Liebe Wedelerinnen und Wedeler,
es gibt endlich mal wieder spürbar gute Nachrichten vom Wedeler Bahnhof: Das Wasser im unteren Parkdeck der P+R-Anlage ist weg! Nach den frustrierenden Überschwemmungen der letzten Zeit, ausgelöst durch Kabeldiebstahl und Vandalismus an der Pumpe, läuft die Technik wieder. Auch der gesperrte Radweg durchs Autal ist endlich wieder frei. Die Anlage selbst bleibt wegen des ausstehenden Versicherungsgutachtens zwar noch gesperrt, aber ein erster Schritt ist getan. (Zum Artikel des SHZ)
Doch während wir in Wedel an dieser Stelle aufatmen, zeichnet eine neue landesweite Untersuchung ein düsteres Bild für unsere Region: Ein Viertel der Kreisstraßen im Kreis Pinneberg ist dringend sanierungsbedürftig. Hauptverkehrsachsen wie die K5 (Ellerbek – Rellingen), K6 oder K24 weisen erhebliche Mängel auf. Auch bei unserem Radwegenetz gibt es auf rund 21 Kilometern akuten Handlungsbedarf. (Zum Artikel der SHZ)
Kurz & Knapp: Was in Wedel in dieser Woche wichtig wird
Werfen wir einen Blick auf die Themen, die uns in den städtischen Gremien aktuell beschäftigen:
- Hat Transparenz bald ein Preisschild?
Die Stadt plant eine Änderung der Verwaltungsgebührensatzung. Dass Gebühren aufgrund gestiegener Personalkosten angepasst werden müssen, ist nachvollziehbar. Ein neuer Punkt sollte aber noch diskutiert werden: Detaillierte Bürgeranfragen nach dem Informationszugangsgesetz (IZG-SH) sollen künftig 70,50 Euro je angefangene halbe Stunde kosten. - Zukunft der Bahnhofstraße:
In unserer Haupteinkaufsstraße stehen zwei Großprojekte an. Die Stadtsparkasse und ein privater Investor planen in der Nr. 18a und Nr. 20 große Neubauten. Das bedeutet für Wedel: flächenschonende Nachverdichtung auf bereits versiegelten Flächen und die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum (inklusive vergünstigter Wohnungen) mitten im Zentrum. - Wedel wehrt sich gegen den Kreis:
Der Kreis Pinneberg hatte die Kreisumlage 2026 von 29,5 % auf 31,5 % angehoben – eine massive Zusatzbelastung für unseren Stadthaushalt. Gemeinsam mit anderen Kommunen streben wir nun ein Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht an, um dieses Vorgehen juristisch prüfen zu lassen. - Personal am Limit:
Der aktuelle Personalbericht 2025 der Verwaltung ist alarmierend. Fast die Hälfte der Belegschaft ist über 50 Jahre alt, auf Fachstellen gibt es teils keine Bewerbungen und die Mitarbeitenden schieben tausende Überstunden bei über 11.000 Krankheitstagen vor sich her. Wir müssen als Politik dringend Ansätze finden, um die Verwaltung strukturell zu entlasten.
Termine
Bitte beachten Sie: Die morgige Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) beginnt bereits um 18:00 Uhr.
Ihre Meinung ist gefragt
Die geplante Gebührenerhöhung, insbesondere für detaillierte Auskünfte aus dem Rathaus, betrifft Sie im Zweifel ganz direkt. Daher meine Frage an Sie:
Wie bewerten Sie den Vorstoß der Stadt? Haben Sie Verständnis dafür, dass aufwendige Verwaltungsrecherchen künftig Geld kosten, oder sehen Sie darin eine gefährliche Hürde für die Transparenz in unserer Stadt?
Schreiben Sie mir Ihre Gedanken gerne direkt als Antwort auf diesen Newsletter oder diskutieren Sie in den Kommentaren auf wedel-politik.de mit.
Ich freue mich auf den Austausch und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start in die Woche!
Herzliche Grüße
Ihr Jan Lüchau