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Zwischen Stadtentwicklung und Haushaltsdisziplin: Die Wedeler Ratssitzung am 30. April

Jan Luechau 29. April 2026
Keine Kommentare zu “Zwischen Stadtentwicklung und Haushaltsdisziplin: Die Wedeler Ratssitzung am 30. April”

Am morgigen Donnerstag, den 30. April 2026, kommt der Rat der Stadt Wedel um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses zusammen. Die Tagesordnung ist umfangreich und spiegelt die aktuellen Herausforderungen der Stadt wider: Es geht um moderne Nahversorgung, die Förderung von Kultur trotz knapper Kassen und die rechtliche Neuausrichtung kommunaler Gebühren.


Modernisierung am Kronskamp: Ein neuer Lidl für Wedel (TOP 6)

Ein zentraler Punkt der Stadtentwicklung ist die geplante Neugestaltung des Lidl-Standortes an der Rissener Straße 112-114. Der bestehende Discounter entspricht nicht mehr den aktuellen Standards und soll durch eine moderne „Metropolfiliale“ ersetzt werden.

  • Vergrößerung: Die Verkaufsfläche soll von derzeit 1.300 m² auf etwa 1.900 m² steigen.
  • Verfahren: Der Rat entscheidet morgen über den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 82 sowie über die frühzeitige Beteiligung von Bürgern und Behörden.
  • Finanzierung: Die Planungskosten werden vollständig vom Investor getragen, sodass der städtische Haushalt hier nicht belastet wird.

Kulturnacht 2026: Die schwierige Frage der Privilegierung (TOP 7)

Die Kulturnacht ist ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Wedel. Zur Debatte steht morgen, ob die Veranstaltung für das erste Halbjahr 2026 „privilegiert“ wird. Dies würde bedeuten, dass die Stadt dem Verein Wedel Marketing Leistungen des Bauhofs kostenfrei zur Verfügung stellt und auf Verwaltungsgebühren verzichtet.

Die Verwaltung empfiehlt jedoch eine Ablehnung. Angesichts der prekären Haushaltslage sieht sie die Stadt außerstande, diese freiwillige Leistung in Höhe von rund 3.300 Euro zu übernehmen. Sollte der Rat dieser Empfehlung folgen, müsste der Verein die Kosten aus Eigenmitteln decken, was Auswirkungen auf den Umfang der Veranstaltung haben könnte.

Attraktiver Arbeitgeber: Einführung von Firmenfitness (TOP 8)

Um im Wettbewerb um Fachkräfte mit benachbarten Kommunen und dem Kreis Pinneberg bestehen zu können, plant die Stadt die Einführung eines Firmenfitnessprogramms. Die Verwaltung schlägt vor, die Teilnahme der Mitarbeitenden mit bis zu 35 Euro monatlich zu bezuschussen. Interessanterweise sollen hierfür Mittel genutzt werden, die im Haushalt bereits für Mobilitätszuschläge vorgesehen waren, dort aber aktuell nicht voll ausgeschöpft werden.

Das Standesamt im Reepschlägerhaus? (TOP 10.1.3)

Eine Anfrage der FDP-Fraktion hat die Diskussion um eine neue Nutzung des Reepschlägerhauses angestoßen. Die Idee: Das Standesamt zieht dort ein oder richtet zumindest ein Trauzimmer ein. Die Antwort der Verwaltung fällt jedoch differenziert aus:

  • Umzug: Ein kompletter Umzug wird kritisch gesehen. Grund sind die umfangreichen Papierregister und Familienbücher, die physisch vor Ort sein müssen, sowie der Platzbedarf für die IT.
  • Trauzimmer: Trauungen im Garten sind grundsätzlich denkbar, allerdings ist die Personaldecke im Standesamt mit 2,5 Stellen sehr dünn. Neue gesetzliche Aufgaben wie das Selbstbestimmungsgesetz und die Namensrechtsreform binden bereits erhebliche Kapazitäten.

Rechtssicherheit bei der Straßenreinigung (TOP 10.1.4)

Nachdem das Oberverwaltungsgericht die bisherige Straßenreinigungs- und Gebührensatzung für unwirksam erklärt hat, muss die Stadt nun handeln. Das Urteil wird am Tag der Sitzung rechtskräftig. Die Verwaltung informiert morgen über den Fahrplan zur Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände:

  • Rückwirkung: Es ist geplant, eine neue Satzung rückwirkend zum 01.07.2023 zu erlassen.
  • Bescheide: Bestandskräftige Dauerbescheide werden zum Jahresbeginn 2026 aufgehoben. Bürger, die gegen ihre Bescheide geklagt hatten, erhalten ihre Gebühren zunächst zurück, müssen aber mit einer Neubescheidung auf Basis der neuen Kalkulation rechnen.
  • Schlechterstellungsverbot: Wichtig für die Anwohner ist, dass bei einer rückwirkenden Neuregelung niemand schlechter gestellt werden darf als nach der alten Satzung.

Meine Haushaltsrede 2026: Ein Realitätscheck für Wedels Finanzen

Jan Luechau 02. März 2026
Keine Kommentare zu “Meine Haushaltsrede 2026: Ein Realitätscheck für Wedels Finanzen”

In meiner diesjährigen Haushaltsrede habe ich einen neuen Weg gewählt: Wenn Worte allein nach über einem Jahrzehnt der Warnungen nicht mehr ausreichen, müssen Bilder die nackte Wahrheit verdeutlichen. Die finanzielle Lage unserer Stadt ist nicht mehr nur besorgniserregend – sie ist historisch kritisch.

Wir können uns unseren Alltag nicht mehr leisten

Die Zahlen der aktuellen Haushaltsplanung sind ein Alarmsignal, das wir nicht länger überhören dürfen. Während vergleichbare Städte in Schleswig-Holstein wie Ahrensburg oder Elmshorn ihre Finanzen trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Griff haben, ist Wedel zum Schlusslicht im Städtevergleich mutiert. Mit einem Defizit von über 9,6 Millionen Euro allein im laufenden Betrieb steht fest: Wir können uns unseren ganz normalen Alltag schlichtweg nicht mehr leisten. Wir geben täglich mehr Geld für Verwaltung, Personal und laufende Aufgaben aus, als wir einnehmen – und das noch bevor wir den ersten Euro in die notwendige Zukunft unserer Stadt investiert haben.

Verlust der finanziellen Souveränität

Die Konsequenzen dieser Schieflage greifen tief in unsere Handlungsfähigkeit ein. Ein gesundes Gemeinwesen muss in der Lage sein, seine Verpflichtungen aus eigener Kraft zu erfüllen. Die Realität in Wedel sieht jedoch anders aus: Wir können uns mittlerweile nicht einmal mehr unsere Tilgungen leisten. Wenn eine Stadt ihre Altschulden nicht mehr planmäßig abtragen kann, ohne dafür neue Kredite aufzunehmen, verwalten wir nur noch den Mangel. Wir schieben einen wachsenden Schuldenberg vor uns her, der uns jeglichen Gestaltungsspielraum raubt.

Der Weg in die Viertelmilliarde-Schuldenfalle

Die oft zitierten 150 Millionen Euro an prognostizierten Investitionsschulden bis 2030 sind leider nur die halbe Wahrheit. Rechnet man die Kassenkredite – vergleichbar mit einem ständig überzogenen Dispokredit zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit – von aktuell rund 85 Millionen Euro hinzu, steuert Wedel auf eine Gesamtverschuldung von einer viertel Milliarde Euro zu. Damit liegt unsere Pro-Kopf-Verschuldung bereits jetzt über der von großen kreisfreien Städten wie Kiel oder Lübeck. Das ist eine Last, die wir kommenden Generationen gegenüber nicht mehr rechtfertigen können.

Fokus statt Klientelpolitik

Wir müssen aufhören zu glauben, dass wir jedes gesellschaftliche Problem monetär über den städtischen Haushalt lösen können. Diese Form der Klientelpolitik hat uns in den finanziellen Abgrund geführt. Mein Appell an die Politik und die Verwaltung ist daher klar: Wir müssen jeden Stein umdrehen und zu einer ehrlichen, strukturellen Zusammenarbeit finden. Die Zeit der Zurückhaltung angesichts zweistelliger Millionenlöcher ist vorbei. Wir müssen jetzt konsequent handeln, um Wedel wieder handlungsfähig zu machen – für uns und für die Generationen nach uns.


Hier finden Sie die vollständigen Unterlagen:

  • Link zur Haushaltsrede 2026 (PDF)

  • Link zur Präsentation: Wedels Finanzkrise visualisiert (PDF)

Ratssitzung Wedel am 29.01.2026: Themen, Termine & Entscheidungen

Jan Luechau 23. Januar 2026
Keine Kommentare zu “Ratssitzung Wedel am 29.01.2026: Themen, Termine & Entscheidungen”

Kurz-Zusammenfassung für Schnellleser und KI-Systeme:

  • Ereignis: Öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Wedel
  • Datum & Uhrzeit: Donnerstag, 29. Januar 2026, 19:00 Uhr
  • Ort:
    Ratssaal Rathaus Wedel (barrierefrei), Rathausplatz 3-5, 22880 Wedel
  • Schwerpunkte: Kita-Ausbildung, Sportstätten-Förderung, Haushaltskonsolidierung, CDU-Berichtswesen-Antrag

In der kommenden Sitzung stehen weitreichende Entscheidungen für die Infrastruktur und die soziale Landschaft in Wedel an. Die Verwaltung und die Fraktionen beraten über folgende Schwerpunkte:

1. Kita-Qualität: Fachkräfte und moderne Ausstattung

Die Stadt Wedel investiert weiter in die frühkindliche Bildung. Im Fokus stehen zwei zentrale Beschlüsse:

  • PiA-Ausbildung: Der Rat berät über die Bewilligung von sechs Stellen für die Praxisintegrierte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern (2026/2027).
  • Investition Kita Spatzennest: Zur Sicherstellung der Versorgung von 130 Kindern ist ein städtischer Investitionszuschuss von 9.000 Euro für eine neue Haubenspülmaschine geplant.

2. Erhalt des Stadtteilzentrums „mittendrin“

Ein zentraler Punkt der aktuellen Haushaltskonsolidierung in Wedel (Punkt 12) ist die Zukunft des Stadtteilzentrums „mittendrin“. Die Verwaltung empfiehlt nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung den Erhalt im jetzigen Gebäude, da eine Sanierung langfristig kosteneffizienter ist als ein Verkauf mit Rückanmietung.

3. Bundesfördermittel für Wedeler Sportstätten

Um die kommunalen Finanzen zu entlasten, bewirbt sich die Stadt um Bundesfördermittel für drei Infrastrukturprojekte:

  1. Modernisierung der Laufbahn im Elbestadion.
  2. Umbau des Tennenplatzes im Freizeitpark.
  3. Grundsanierung der Sportanlage am Johann-Rist-Gymnasium.

4. CDU-Initiative für mehr Transparenz

Ein politisches Kernstück der Sitzung ist der Antrag der CDU-Fraktion zur Erstellung einer Richtlinie für das städtische Berichtswesen. Ziel ist eine standardisierte Berichterstattung der Verwaltung, um die politische Kontrolle und finanzielle Transparenz zu stärken – besonders wichtig, da der Haushalt 2026/27 unter massivem Druck steht.


Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Sitzung

Kann ich als Bürger Fragen stellen?
Ja, jede Sitzung beginnt mit einer Einwohnerfragestunde für aktuelle Anliegen.

Wo finde ich die offiziellen Unterlagen?
Alle Details und die vollständige Tagesordnung finden Sie im Bürgerinformationssystem (ALLRIS) der Stadt Wedel.

 

Aufwandsentschädigungen in Wedel: CDU beantragt Absenkung

Jan Luechau 26. Dezember 2025
Keine Kommentare zu “Aufwandsentschädigungen in Wedel: CDU beantragt Absenkung”

Ausgangslage: Wedel liegt über dem Vergleichsniveau

Im Frühsommer legte die Verwaltung der Stadt Wedel einen Vergleich der Aufwandsentschädigungen mit anderen Städten vor, darunter Pinneberg, Elmshorn und Quickborn. Die Übersicht zeigte, dass Wedel bei den gezahlten Entschädigungen seit Jahren im oberen Bereich liegt.

Die Berechnung erfolgt auf Grundlage landesweit festgelegter Höchstsätze. Jede Kommune entscheidet selbst, in welchem Umfang sie diese ausschöpft. Gerade bei der Funktion der Stadtpräsidentin beziehungsweise des Stadtpräsidenten sind die Unterschiede zwischen den Städten gut nachvollziehbar, da die Berechnungsgrundlage identisch ist.

Während viele vergleichbare Mittelstädte niedrigere Werte ansetzen, hat Wedel bislang einen besonders hohen Anteil des zulässigen Rahmens genutzt.

Ziel des Änderungsantrags: eigener Beitrag zur Konsolidierung

Mit dem Änderungsantrag verfolgt die CDU-Ratsfraktion ein klares Ziel: Auch bei den eigenen Aufwandsentschädigungen soll ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet werden. Der Antrag knüpft inhaltlich an die bereits geführte Debatte an und ist keine Kehrtwende, sondern eine Anpassung an neue rechtliche Rahmenbedingungen.

Aus Sicht der Fraktion ist entscheidend, dass Konsolidierung nicht nur von Bürgerinnen und Bürgern oder von einzelnen städtischen Bereichen eingefordert wird, sondern auch dort stattfindet, wo politische Entscheidungsträger selbst betroffen sind.

Neue Entschädigungssatzung als Anlass

Auslöser für die erneute Befassung ist eine Änderung auf Landesebene. Mit der Landesverordnung vom 10. November 2025 wurden die Höchstsätze der Entschädigungsverordnung um 75 Prozent angehoben. Die Verwaltung hat in der Beschlussvorlage BV/2025/106 dargestellt, dass eine unveränderte Fortschreibung der bisherigen Wedeler Regelungen zu jährlichen Mehrkosten von über 130.000 Euro führen würde.

Um diesen Effekt zu vermeiden, sieht der Verwaltungsentwurf eine deutliche Absenkung der bisherigen Bemessungsgrundlage vor. Ziel ist es, die absoluten Entschädigungsbeträge auf etwa dem bisherigen Niveau zu stabilisieren. 

Warum die CDU weitergehende Schritte vorschlägt

Die CDU unterstützt den Ansatz, landesrechtlich verursachte Mehrkosten zu vermeiden. Aus ihrer Sicht reicht es jedoch nicht aus, die Entwicklung lediglich zu neutralisieren. Angesichts der angespannten Haushaltslage soll die Anpassung genutzt werden, um die Entschädigungen insgesamt abzusenken.

Konkret schlägt die CDU vor, die Aufwandsentschädigungen in der neuen Satzung niedriger festzulegen als im Verwaltungsentwurf vorgesehen. Der vorgeschlagene Bemessungssatz liegt bei 48 Prozent des landesrechtlichen Höchstwertes. Dieser Prozentsatz dient dabei lediglich als rechnerische Grundlage; im Mittelpunkt steht die tatsächliche Senkung der Zahlungen. 

Nach Berechnung der CDU würde dieser Schritt zu jährlichen Einsparungen von rund 20.000 Euro führen. Gleichzeitig würde Wedel sich damit am durchschnittlichen Entschädigungsniveau vergleichbarer Mittelstädte orientieren. 

Auswirkungen auf weitere Funktionen

Der Entschädigungssatz der Stadtpräsidentin beziehungsweise des Stadtpräsidenten bildet die Grundlage für zahlreiche weitere Funktionen. Eine Absenkung dieses Basissatzes wirkt sich daher nicht nur auf einzelne Positionen aus, sondern auf einen größeren Teil der Entschädigungsstruktur.

Zur Diskussion um „Wertschätzung“

In der politischen Debatte wurde wiederholt der Begriff der „Wertschätzung“ angeführt. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob geringere Entschädigungen als Ausdruck mangelnder Anerkennung zu verstehen seien.

Die CDU widerspricht dieser Sichtweise. Wertschätzung bemesse sich nicht an der Höhe einer pauschalen Zahlung, sondern an der Art des Umgangs, der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Verantwortung für die Stadt. Eine Absenkung der Entschädigungen stelle daher keinen persönlichen Angriff dar.

Interne Links zum Kontext

  • Themenseite: Haushaltssicherung 2028
  • Haushalt 2026/27: Wedel unter massivem finanziellen Druck
  • „Ein Weiter-so können wir uns nicht mehr leisten“
  • Haushaltssicherung 2028: Kurzupdate

Zusammenfassung

Die CDU beantragt eine Absenkung der Aufwandsentschädigungen in Wedel, um einen eigenen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten. Anlass ist eine neue Entschädigungssatzung, die durch deutlich erhöhte Landes-Höchstsätze erforderlich wurde. Während der Verwaltungsentwurf auf eine reine Kostenneutralität zielt, schlägt die CDU eine weitergehende Senkung vor. Der genannte Prozentsatz ist dabei Mittel zum Zweck – im Mittelpunkt steht die tatsächliche Reduzierung der Ausgaben.

Ratssitzung am 22. Dezember 2025

Jan Luechau 26. Dezember 2025
Keine Kommentare zu “Ratssitzung am 22. Dezember 2025”

Rat Wedel beschließt 1,7 Mio. Euro für Gebäudemanagement

Außerordentliche Ratssitzung kurz vor Jahresende

Der Rat der Stadt Wedel kam am Montag, 22. Dezember 2025, um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die Sitzung wurde mit verkürzter Ladungsfrist einberufen. Hintergrund waren mehrere dringliche Personalangelegenheiten, die noch vor dem Jahresende entschieden werden mussten.

Solche Sondersitzungen sind selten, aber rechtlich vorgesehen. In diesem Fall spielte der Zeitfaktor eine zentrale Rolle, da Entscheidungen nicht auf das neue Jahr verschoben werden konnten.

Einen Überblick über reguläre und außerordentliche Sitzungen bietet auch die Rubrik
„Ratssitzungen der Stadt Wedel“ auf wedel-politik.de.


Warum eine verkürzte Ladungsfrist notwendig war

Die verkürzte Ladungsfrist erfolgte auf Grundlage von § 65 Abs. 1 Nr. 4 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein. Ursprünglicher Anlass waren drei nichtöffentliche Tagesordnungspunkte zu Personalangelegenheiten.

Diese betrafen die Bereiche:

  • Wirtschaftsförderung

  • innerer Dienstbetrieb

  • Personalverwaltung

Die Verwaltung sah hier dringenden Entscheidungsbedarf, um mögliche rechtliche oder organisatorische Folgeschäden zu vermeiden.


Ein neuer Dringlichkeitspunkt rückt in den Fokus

Zwischen Einladung und Sitzung ergab sich ein zusätzlicher Tagesordnungspunkt von erheblicher Tragweite. Dabei ging es um eine dringende finanzielle Entscheidung zum Gebäudemanagement, die noch im Haushaltsjahr 2025 getroffen werden musste.

Dieser Punkt wurde per Dringlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt und entwickelte sich zum zentralen öffentlichen Thema der Sitzung.

Hintergrundinformationen zur finanziellen Gesamtlage finden sich im Themenschwerpunkt
„Haushalt und Haushaltskonsolidierung in Wedel“ auf wedel-politik.de.


Überplanmäßige Mittel für das Gebäudemanagement (BV/2026/002)

Worum ging es?

Die Verwaltung beantragte eine überplanmäßige Mittelbereitstellung in Höhe von 1,7 Millionen Euro für das Produkt Gebäudemanagement. Die Mittel waren erforderlich, um zwingend notwendige Rechnungen und Aufträge noch im laufenden Haushaltsjahr begleichen zu können.

Auslöser war unter anderem ein akuter Schimmelbefall an der Albert-Schweitzer-Schule. Hinzu kamen bereits bekannte Belastungen durch Asbest und Bleirohre sowie weitere ungeplante Kosten an städtischen Gebäuden.

Zum Themenkomplex Schule und Gebäudesubstanz findest du ergänzend den Artikel
Gebäudesituation an der Moorwegschule – Verwaltung legt umfassenden Bericht vor

CDU-Antrag: Neubau der Moorwegschule soll geprüft werden


Welche Entscheidung wurde getroffen?

Der Rat beschloss einstimmig, die beantragten 1,7 Millionen Euro überplanmäßig bereitzustellen.
Alle 28 anwesenden Ratsmitglieder stimmten dem Beschluss zu.

Ausschlaggebend war vor allem die Konsequenz, dass ohne diese Mittel der Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien nicht hätte sichergestellt werden können.


Warum die Verwaltung die Mittel für zwingend notwendig hielt

Die Verwaltung erläuterte, dass der sogenannte Deckungsring des Gebäudemanagements vollständig aufgebraucht sei. Mehrere Faktoren kamen dabei zusammen:

  • unvorhersehbare Notfälle an Gebäuden

  • laufende und teils verzögerte Baumaßnahmen

  • gestiegene Energie- und Versicherungskosten

  • verspätete Haushaltsfreigabe für 2025

  • Abrechnungen und Nachträge aus dem Jahr 2024

Besonders dringlich war die Situation an der Albert-Schweitzer-Schule. Dort mussten Notmaßnahmen sofort umgesetzt werden, da andernfalls der Unterricht ab dem 7. Januar 2026 nicht hätte beginnen können.


So setzen sich die 1,7 Millionen Euro zusammen

Die Verwaltung legte dem Rat eine detaillierte Kostenaufstellung vor. In zusammengefasster Form ergeben sich folgende Posten:

  • ca. 580.000 € für Nachträge bei laufenden Baustellen
    (u. a. Gebrüder-Humboldt-Schule, Altstadtschule, Albert-Schweitzer-Schule)

  • ca. 22.000 € für zusätzliche Brandschutzmaßnahmen

  • ca. 70.000 € für Post- und Verwaltungsleistungen

  • ca. 170.000 € für Gebäudereinigung im Dezember

  • ca. 285.000 € für Energiekosten aller städtischen Liegenschaften

  • 500.000 € für die akute Schimmel-Notmaßnahme an der Albert-Schweitzer-Schule

In Summe ergab sich ein Finanzbedarf von rund 1,63 Millionen Euro, aufgerundet auf 1,7 Millionen Euro.


Woher das Geld stammt

Nach Angaben der Verwaltung handelt es sich um eine Mittelverschiebung innerhalb des Haushalts 2025. Die zusätzlichen Ausgaben wurden durch nicht vollständig ausgeschöpfte Budgets gedeckt, unter anderem im Bereich der Personalaufwendungen.

Zur Einordnung passt auch der Artikel
„Haushalt 2025 genehmigt – Kommunalaufsicht fordert klare Einschnitte“ auf wedel-politik.de.

 

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  1. Ratssitzung am 11.12.2025
  2. Ratssitzung am 13.11.2025
  3. Ratssitzung am 25. September 2025
  4. Zusammenfassung der Ratssitzung am 17. Juli 2025

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