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Möller-Areal Wedel: Aktueller Planungsstand und Änderungen

Möller-Areal Wedel: Aktueller Planungsstand und Änderungen
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Im Planungsausschuss vom 3. November 2026 wurden die aktualisierten städtebaulichen Pläne für das Möller-Areal präsentiert. Der Entwurf zeigt gegenüber dem vorangegangenen Planungsstand aus dem Juni 2025 deutliche konzeptionelle und statistische Anpassungen, insbesondere im nördlichen Teil des Areals. Das neue Konzept setzt auf eine durchlässigere Bebauung, verzichtet auf ein oberirdisches Parkhaus und verlagert den ruhenden Verkehr unter die Erde.

Die Planungen sehen weiterhin ein gemischt genutztes Quartier vor, jedoch haben sich die städtebaulichen Kennzahlen im Detail verschoben. Der Rückbau der alten Bestandsgebäude auf dem Areal schreitet derweil voran: Mehrere alte Strukturen (Gebäudeteile 1, 7, 9 und 6/8) wurden bereits abgerissen.

Vergleich der Kennzahlen: Juni 2025 zu November 2026

Eine Gegenüberstellung der Planungsstände verdeutlicht die vorgenommenen Anpassungen bei den Flächen und Nutzungen:

  • Bruttogeschossfläche und Einheiten: Die geplante Bruttogeschossfläche (BGF) ist leicht von 37.084 Quadratmetern auf 37.656 Quadratmeter gestiegen. Gleichzeitig reduziert sich die Gesamtzahl der geplanten Wohn- und Gewerbeeinheiten von 245 auf 237.
  • Wohnen und Gewerbe: Die Flächen für den Wohnungsbau bleiben mit 23.941 Quadratmetern (zuvor 23.904 Quadratmeter) nahezu konstant. Der Anteil an sozialgefördertem Wohnungsbau liegt weiterhin bei den baurechtlich geforderten mindestens 30 Prozent. Die Gewerbeflächen wachsen im neuen Entwurf von 13.180 auf 13.715 Quadratmeter an.
  • Parkraum: Die Gesamtfläche für Parkplätze verringert sich von 11.576 auf 10.177 Quadratmeter. Die Anzahl der Stellplätze sinkt entsprechend von 314 auf maximal 300 Einheiten.

Städtebauliche Anpassungen: Tiefgarage statt Parkhaus

Die wesentlichste strukturelle Änderung betrifft die Verkehrslösung. Der Entwurf aus dem Juni 2025 sah noch ein oberirdisches Parkhaus ("Parkhaus 1") mit 135 Stellplätzen sowie eine Tiefgarage ("Tiefgarage 2") mit 145 Plätzen vor. Oberirdisch waren 34 Parkplätze eingeplant.

Das aktualisierte Konzept verzichtet vollständig auf die geplante Parkhausfassade entlang der B431 (Rosengarten). Stattdessen werden zwei sockelbildende Tiefgaragen mit 138 beziehungsweise 142 Stellplätzen geplant. Die Zahl der oberirdischen Parkplätze für Kurzzeitparker und Lieferverkehr reduziert sich auf circa 20. Die Adressbildung am Rosengarten erfolgt nun durch ein neues Geschäftsgebäude.

Durch diese Verlegung des ruhenden Verkehrs entsteht im Quartier eine durchlässigere, offene Baustruktur. Sie ermöglicht freie Sichtbezüge und zusammenhängende Grünflächen bei gleichzeitiger Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs.

Ihr Jan Lüchau

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