um Beeinträchtigungen für die angrenzende Bebauung zu vermeiden. Im Süden ergänzen barrierearme Reihenhäuser (ca. 106 Quadratmeter) das Angebot für rüstige, selbstständig lebende Senioren.
Service Wohnen: In einer ersten Gebäudegruppe aus sechs zwei- bis dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern entstehen rund 75 bis 80 barrierefreie Wohnungen für das Service- beziehungsweise Betreute Wohnen mit Flächen von knapp 50 bis 55 Quadratmetern.
Pflegeheim und Ergänzungsbauten: Den intensivsten Betreuungsgrad deckt ein geplantes Pflegeheim mit 80 Betten für die vollstationäre Pflege ab, das um bis zu 30 weitere, kleinere Servicewohnungen ergänzt wird. Ein zusätzliches L-förmiges Gebäude bündelt darüber hinaus eine Kurzzeitpflege, Tagespflege sowie Wohnraum für Mitarbeiter und Auszubildende.
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